Schwerer Unfall

  • Hallo
    Beim mulchen ist bei uns in der Region ein schlimmer Unfall passiert. Der Fahrer hatte die Heckscheibe auf, schaute Rückwärts
    beim Lauf der Maschine beobachtete er den Vorgang und dann passierte es: Eine Krampe schoss aus dem Mulcher nach oben direkt
    in sein Auge. Er ist nun auf dem Auge blind und wird wohl auch seine CE Führerschein verlieren. Ob er seiner Tätigkeit als Fahrer weiter
    nachgehen kann ist deshalb ungewiss...

  • Das Auge wird sehr wahrscheinlich vom Körper abgestossen, da es von der Krampe total zerstört wurde, ist jetzt schon schwarz.
    Er hatte jedenfalls das Glück das die Krampe knapp vorm Gehirn zum stehenkam, nicht auszudenken was das für Folgen gehabt hätte.
    Ich hab nun immer die hintere Scheibe zugeklappt bei Maschinen mit hochdrehenden Schnittwerkzeugen.
    Allein beim Gedanken daran läufts mir kalt den Rücken runter

  • Moin,


    oh ha, dass ist übel.
    Aber mit dem Schutz ist das so ne Sache. Ich schaue beim Mulchen nicht nach hinten wenn die Maschine unten ist, geht aber leider nicht immer. Bei Kabinenschleppern hab ich die Scheibe generell zu, bei solchen arbeiten. Mir ist einmal beim mulchen, trotz vorschriftsmäßigen intakten Schutz, ein Stein direkt am Kopf vorbeigeschossen (ich habe den Luftzug am Ohr gespürt) und durch die Frontscheibe vom Fritzmeyer Verdeck
    gedonnert. Da wird einem echt anders. Und auch geschlossene Heckscheiben sind keine Garantie. Schutz am Mulcher und Scheiben können die Geschosse manchmal nicht aufhalten, nur etwas abbremsen.


    Gruß Kai

  • Hallo, :huh:


    da ich seit zwei Sommer auch regelmäßig mit dem Mulcher arbeite, stimmt mich dies alles sehr traurig! :S


    Ich habe aber weder eine Scheibe noch einen anderen Schutz nach hinten zum angebauten Mulcher.
    Das es beim Anheben und zurück setzen nicht ganz ungefährlich ist möchte ich bestätigen.
    Aber dies auch nur, wenn man die Welle hinten noch am Laufen hat!


    Ich denke ansonsten setzt sich bei mir nur der Staub, grober Schmutz auf den Heck des Schleppers ab.
    Das direkt Material nach hinten in die Kabine geworfen wird, kann ich mir nur vorstellen?
    Wenn etwas grobes (Steine, Metallteile u.ä.) nach hinten ausgeworfen werden und durch einen dort befindlichen Wiederstand (Abpraller)
    nach vorn zum Fahrer schleudert (gelangt)!


    Aber auch am Mulcher befinden sich hinten ein flexibler Gummischutz der das hilft zu verhindern?


    Es klingt jedenfalls alles nach einen nicht alltäglichen, sehr bedauerlichen Unfall!


    Gruß

  • Meine erste Tätigkeit war jetzt nach dem Aufstehen den PC hochzufahren
    und die Forumseite aufzurufen, und als ich den Eintrag mit dem Unfall las, da hatte ich gleich wieder an meinen gedacht.


    Jetzt tut sich natürlich bei mir ein großes Problem auf.
    Ich wollte mir einen Mulcher zulegen, ihn an meinem 230er GT betreiben.
    Wenn ich die Nachricht meinem Weibchen mitteile, na dann sehe ich mit der Anschaffung schwarz.


    Seit zwei Jahren hat mein Nachbar das meiste Gras für seine Karnickel (ca. 80 Stück) abgenommen, hatte es nur bei Bedarf
    mit dem Grillo abgemäht und er hat es sich geholt. Bei guten Wetter konnte ich ab und an auch mal Heu machen.
    Jetzt, den letzten Sommer sind ihn alle Karnickel eingegangen, der Virus hat hier im Umfeld fast alle Hasen getötet.
    Er will sich jetzt nicht mehr so viele halten, also was mache ich mit dem ganzen Graswuchs übers Jahr, war froh mir eine Menge an Arbeit mit
    dem Abtransport und Kompostieren zu ersparen.
    Da war die Überlegung einem kleinen Mulcher zum "Schrettern" einzusetzen, wenn es auch vom Gelände nicht so pralle ist, aber der GT hat eigentlich
    eine gute Hangtauglichkeit.


