6t Einachskipper an Fendt GT 231

  • Hallo ,

    Ich bin am überlegen mir vielleicht einen Einachskipper zuzulegen. Hauptsächlich zum Brennholz Transport. Brauche also eher Volumen. Dachte da an sowas wie den edk 60 von Oehler mit Aufsätzen. Damit kann er etwa 6m3 Brennholz laden.


    Ist der anhänger wohl noch einigermaßen passend für den Schlepper mit 32ps?

    Fährt jemand eine ehnliche Kombination?

  • Servus,

    Ich habe einen Tebbe Kipper 5.5 to Zul.Ges.Gew. und 4,5 to Nutzlast. Der war für meinen GTS 231 mit 35 PS ein bischen zu groß.Das Hauptproblem lag darin daß der Hubzylinder mangels Hydrauliköl nur 2 Stufen ausgefahren ist. Man müsste also einen zusätzlichen Hydrauliköltank einbauen. Ob dann das aber die Pumpe schafft weiß ich nicht.

    Schönen Gruß

    Sepp

  • Hallo,


    ich würde bei den GT`s aufpassen. Gerade der 231er hat eine sehr sehr großzügig angegebene zul. Stützlast von 1000 kg an der Anhängerkupplung. ich habe hier auch schon sehr viele gerissene Getriebeblöcke und Achstrichter gesehen und bin deshalb der Meinung, dass man ein Anhängegerät so auswählt dass der Schlepper noch ein wenig Reserven hat. Der sollte das Gespann auch mal aus dem Dreck ziehen können. Mein Farmer 4SA hat ebenfalls 1000kg Stützlast. Da mach ich mir auch keine Gedanken. An dem war ein Welger mit 5,9t dran. Das hat auch sehr gut gepasst und trotzdem musste man im Gelände aufpassen, wie man fährt. Für den 231er halte ich 4,5t für angemessen und 5t sind aber wirklich schon das Ende der Fahnenstange. Es sei denn der wird nur mit 20 km/h auf der ebenen Teerstrasse bewegt. Dann gehen auch 8t bei Beachtung der Stützlast.


    Gruß f18h-doc

  • Ich sehe die Stützlast nicht als einziges Kriterium. Entscheidend ist auch, dass vorne entsprechend aufballastiert ist. Ich habe mit meinem 275 GT auch schon mit zwei 5,7 tonner Kies vom Kieswerk gefahren.

    Geladen hatte ich mehr als was erlaubt ist, es dürften so 10 bis 11 tonnen gewesen sein. Gesamtgewicht dürften so 15 tonnen angehängt gewesen sein.

    1. habe ich die Ladung nur im 1. Gang vom Fleck bekommen, das ging schon. in der Ebene bin ich dann schon mit dem Schnellgang gefahren, das war kein Problem.

    2. einen Berg hoch war kein Spaß. Teilweise nur noch im 2. Gang und der großen Wandlerstufe. Ich hatte vorne noch 20 Sack Zement geladen, also 500 kg. Man hat schon gemerkt, dass der große GT steigen wollte. Mit genug Ballast aber kein Thema. Auf der Teerstraße war das auch kein Problem, da die Kraft auf den Boden umgesetzt werden kann. Bei einem deutlich leichteren 231 GT kommst du dann schnell an Grenzen, auch was das Bremsen betrifft.


    Im Wald mit einem vollen 5,7 tonner Drehschemel wäre Schluß gewesen, da die Kraft nicht umgesetzt werden kann. Mit einem Einachser sieht es anders aus.


    Das F18 - doc schreibt sehe ich genauso. Wenn du einen Einachser an einem 231 GT hängst, hast du wenigstens genug Ballast auf der Hinterachse, damit du das Drehmoment auf den Boden umsetzen kannst.

    Allerdings halte ich einen 4,5 tonner Einachser als passend dimensioniert.

    Je nachdem wie du dein Brennholz transportieren willst- ob Meterstücke oder Langholz in 3m Stangen- bekommst du viel mehr auf einen 4 oder 4,5 tonner als 4 m³. Du kannst ja immer in die Höhe stapeln.

    Bei einem Pritschenmaß von 1,8x3,5 meter und einer Höhe von 1m kommst du da alleine schon auf ca.6 bis 7 m³. Ich würde sagen, das reicht vollkommen aus.

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz


    Claus


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    F17L, F28, F275 GT, Farmer 270 VA

  • Wieviel Öl hat denn der GT, bei meinem 201er reicht das Öl vollkommen aus um den Kipper voll auszuheben.

    Aber 6t im Gelände müssen nicht sein,das ist zu viel.

