Posts by Universaldilettant

    Eine letzte Nervenprobe hielt dieses Ölleitblech noch bereit

    Das sammelt Öl und leitet es zum linken Lager hinter dem Ritzel.

    Befestigt wird es mit dieser einen Schraube

    Die Schaltwelle der Zapfwelle muß vorher rein, passt am Blech nicht vorbei. Die Schraube muß von unten hochgeschoben werden. Da passen aber auch keine Finger am Blech vorbei. Also die Schraube mit viel Fett ins Loch einkleben, berührungsfrei das Blech drüber stülpen, mir der Spitzzange die Schraube fassen und die Mutter aufdrehen. Da flog schon einiges an Werkzeug durch die Garage ab dem 10ten Versuch. Aber: Beharrlichkeit wird belohnt, irgendwann hat´s geklappt.

    Ein bisschen muß die Rinne noch angepasst werden, da das Ritzel ja ein gutes Stück größer ist.


    Hier noch das zweite Ölblech für das rechte Lager.


    Ein letzter Blick, Augen zu und Deckel drauf



    Hoffe ihr fandet´s spannend.


    LG

    uli

    Hier noch der Rest der Aktion:


    Das linke Lager kann nun von außen eingesetzt werden. Es findet seinen Anschlag an der Welle nach innen und ist nach außen durch den Getriebedeckel gesichert. Auf dieser Seite muß beim Zf Getriebe keine weitere Einstellung vorgenommen werden.


    Die Stützringe (so heissen die Einstellscheiben) gibt´s beim Industriebedarf für Centbeträge. Ich hab mir da zwei mit 5 Zehntel und noch 5 mit 1 Zehntel besorgt.

    Zwar war die Einstellung mit einer Zehntelscheibe gefunden doch halten sich die Kosten wirklich im Rahmen.



    Und ich würde mal sagen: viel besser geht´s nicht

    Zum Kontrollieren vom Schaltgetriebe her drehen, wie auch später die Kraft läuft.


    Das weitere ist eigentlich nur noch zusammenbauen.

    Neues Lager im Achstrichter



    Die Dichtmasse hab ich in mehreren Ringen aufgetragen. Einmal in der Ecke, einmal innerhalb der Bohrungen und einmal außenherum.

    Einsetzen ist eigentlich unspektakulär.

    Darauf achten daß die Dichtung rundherum etwas austritt. das kann nach dem Trocknen mit dem Teppichmesser abgeschnitten oder überlackiert werden. Ganz nach Belieben.


    Ein letztes Problem gab´s noch. Die neue Welle hat keine Nut für das Sicherungsblech der Nutmutter. Das wurde mit Schraubenkleber hochfest gelöst. Der muß zum Lösen auf 300°C erwärmt werden. Wobei ich hoffe das nicht wieder öffnen zu müssen

    An dieser Seite werden übrigens die Stützringe zum Einstellen unterlegt. Zum Messen muß der Deckel montiert und die Welle mit dem Gummihammer ganz nach rechts getrieben werden. Der Kegeltrieb schiebt immer nur nach rechts.

    Jetzt kommt sicher der spannendste Teil auf den alle warten. Die Zwischenwelle einbauen.


    Am neuen Ritzel wie auch am Tellerrad sind Passfedern verbaut. Die sollte man vorher unbedingt ausprobieren ob die Passung stimmt. Sowohl in die Welle wie auch in die Ritzel muß sie sich leicht einlegen lassen bzw durchgleiten können.

    Ich hab die mit einem leichten Kantenbruch versehen und an den Seiten eingepasst.

    Für den Kantenbruch eignet sich solch ein übel geschundener Stein auf dem Dremel. Zum einpassen eine Schmirgelhülse. Zwar darf die Feder kein fühlbares Spiel haben, aber wenn sie nicht in die Nut passt frisst sie sich fest und es gibt erhebliche Probleme.

    Natürlich ist im Folgenden auf absolute Sauberkeit zu achten. Sowohl Welle wie auch Hülsen, Ringe und Ritzel müssen picobello Staub und Spahnfrei sein.

    Der kleinste Krümel kann die Welle zum "fressen" bringen.


    Das ist die Anordnung zu Beginn. Das rechte Lager ist schon eingesetzt und alle Teile auf die Welle gesteckt.


    Als Distanzstück eignet sich das alte Lager ganz hervorragend. Die neue Welle hat an der Stirnseite ein M16er Gewinde zum Aufziehen.

