Brennholzgewinnung

  • Hallo,


    vorgestern war es soweit, mein neuer Holzspalter ist gekommen. Es ist ein Growi GSW9K Elektro geworden in Grundausstattung ohne Stammheber und ohne hydraulisch höhenverstellbares Spaltkreuz. Ohne diese beiden Sachen weil sie zum einen einen ordentlichen Aufpreis gekostet hätten und ich sie zum anderen (vermutlich) nicht brauche. Beschickt wird mit dem Frontlader, die Höhenverstellung vom Spaltkreuz per Fußpedal genügt mir.






    Es sollte ein aus ergonomischen Gründen ein Waagerechtspalter sein. Mein Holz ist 50cm zum Spalten und gearbeitet wird nur auf dem Holzplatz mit Elektroanschluss. In der engeren Auswahl waren noch Spalter von Posch, Lancman und Binderberger, die mir aber entweder in Details nicht so gefallen haben oder noch teurer sind.


    Nach der Lieferung durch die Spedition wurde natürlich schnell der Tisch und der Griff zum ziehen montiert um einen Probelauf zu machen. Als erstes drehte natürlich der Motor falsch herum. Also schnell umgeklemmt, ausprobiert und: Der Zylinder fährt aus, aber nicht wieder ein!

    Bei einem Telefonat mit Growi wurde mir versichert, das alle Spalter vor der Auslieferung einen Probelauf machen, es könne also nur ein Transportschaden sein. Vermutet wurde eine verbogene Hubbegrenzerstange, diese war allerdings gerade und konnte nicht die Ursache sein.

    Bei einer genaueren Kontrolle war zu sehen, das die ganze Bedienhebeleinheit nicht ganz parallel zum Zylinder stand. Irgendwie hat die Spedition es fertiggebracht, den 10mm dicken Halter für die Hebel ohne größere äußere Beschädigungen zu verbiegen. Nach dem Richten und neu einstellen der Bedienhebel funktioniert alles wie es soll.




    Das Probespalten war erfolgreich. Das Spalten geht einfach, sehr schnell und die Spaltkraft reicht für meine Zwecke aus. Äste, die bei meinem alten Spalter zum Verklemmen der Klinge geführt hätten, werden einfach abgeschnitten.

    Angenehm ist auch, das er deutlich leiser als mein alter Baumarktspalter ist.

    Einen kleinen Nachteil der Pedalverstellung des Spaltkeils gibt es übrigens doch: Wird ein Stück Holz mit zwei schrägen Enden falsch eingelegt, hebt sich unter Umständer der Spaltkeil an bis zum Herausspringen. Da muß man eben etwas aufpassen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas


    PS: Ich werde nicht von der Firma Growi gesponsort!

  • Servus,


    Holzi war heute wieder in Action...


    Erstmal wieder ein paar Polter Meter Stämme zum Spalten heim gefahren...


    Das Material geht einfach nicht aus... ^^




  • Servus Holzi,


    wie viel Festmeter machst du so durchschnittlich im Jahr? Scheint etwas mehr zu sein 😀.


    Ich müsste auch mal wieder raus und eine Baumkontrolle durchführen. Musste mich aber vor 4 Wochen etwas umfangreicher am Knie operieren lassen und da geht im Moment nicht recht viel 🤬.


    Viele Grüße

    Stefan

  • Servus Stefan,


    Erstmal GUTE BESSERUNG !


    Das ist ganz unterschiedlich, da wo wir jetzt am Werken sind, konnten wir aus Gesundheitlichen Gründen fast 2 Jahre nichts machen, und Windbruch und Schneebruch sowie Käfer haben ordentlich hingelangt.


    WEnn wir fertig sind denke ich das wir so ca. 500 + X Steer zusammen bekommen...


    Das was man auf den Bild sieht ist die hälfte von dem was draußen noch gemacht werden muss.


    Alles Eigenbedarf, hab ich 8-10 Jahre meine Ruhe ^^


    Im Herbst fangen wir mit dem aufforsten an.

  • Dank Dir - denke in 3-4 Wochen kann ich mich wieder auf meinen Traktor schwingen 😀.


    500 Ster (denke ca 350 Festmeter) ist schon eine Hausnummer…mache jedes Jahr nur ein 1/5 davon…und das reicht mir aber auch schon aus Sicht Arbeitseinsatz 😀


    Dann weiterhin unfallfreies Arbeiten.


