• Hallo zusammen


    Ich wollte an meinem Farmer3Sa das Getriebe abdichten bzw Hydraulikblock die Hubwelle. Dann die Endantiebe usw.


    Nun ist mir beim Öl ab lassen schon glitzer aufgefallen und nach dem öffnen des Getriebe (Hydraulikblock und schaltdeckel runter) hat sich meine Befürchtung bestätigt hier läuft irgend ein Lager auf. Ich kann viel Messing Abrieb und Gus Abrieb feststellen.


    Nun zu meiner Fragehat das Getriebe überhaupt ein Messinggleitlager und wenn wo ?


    Der meiste abgelagerte abrieb ist unterm Differenzial und und etwas vorderhalb Ausgang Getriebe zum Differenzial.


    MfG Peter :thumbsup:

  • Hallo,

    der Abrieb auf dem Bild sieht irgendwie nach Alu aus? Schau dir mal den Excenter auf der Hubwelle im Hubeerksblock an. Manchmal reibt es den weg wenn der kunststoff tastklotz fehlt.

    Wenn es wirklich messing sein sollte dann fallen mir da nur die Lager der Ausgleichskegelräder ein. Die könnten aus Messing sein.

    Was ist mit den Endantrieben? Hast du die schon zerlegt?

    Diese Arbeit ist etwas kniffelig und schlecht im Handbuch beschrieben. Falls du tips brauchst ich hab das grad an meinem gemacht. Kann ausführlich berichten wenn du bedarf hast...

    Viele grüße

  • Guten Morgen


    Das ist ein guter Vorschlag (Farmer104SA) das Hubwerk hab ich nur mal auf die Seite gelegt das muss ich mir mal genauer anschauen und was auch noch aufgefallen ist sind lauter kleine Gummistücke dachte erst ist viel zuviel Dichtmasse verbaut worden wo hockt den im Hubwerk dieser kunstoff tastklotz? . Das Material wo lch gefunden hab ist zwar Magnetisch aber nicht so stark wie ich es von Eisen gewohnt bin vielleicht ist das ne Mischung aus normalen Abrieb und Alu könnte sein. An das Differenzial hab ich auch schon gedacht laut Ersatzteiliste sind Gleitteller im Ausgleich verbaut. Vielleicht sind die ja aus Messing. Bei den Endantrieben hab ich noch nichts gemacht ausser öl abgelassen und auf die Seite gelegt. Die kommen aber auch noch dran da die undichtichkeit des Getriebes auch aus den Bremsen kam. Und wenn schon mal zerlegt will ich das die nächsten paar Jahre nicht wieder machen müssen :)


    Danke für dein Angebot darauf werd ich bestimmt mal zurück greifen.


    Nächstes Wochenende geht's weiter zuerst mit dem Hubwerk vielleicht kann ich da was feststellen



    MFG Peter und nen Sonnigen Sonntag euch.

  • Guten Morgen,

    der Excenter aus Alus sitzt auf der Hubwelle. Teil Nr. 33


    Ansonsten würde ich folgende Arbeite durchführen wenn Du grad drann bist:

    - O-Ringe Zapfwellenschalthebel wechseln (O-Ring 16x3)

    - O-Ringe Handbremswelle tauschen (O-Ringe 24x3)

    - Wellendichtring Zapfwelle

    - Hubkolben abdichten


    Viele Grüße

  • Ja das war der Plan habe schon DIN A4 2Seiten mit Dichtungen usw. Herausgesucht will vorne hinten Links Rechts einfach alle Dichtungen ersetzen da der Schlepper ja 50Jahre ist und ca 12000-15000bh hat auch vorne das Steuergerät wird abgedichtet. Usw. Den Motor und Einspritzpumpe hab ich die letzten 3Jahre schon saniert sowie die Vorderachse.


    MfG

  • Hallo zusammen


    Heute konnte ich weiter machen und habe den Hydraulikblock zerlegt. Dabei konnte kein Verschleiß an der Kurvenbahn festgestellt werden. Aber ein Riss am Gehäuse. Diesen will ich Schweißen das Gehäuse ist ja glaube ich aus Grauguss?


    Und am Allradantrieb ist eine Welle des zwischen Zahnrad in das Gehäuse des Differenziales eingelaufen.