    Mit dem 5206 damals war der oft voll oder noch etwas überladen, der ist schon ein paar mal im Wald vorne einen Meter hoch und dann nur noch mit Lenkbremse obwohl vorne auch 180 kg. dran waren.....

    Aber den 201 will ich schon etwas schonen und Wenn's doch mal richtig voll sein muss nim ich den 307....

  • Ich hatte bzgl. des 4.5 Tonnen Kipper schonmal mit oehler telefoniert.

    Ansich würde mir der auch reichen. Allerdings empfehlen die eher den 6Tonner. Der ist kaum teurer und wenn ich es richtig verstanden habe hat dieser noch etwas bessere Achsen.

  • Moin


    Ich will mal etwas aus meinem Erfahrungsschatz mit meinem 231 berichten.

    Ich war mal für den Nachbarn los mit einem 7,2 Tonnen Krone Zweiachs Dreiseitenkipper und habe 5 Tonnen Futtergetreide vom Landhandel geholt. Leer kein Problem, aber als er dann voll war musste ich die Berge die ich auf dem Hinweg mit Leichtigkeit genommen hatte ja auch wieder überwinden.

    Ich war mit 20kmh im 4. Gang ohne Schnellgang unterwegs, dann kam ein Berg und ich musste runterschalten, aber im 3. Wollte er nur vorne hoch gehen, da ich in meinem Leichtsinn keine Frontbalastierung hatte. Ich bin dann den Berg im 2. Gang hoch gekratzt mit einem Vorderrad in der Luft und das andere war auch nicht wirklich lenkfähig.

    Das war auf der Straße, ohne Stützlast.

    Du möchtest jetzt deinen GT mit noch ca. einer Tonne Stützlast zusätzlich belasten und auf modderigen Waldwegen mit wohlmöglich noch schlimmeren Steigungen bewegen und die Pritsche dient als Lagerort für Kettensägen und Seile was nicht ausreichend Gewicht auf die Vorderachse bringt.


    Meiner Meinung nach ist das eine Gefahr für dich und alle Spaziergängen in deiner umgebung, aber da du dich vorher schlau machen willst kann ich dir gute Tips geben.


    Erstmal Pritsche umbauen, du baust vorne die ersten 2 bis 3 Bretter aus und ersetzt sie durch masive Flacheisen 20x100mm das bringt dir Gewicht.


    Meine Faustformel für Anhänger im Gelände besagt das der Anhänger nicht mehr als das 1,5 fache des Treckers wiegen darf, beides auf Zulässiges Gesamtgewicht bezogen. Beim GT mit 3,2 Tonnen wäre das ungefähr ein 4,8 Tonner. Stützlast zur Traktion braucht ein GT auch nicht wirklich da Motor und Getriebe sehr weit hinten sind und du damit sehr schnell die Vorderräder entlastest was nicht gut ist.

    Deshalb
    die Baumstämme ruhig hinten einen Meter überstehen lassen das der Schwerpunkt des Stamms auf der Achse ruht.

    Gut finde ich auch das du dir einen Neuen Anhänger kaufen möchtest an dem dann auch alles Funktioniert.

    Ein Kumpel ist nämlich mal fast von meinem 3,6 Tonnen Zweiachser umgebracht worden, weil er nicht wusste das die Bremse klemmt und man vor abschüssigen Strecken einmal ruckartig bremsen muss damit der Anhänger das auch tut. Der hat seinen D4006 so den weg runter geschoben, seit dem Tag müssen bei mir alle Bremsen tadellos gehen, sonst wird auch nix verliehen.


    Ich denke wenn du das beachtest und dich zu einen 4,5 bis 5 Tonnen Anhänger entscheidest kannst du dich gut und Sicher im Wald bewegen.


    Gruß Tim

  • Hallo,


    ich hatte ein paar Bilder aus der Bedienungsanleitung meines 25er GTs im Hinterkopf. Jetzt habe ich sie mal herausgesucht und nachgesehen.


    Alle folgenden Angaben aus der Bedienungsanleitung beinhalten eine Tonne Ballast in der Pritsche des GT und zweiachsige Drehschemelanhänger.


    Das Zugvermögen auf ebener Straße wird bei 1-3,5 km/h mit drei Anhängern á 18 Tonnen beschrieben :huh:

    Bei einer Fahrleistung von 20 km/h sind wir bei zwei Anhängern mit jeweils 4 Tonnen.

    Bergauf mit 3,5 km/h bei einer Steigung von 5 % ist ein Zugvermögen von drei Anhängern á 7 Tonnen angegeben.