    Der bedauerliche Unfall ist nun mal geschehen, jetzt bekomme ich wirklich Zweifel mir das Gerät anzuschaffen.
    Aber wenn ich die Konstruktionen der Mulcher anschaue, da frage ich wie das überhaupt möglich ist.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
    Ist die Regierung des Volkes Untertan, dann geht's dem Volk gut, es geht voran.
    Ist das Volk Untertan der Regierung nur, dann spricht man von einer Diktatur.


  • Hi,


    ein wirklich übler Unfall, dem Betroffenen nur das Beste!


    Unter Krampe verstehen wir solch einen "U-förmigen" Nagel welcher für die Befestigung von Weidezäunen etc. verwendet wird?
    Man könnte nun spekulieren, was hier falsch gelaufen ist ... aber da gäbe es wohl unzählige Varianten und würde den Betroffenen auch nicht helfen.


    Mir hat es vor Jahren mal den rechten Spiegel angeschossen... seit dem klappe ich die Spiegel immer nach vorne weg.
    Vermutlich wäre es am sichersten, den Mulcher in der Fronthydraulik zu fahren?


    Ein Kumpel hat dieses Jahr im Grünland tatsächlich zwei seiner rechten Vollglas-Türen verloren, ausgelöst durch Steinschlag vom hinteren Kreiselmähwerk, die Schutztücher
    waren alle okay. Mal mäht man 5 Jahre ohne Zwischenfall ... dann hat man mal wieder Pech. Ein Schutzgitter oder großes Plexiglas wäre eine Option ...


    Kreiselmäher und Mulcher haben durch die schnelllaufenden Werkzeuge schon größeres Gefahrenpotential ... aber wenn man zusieht das alle Sicherungs- und Schutzeinrichtungen intakt sind und die Einstellung und Tiefenführung bestmöglich angepasst ist, hat man das möglichste getan.


    @ Stepegt


    Man darf sich durch solche Unfallmeldungen auch nicht zu sehr abschrecken lassen - auch wenn ich deinen Hintergrund verstehe!
    Solche schweren Unfälle rütteln natürlich wach und geben zu denken - aber wie viele tausende HA werden bearbeitet ohne Zwischenfälle ...


    Mach dich mal schlau über die diversen Bauarten von Mulchgeräten.
    Neben den klassischen Schlegelmulchern mit Hammerschlegeln oder Y-Messern gibts auch noch Sichelmulcher.
    Denke neben dem Aufgabengebiet liegt hier evtl. auch schon ein größerer Unterschied von der Neigung zu Querschlägern...

  • Ich weiß, ich bin jetzt vielleicht übervorsichtig.
    Das wird mich noch eine Weile beschäftigen, aber es ist ja auch noch nicht soweit, sollte erst im Frühsommer gekauft werden.


    Bezüglich der Ausführungen diverser Hersteller bin ich eigentlich an einen Fabrikat von DELEKS hängengeblieben,
    den LINCE SP-130 Schlegelmulcher (Hammerschlegel) mit Seitenverstellung, siehe unter dem Link.
    ( http://www.deleks.com/de/schle…er-seitenverstellbar.html )


    Ich weiß, es gibt auch was besseres. Es gab ja auch schon genug Beiträge diesbezüglich hier im Forum.
    Aber auf meinem Gelände mit den 30 PS des Xavers möchte ich in der Arbeitsbreite nicht über 140 cm hinaus, und die mech. Seitenverstellung sollte
    auf den kleine Einzelflächen, den Abfassen der Randbereiche auch ausreichen.
    Vielleicht stelle ich mal ein paar "ausdrucksstarke" Geländebilder hier ein, wegen der besseren Verständnis, der Vorstellung Hanglage, wenn ich mich auf unser Gelände beziehe.
    Auch der Preis spielt ja noch eine Rolle, Kosten- / Nutzenfaktor ;) bei dem wozu ich in brauche, bin ja kein Landwirt, will nur ein wenig Ornung halten.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
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  • Auch der Preis spielt ja noch eine Rolle, Kosten- / Nutzenfaktor bei dem wozu ich in brauche, bin ja kein Landwirt, will nur ein wenig Ornung halten.

    Hey Peter, :)


    ich kann genauso wenig mitreden wie die meisten Landwirte hier im Forum welche schon Jahre Erfahrung mit Schlegelmulcher dgl. haben.