    Am Montag will ich noch das Zwischengetriebe zerlegen

  • Guten Morgen


    Das habe ich mir auch schon überlegt aber ich denke mir versuchen kann man es ja mal bzw. I habe nen bekannten der da mehr Erfahrung hat der mir das macht. Wenn beim Schweißen auffällt das es nicht richtig verbindet oder wo anderst reißt kann ich immer noch nen anderen block besorgen so investiert man ja nur etwas Zeit und ein paar Guselektroden:)


    MfG Peter

  • Hallo,

    Grauguss zu schweißen ist eine ganz spezielle Angelegenheit. Sollte der gerissene Bereich wirklich aufgrund normaler Betriebslasten in diesem Bereich gerissen sein lässt sich das mit Nickel-Gussschweißen nicht dauerhaft reparieren, da erstens der volle Querschnitt nicht erfasst werden kann und zum zweiten das Gefüge im Schweißbereich ziemlich kaputt ist und nicht die gleichen Festigkeitseigenschaften haben wird wie der gegossene Zustand.

    Guss Schweißen taugt nur in Bereichen, die normalerweise nicht hoch beansprucht sind und nur durch aussergwöhnliche Belastungen einen Gewaltbruch erlitten haben. Sowas wie Ein Frostriss oder bei Nacharbeit von Gussteilen wegen Lunkern in niedrig beanspruchten Bereichen.

    In hoch beanspruchten Bereichen hält die Schweißnaht üblicherweise den Beanspruchungen nicht stand.

    Erschwerend kommt hinzu, dass im Rissbereich Getriebeöl vorhanden ist das bekommt man da nicht raus. Das Öl führt zu Poren.

    Um überhaupt einen nennenswerten Querschnitt der Schweißnaht hinzubekommen muss der Bereich von beiden Seiten V-förmig ausgeschliffen werden.

    Um dies hinzubekommen muss das Gehäuse leer geräumt werden. Das ist dann schon der halbe Weg zum Ersatzgehäuse.

    Wie willst Du das im Bereich der Bohrung machen durch die der Riss läuft? Das müsste ja anschließend nachgearbeitet werden?

    Viele Grüße!

  • Moin.


    Das würde ich jetzt so nicht bestätigen.


    Wenn man Grauguss richtig schweißt, das heißt auch mit vernünftiger Vorbereitung. Hält das genau so oder sogar besser als vorher. Das Gefüge in der Schweißnaht ist besser und weißt weniger Poren oder einschlüsse als der Guss selber aus.


    Wichtig ist das vorbereiten. Wie du schon sagst, ausschleifen, am besten von beiden Seiten. So das in der Mitte nur noch ein ca 1mm Steg stehen bleibt. Dann, ganz wichtig, vorwären auf ca 150-200 Grad. Dann hat sich das auch mit dem restlichen Öl erledigt. Wenn es Risse beim schweißen gibt muss wieder geschliffen werden, dann ist das Material noch zu kalt. Nach dem schweißen MUSS es ganz langsam abkühlen. Am besten das ganze Gehäuse in Sand legen. Wenn es zu schnell abkühlt reißt es wieder.


    Ich hab schon eine ganze mehr Guss geschweißt. Es gibt auch welchen der sich nicht schweißen lässt. Was ich mir aber da nicht vorstellen kann. Der Guss wird schon ganz vernünftig sein wenn er als Getriebegehäuse dient.


    Meine Grundplatte von den Einhängegewichten hab ich auch geschweißt. Hält immer noch und hat schon einiges mitgemacht.

    Gruß
    Sebastian


    Fendt Favorit 610SA Bj.:75

    Fendt Farmer 4SA Bj.: 72
    Fordson Major Bj.: 56

  • Hallo zusammen


    Das Gehäuse ist auf zug beansprucht aber der Riss kommt nicht von Materialermüdung oder Überbeanspruchung sondern ich denke hier wurde das regelsteuergerät abgedichtet und dann beim zusammen Bau die Reglerwelle nicht richtig mit dem Steuergerät eingefädelt und vermutlich diese zuweit gegen das Gehäuse gedrückt und dadurch vermute ich ist der Schaden entstanden der Rest vom Gehäuse hat keinerlei Risse deshalb komm ich zu dem Schluss. Wenn der Riss von Material ermüdung gekommen wäre müsste es wo anderst auch Reisen!