    Bergauf mit 3,5 km/h bei einer Steigung von 15 % ist ein Zugvermögen von zwei Anhängern á 4 Tonnen angegeben.

    Bergauf mit 3,5 km/h bei einer Steigung von 40 % ist ein Zugvermögen von einem Anhänger mit 2 Tonnen angegeben.


    Soweit zu den Angaben aus der Betriebsanleitung.


    Ich habe am 25er GT den Ladewagen mit 7 t zulässigem Gesamtgewicht betrieben. In der Pritsche lagen dazu immer zwei Gewichte eines Seilkrans, jeweils ca. 40 kg schwer und in der Pritsche gegen verrücken verspannt. Beim Grünfutter holen, der Ladewagen war dabei ca. einen halben Meter voll, war es bergauf auf der etwas steileren Wiese grenzwertig. Bergab bin ich auch auf der Teerstraße dann nur im ersten Straßengang gefahren, in der Wiese mit eingelegter Differenzialsperre. Heute würde ich einen größeren Bulldog davor spannen, damals gab es schlicht keinen größeren Bulldog ...


    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich Dir trotzdem zu dem etwas größeren Kipper raten. Hintergrund ist einerseits der etwas massivere Aufbau, andererseits die Möglichkeit, das zulässige Gesamtgewicht auch mal ausnutzen zu können - allerdings eher auf einer geteerten Straße. Das mögliche Volumen des Hängers wird bei Holz vom Gewicht her nicht an die zulässige Zuladung gehen, insbesondere nicht bei Weichholz. Bei Buche und Eiche etc. wäre ich etwas vorsichtiger mit dem Ausladen des Hängers.


    Soweit meine Sicht der Dinge. Egal für welchen Hänger Du Dich entscheidest. Sammle Erfahrung mit dem Hänger und taste Dich langsam an die Sache heran. Fahr am Anfang lieber ein paar mal öfter und vor allem den Berg runter einen Gang langsamer (es gilt der Merksatz: in dem Gang in dem ich mit der Fuhre hoch komme, mit dem Gang fahre ich auch runter) und komm sicher zuhause an.


    Gruß

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Vielen Dank. Zur Zeit nutzen ich einen 4.4t Drehschemel Zweiseitenkipper. Allerdings hat dieser keine Papiere. Bevor ich da Geld reinstecke habe ich mich daher für was neues entschieden. Gebraucht ginge zwar auch, aber teilweise wollen die Leute mehr als den Neupreis für alte Anhänger.

    Im übrigen nervt mich bei meinem, dass er nur zur Seite Kippen kann. Gerade mit Brennholz wäre das nach hinten abkippen oft schöner

  • Wenn du einen neuen kauftst würde ich einen 6t Einachser kaufen vorausgesetzt du willst einen Einachser.

    Der 6t wir fast das gleiche Lehrgewicht haben wie ein 4 oder 5 tonner.

    Weil da hast du dann noch reserven wenn du doch nal was schwereres fahren musst und es halt geht.

    Wir fahren auch oft mit unseren 45 Geräteträger einen 8t kipper wenn man nur auf feldwegen und straßen fährt geht's im Gelände wirds schwierig.

    Mann muss halt bischen vorrauschauend fahren und mann fährt berge halt langsam rauf.

  • Hallo,

    ich habe mir letztes Jahr, für meinen 231, auch einen neuen Anhänger gekauft.

    Habe ewig gesucht und ........ am Ende ist es ein Reisch REDK 40 in 5t Ausführung geworden.

    Breite Reifen, Boardwanderhöhung, Kornschieber Zugmail hinten, frei Haus für 6880€.

    Ein 2 Jahre alter hätte 6900€ und ein 4 Jahre alter hätte 6600€, beide ohne 5t Ausführung, kosten sollen.

    Bei Reisch wiegt der 6t 200Kg mehr wie der 4 t.


    Grüße Schubi

  • Hallo Mr-vmax,

    die Idee zu einem neuen Anhänger der zugelassen werden kann ist gut.

    Ein neuer Anhänger ist im Gelände und auf der Straße eindeutig im Vorteil.


    Die Bedenken beziehen sich ja überwiegend auf das zul Gesamtgewicht.

    Bei deinem Zugfahrzeug ist das sicher zu beachten.


    Nun frage ich mich, wann wirst du das Gesamtgewicht ausnutzen?

    Bestimmt nicht, wenn ungünstige Wetterbedingungen anliegen oder du auf einen steilen Berg fahren musst.


    Da du als Fahrer für die Beladung zuständig bist, hast du auch die Möglichkeit mit dem Beladen aufzuhören wenn du es für Richtig hältst.


    Gruß Bernard