    Aber der Satz oben für die Größe deines Schlepper und den Einsatz denke ich ohne Bilder zu sehen von deinen Flächen, hast du eine
    gute Wahl getroffen. Bei der Auswahl ist die Verstellbarkeit gegenüber meinem ein weiteres Plus.
    Ja und aus meiner zwei Jähriger Praxis ist die Größe bis (140cm), ebenfalls gerade so für die Leistung der Schleppergröße ausgelegt.
    Jeder hat so seine Art eine Maschine zu bedienen? Das kann bis an die Leistungsgrenze gehen aber muss meiner Sichtweise nicht sein?
    Ich nutze ihn allerdings oft auch in sehr verwachsenen Flächen und habe dazu in anderen Beiträgen schon meine Erfahrungen beschrieben.
    Also lasse es mich wissen wenn du mal deine Erfahrungen damit wirklich gesammelt hast?
    Bin ja immer noch der Meinung bis dahin sprechen wir uns vielleicht einmal?
    Ansonsten immer noch ein toi, toi, toi auf deine Gesundheit bezogen! :thumbsup:


    MfG

  • Moin Peter,


    wenn du nur die Grasfläche zu mulchen hast, wäre ein Sichelmulcher wahrscheinlich die bessere Wahl.
    - Sichelmulcher benötigen bei gleicher Arbeitsbreite weniger Leistung
    -sind leichter, niedriger (Hanglage...)
    -ist etwas "sicherer" im Betrieb, da keine Schlegelwelle das Mulchmaterial gegen die Fahrtrichtung nach oben schmeißt, sondern eher zur Seite, dann können immer noch Steine unter dem Schutz herausschießen, haben dann aber meist nicht den starken Drall nach oben, sondern fliegen flach über den Boden
    -Sichelmulcher hinterlassen eine saubereres Schnittbild


    Aber bringt dir alles nichts, wenn du das Gras nen Meter hochwachsen lässt, oder auch leichtes Gestrüpp "bearbeiten" willst, dann brauchst du nen Schlegelmulcher.


    Und nochmal zu den Schutzvarianten an den Mulchern:
    Egal ob Ketten, Eisenklappen oder doppelte dicke Gummileisten, meist halten sie alles sicher auf, wenn aber ein Stein, Krampe, Holzstück oder ähnliches im "richtigen" Moment von z.B. einem schweren Hammerschlegel erfasst wird, dann gibt es einfach kein Halten.


    Sehr schwere Ausführungen von Schlegelmulchern werden im Obstbau auch zum häckseln von Schnittgut genutzt (mache ich ebenfalls), einige Mulcher kriegen auch dicke Äste (bis zu 10cm) von z. B. Altanlagen klein. Da ist man froh, wenn das Ding im Frontanbau läuft. Dann muss man nur wieder höllisch aufpassen, wenn man zum Reihenende kommt und am Vorgewende ein Weg verläuft wo ständig Leute lang laufen können.


    Gruß Kai

  • Danke Kai,


    was Du schreibst mir auch schon alles durch den Kopf gegangen.


    Klar, der Sichelmulcher gäbe ein besseres Schnittbild, aber auf meinem Gelände !
    Ich habe kaum ein Stück gerade Fläche, die Flurstücke sind auch nicht groß und ich kämpfe seit Jahre gegen
    die Wühlmäuse.
    Die Viecher hatten es schon fertiggebracht, dass wir mal in einem Frühjahr 5 gehäufte Schubkarren Erde wegfahren mussten,
    da sind auch eine Menge größerer Stein mit dabei gewesen. Die Haufen bekommen den Sichelmessern sicher auch nicht gut.
    Ich sehe es bei meinen Nachbarn wenn er mit seinem 6,5 PS Trommelmäher loslegt. Die Steine fliegen durch die Gegend
    und die Messer sind schnell stumpf.


    Ich stelle mir vor, dass ich mit einem Schlegelmulcher auch den Boden im laufe der Zeit etwas glätte und den Wühlmäusen
    durch die Vibrationen und den Lärm den Tag versaue.


    Bezüglich meiner "Flächen" muss ich doch mal ein paar Bilder einstellen.
    Ich weiß was eine Fläche beim Landwirt ist, was bei mir an solchen Flächen vorhanden ist, ist eingezäunt und verpachtet.
    Da grasen die HIPP-Kühe trüber, die Rinder kommen mal später in die Babynahrung.


    Aber ich denke, der von mir ins Auge gefasste Mulcher von Deleks sollte seinen Zweck erfüllen.
    In diesem Preissegment gibt es keine großen Unterschiede, wichtig war mir die Seitenverstellung, wenn auch nur per Hand.