    Viele Grüße

    Stefan

  • 80-100 Ster im Jahr hab ich auch schon gemacht, ist aber schon einige Jahre her. Allein geht das nicht mehr. Heißt entweder jede Menge in Maschinen investieren oder eben nur noch so viel machen was man hinbekommt. Jetzt noch 20-30 Ster im Jahr, das reicht vollkommen für den meinen Bedarf und das was mein alter Herr verheizt

  • Da ich klassischer Einzelkämpfer bin (außer beim Fällen, da bin ich mit einem „Handlanger“ im Einsatz), ist es in der Tat eine Art Materialschlacht geworden.

    Denke im hohen 5-stelligen Bereich hab ich in den letzten Jahren investiert um den körperlichen Einsatz auf ein Minimum zu reduzieren.


    Ich kann wahrscheinlich gleich die Beiträge lesen in der Form „für diesen Betrag kannst Du sehr viel Holz kaufen und liefern lassen“ - aber bei mir ist es ein Hobby, ich mache es sehr gerne und ist ein toller Ausgleich für meinen Beruf. Deswegen ist es mir das alles wert und mir gefällt es mit guten Werkzeug und Maschinen zu arbeiten. 😀


    Viele Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    so viel hab ich nicht investiert. Den 308er, meinen 6t Dreiseitenkipper und die Scheibelhofer Kippmulde konnte ich mit dem Verkaufserlös des letzten Unimog bezahlen. Klar, ganz am Anfang, der erste meiner letztlich 5 Unimog, mußte mal bezahlt werden. Hab sie aber nie mit Verlust verkauft. Dazu kamen dann der Lancman 17t Spalter, Greifer mit Rotator, der BGU 5t Kurzholzspalter, die BGU Wippkreissäge, einige Motorsägen und was man halt sonst noch so braucht an Werkzeugen. Es summiert sich mit den Jahren. Früher hab ich Brennholz verkauft, hatte ein Kleingewerbe angemeldet. In den Jahren vor Corona wurde der Druck aber immer höher was die Preise angeht, keiner wollte mehr einen angemessenen Preis zahlen. Der erste Brennholzhype ging vorbei und dann kam die angebl. schlimmste Krankheit der Menschheitsgeschichte. Plötzlich war wieder Geld im Umlauf. Die Preise gingen durch die Decke, große Händler haben sich dumm und dämlich verdient, jede Menge Anbieter haben auf den einschlägigen Plattformen Brennholz angeboten- versteuert war da sicher der kleinste Teil. Die Leute machten wieder selber Brennholz weil das gelieferte elend teuer war. Folglich zogen die Maschinenpreise an und die Forstämter kapierten daß man da auch seinen Schnitt machen kann. Und das Ende ist nicht in Sicht. Gut, die Brennholzpreise halten im Moment ihr hohes Niveau. Aber alles andere halt nicht.

    Was viele auch vergessen ist der Faktor Zeit. Wenn man selber fällt, aufarbeitet und dann ofenfertig verkauft hat das eben seinen Preis. Egal ob mit viel Handarbeit oder hoch mechanisiert. Ich hatte einige Kunden denen ich angeboten hab einfach mal einen Tag mitzuarbeiten und alles was sie an dem Tag fertigbekommen dürfen sie mitnehmen- kostenlos. Gekommen ist kein einziger. Hab dann nach und nach meine Kundenkartei überarbeitet, Anfragen mit "wie viel Rabatt bekomm ich wenn ich 2 Ster nehme" ignoriert und letztlich den Verkauf beendet.

    Was an Maschinen da ist ist bezahlt und gehört mir- da wurde nix abgeschrieben. DIe hab ich von meinem Geld bezahlt und wenn ich der Meinung bin ich brauch dies oder das kauf ich es und gut. So wie aktuell einen Mulcher, bin am suchen, wenn was passendes kommt wirds gekauft. Muß dann auch nicht auf Teufel komm raus damit Geld verdienen- es reicht wenns mir die Arbeit erleichtert. Wenn man im Bekanntenkreis oder im Verein mal was machen kann ist das okay. Lohnarbeiten unterliegen da schon wieder vielen Bestimmungen was die steuerliche Seite angeht- ist mir schon zuwider. Mag sich egoistisch anhören aber ich bin damit bisher nicht schlecht gefahren

  • Servus ;)


    Spalten / Spalten / Spalten und aufrichten mal in BIldern...


    Hab noch nicht alles daheim ;--)





  • Hallo,
    da steht aber ein sehr sehr schöner Eicher mit Frontlader dabei.

    Servus,


    Ist ein ED33 Baujahr 1954 und im Erstbesitz ;)