    Aber das stimmt ich muss das Regler Gestänge ausbauen dann wäre ein Tausch auch nicht mehr viel Arbeit.


    Zum Schweißen werde ich von beiden Seiten leicht einschleifen und mit so wenig Hitze beim Schweißen wie möglich Arbeiten. Den Bereich der Bohrung dachte ich werde ich auslassen.


    Wie gesagt ich versuche es wenn's nicht's wird habe ich ja nicht viel verloren defekt ist es jetzt auch schon :(


    Mfg Peter

  • Hallo,

    neben dem warm schweißen ist kalt schweißen eine weitere Strategie beim Guß schweißen. Wenig Strom, kleine Elektroden, kurze Raupen, immer wieder abkühlen lassen, Zwischenlagentemperatur bei 60...70°C halten. Aber am absolut wichtigsten ist, wie bei der warmen Variante, das Abhämmern sofort nach jeder Raupe.

    Wegen dem Loch, einen passenden Kupferbolzen einsetzen, der pro Seite 0,5 übersteht. Da kann man drüber weg schweißen, hinterher putzen und wieder rausklopfen.

    Gruß René

  • Es ist auf jeden Fall unheimlich Zeitraubend und wird bei so einem Riß sicher einen ganzen Tag verschlingen. Der Vorteil ist aber, daß man keinen Ofen oder Brenner braucht sowie weder Sand noch Asche oder ähnliches. Vor allem muß man das hinterher dann nicht wieder aus jeder Ecke rauskriegen.

    Wie schon erwähnt, jede Schweißraupe sofort gut Abhämmern, am besten von einem zweiten Mann.

    Ich finde es gut, was vernünftig zu reparieren ist auch zu erhalten.

    Gruß René

  • Um das richtig zu schweißen, sollte das Gehäuse leergeräumt und vorgewärmt werden.


    Den Riss tiefer schleifen, um Platz für das Schweißmaterial zu schaffen, kann auch mit der Messer-Griesheim Schweißelektrode "SH Grün" mit Gleichstrom und mit Minuspol in der Zange geschweißt werden.


    Danach das Gehäuse zudecken und notfalls mit Heizlüfter über Nacht in nicht brennbarem Raum ganz langsam runterkühlen lassen, sonst platzt der Gehäuseblock aufgrund gigantischer Verspannungen völlig woanders auf!


    Besser ist das.


    Rudolf


  • Hallo zusammen


    Zu meinem Thema Späne im Getriebe habe ich heute nen kleinen Zwischenbericht bzw habe ich noch ein paar Fragen wo mor ihr vielleicht helfen könnt.


    1. Das Gehäuse des Kraftheber ist aktuell beim Schweißen das hab ich soweit vorbereitet.


    2. Habe ich das komplett Schaltgetriebe ausgebaut und begutachtet auf Verschleiß oder irgendwelchen defekt. Dabei sind nur verschlissene Synchronringe aufgefallen. Diese habe i

    Ich mir besorgt sind nicht ganz günstig 560€ aber bei dem mit 5 gekennzeichneten Zahnrad bringt der neue Ring nicht's mehr. Da müsste das ganze Zahnrad erneuert werden.

    Dazu meine Frage gibt'svielleicht Synchronringe mit Übermaß? Und bin ich da schon richtig ist es der 5Gang?


    3. Dann habe ich heute das Differenzial zerlegt und konnte keinen übermäßigen Verschleiß an den Druckscheiben feststellen vielleicht 2-4hundertstell wenn es die noch gibt werde ich sie auf jeden Fall erneuern.


    4. Beim reinigen des Getriebes ist mir ein Lagerrest aus Messing aufgefallen. Dieses kann ich nirgends zuortnen wo es hin gehört siehe bild 3 -4 hat von euch jemand ne Idee wo das raus sein könnte? Der Schlepper ist von der Fahrgestellnummer sehr niedrig unter 3000 und er hat ein Allradantrieb!


    Für Tip's und Ratschläge würde ich mich wahnsinnig freuen


    MfG Peter


    Und allen Fendt freunden ein schönes Wochenende