    SO, NUN IST ES WIEDER SOWEIT, WIR KOMMEN VOM EIGENTLICHEN THEMA AB ;) ,
    ABER TROTZDEM DANKE FÜR DIE MULCHERKOMMENTARE.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
    Ist die Regierung des Volkes Untertan, dann geht's dem Volk gut, es geht voran.
    Ist das Volk Untertan der Regierung nur, dann spricht man von einer Diktatur.


  • ... und kein Umsturzbügel.


    Ein Sicherheitsbügel hätte sicherlich den Schlepper davon abgehalten zu rollen und währe auf der Seite zum Liegen gekommen.


    oder??


    Stimmt Thomas der war aber abgeklappt damit er unter den Bäumen durch kommt, geht oft nicht anders wobei ich bezweifle das der angebaute Bügel gehalten hätte so wie der aussieht.
    Gruß Peter

  • Moin,


    schlimm solche Unfälle...


    Zum umgestürzten Eicher:
    Wir haben ja einen ähnlichen Eicher mit nur 95cm Außenbreite.
    Ohne diesen kleinen "spiddeligen" Bügel wäre es fraglich, ob mein Vater und ich überhaupt noch leben würden (klar, "man kann ja noch schnell abspringen..." =O )
    Auch so ein Schmalspur kippt spät, aber er kippt, irgendwann. Und ich kann nicht einen einzigen verstehen, der diese Bügel auch an Standardtreckern abbaut, weil dass ja nich aussieht :cursing: . In den alten Spargelanlagen ist uns der Eicher fast jährlich umgestürzt, nie ist was passiert, dank Bügel! Ok, in den Reihen ist er dann meistens nur an den Damm gekippt, wäre auch ohne Bügel gut gegangen. Aber an der Grabenböschung hätte es definitiv kein Halten gegeben. Durch den Bügel der dabei verbog, haben wir den Eicher mit dem Gt einfach nur wieder hingestellt, den Schrecken sacken lassen und es konnte weiter gehen.


    Also benutzt immer einen Bügel, auch wen die Kiste nur ins Nachbardorf gefahren wird. Und wenn unter alten Bäumen oder niedrigen Gebäuden der Bügel runter muss, man kann dann auch wenigstens einen steckbaren oder klappbaren Bügel sich bauen oder bauen lassen. Aber deswegen gar keinen dran machen, niemals.


    Stellt euch mal vor:


    Land- oder Kreisstraße 100er Zone
    lange Linkskurve, ihr fahrt mit nem ausgewachsenen Trecker (im anderen Fred war ja gerade die Frage beim Favo 4s) mit 30km/h in die Kurve.
    Es kommt nur ein kleiner Polo mit erhöhtem Tempo (120-130km/h) angeschossen, kriegt die Kurve nicht mehr, schrammt noch am Vorderrad vom Trecker vorbei und jagd mit der Schnauze voraus unter das linke Hinterrad...
    Sehr wahrscheinlich wird der Favo nicht einfach etwas zur Seite geschupst, sondern nutzt den kleinen Polo als Sprungschanze für die linke Seite, Trecker kippt und dann kommte der Graben und dann ohne Bügel und wenn dann noch gerade die Kinder mit bei sind... :/ .


    Und wie schnell selbst Großtraktoren von kleinen Autos umgeschmissen werden können (einfach weil die Autos als Sprungbrett für die Trecker fungieren), naja das ließt immer Wieder bei Unfallberichten in den Medien.


    Gruß
    Kai

  • Ich hab meinen F15 H6 wirklich ausschließlich zum Spass und bislang noch keine Möglichkeit gefunden mich mit einem alten Pflug oder Mäher zu betätigen. Trotzdem war eines der ersten Ersatzteile die ich besorgt habe ein Überrollbügel.
    Bei einer der ersten Spritztouren hab ich mich im Gelände etwas verfahren und dachte nur noch die Wiese hoch und die kleine Böschung, dort ist dann wieder ein Weg. War auch so, nur musste ich für diese kleine Böschung noch mal zurückschalten in die kleine Gruppe. Und in der fährt der Schlepper an wie ein bockiges Jungpferd. Vorderräder kurz in der Luft, aber alles gut gegangen. Bis auf die volle Hose. =O
    Außerdem gibt´s bei uns einen 1050 Vario, und wenn ich mit einer Seite in dessen Furche gerate lieg ich auch da 8|
    Kurzum, auch beim Oldtimer ist mir in dem Punkt die Optik schnuppe.
    Ich will leben!!!

    Grüße aus dem schönsten Bundesland der Welt 8)


    Nun denn, die Hand ans Werk,

    die Herzen himmelan,

    denn im Zaudern liegt die Gefahr.