    Da anfangs die Nut vom Tellerrad noch von Ritzel und Distanzhülse verdeckt ist, hab ich das Ritzel gegen das Tellerrad abgestützt. Natürlich kann man auch mit dem Tellerrad aufziehen, aber dann muß es später wieder runter um die Feder einzulegen. Ein bisschen Wärme schadet nicht, nur nicht über 100°C wegen der Oberflächenhärtung.


    Im späteren Verlauf hab ich drei gleichlange Aluminiumstücke genommen damit nichts verkanntet. Da sieht man jetzt schön die Arbeitsweise beim Aufziehen. Die Gewindestange ist eine 12.9er Spindel zum Spannen auf der Fräsmaschine. Die braucht´s auch. Alles andere reißt ab oder das Gewinde kapituliert.



    Erst wenn das Ritzel in seiner Endposition ist gibt es die Nut des Tellerrades frei. Das passt gerade so vom Platz, weil jetzt das Tellerrad rechts und das Ritzel links am Gehäuse ansteht. Nun kann aber die Feder eingelegt werden und wie gehabt mit der Spindel das Tellerrad aufziehen.

    Und voila ….

    Passt!:)

    Hier ist der Zahnkranz aufgesetzt. Die Schrauben und Sicherungen fehlen noch.



    Mit dem kleineren Kranz ist das Differential deutlich handlicher und lässt sich in einem Stück in den Linken Achstrichter einsetzen.


    Übrigens finden sich die gleichen Angaben wie oben auch auf dem Kegelrad des Antriebes für die Riemenscheibe wieder. Seriennummer und Abstand Mitte Zapfwelle.


    Der ging´s dann als nächstes an den Kragen. Hier sollte das Lager und der Simmerring erneuert werden.

    Dazu Sicherung öffnen und Tellerrad abziehen. Geht ganz gut mit Wärme, Montiereisen und sanfter Gewalt. Achtung: nur Tellerrad abziehen, nicht die Welle aus dem Deckel schlagen. Unter dem Tellerrad ist noch ein Segerring der das Lager im Deckel hält. Bruchgefahr.

    Danach liegt aber alles frei und man kann Lager und Simmerring tauschen.


    Im Deckel gibt es auch wieder Distanz-, oder Stützringe mit denen das Flankenspiel Zapfwelle - Riemenscheibe eingestellt wird.


    Die Ringe hab ich einfach nur schön sauber gemacht mit der Stahlbürste. Achtung, die sind teilweise sehr dünn; nicht knicken bei der Aktion.


    Dichtfläche noch reinigen …..



    ….. alles wieder zusammenbauen und die Zapfwelle ist einsatzbereit.


    Fortsetzung folgt demnächst ….


    LG

    uli
































    So, wie versprochen geht´s hier auch noch mal ein Stück weiter.


    Nachdem das Differential nun ausgebaut da liegt, kann man´s zum Reinigen und Nachsehen auch mal öffnen. Ich kann´s nicht fassen, aber hab vergessen Bilder vom Inneren zu machen. Deshalb nur die Beschreibung.

    Außen sitzen drei Passstifte die man austreiben muß und kann dann die zwei Hälften auseinander heben. Vorsichtig, damit keine Teile runterfallen. In den Hälften gibt es zwei Lagerbuchsen mit Ölkanälen. Die kann man reinigen und nachsehen ob noch alle Zähne da sind. Das war´s dann auch schon.




    Hier mal nochmal der Vergleich der Zahnkränze.


    Hier noch mal ein Blick in das leere (fast leere) Gehäuse.

    Wenn nun einmal alles so freiliegt, hab ich natürlich auch alle erreichbaren Lager getauscht.

    Die Lager sind alle noch zu bekommen, nur das linke der Zwischenwelle ist ein Pendelrollenlager und im Vergleich zu den anderen schweineteuer.(ca 180,- die anderen zw. 30 und 40 Eur) Aber hilft ja nicht, was mut dat mut.


    Auf dem Kegelrad finden sich zwei Zahlen. Zum einen die Seriennummer des Satzes, findet sich auch auf dem Tellerrad wieder, und zum anderen das Maß vom Boden des Kegelrades (Lagerseite) bis Mitte Zwischenwelle. Das kann man mit einem großen Tiefenmaß messen, wenn man den halben Wellendurchmesser dazu addiert und das Tiefenmaß dann von hinten an die Zwischenwelle anlegt.

    War hier aber nicht nötig, da die Zwischenwelle ja zentriert bleibt, also der Abstand sich nicht ändert. Braucht man aber falls die Hauptwelle vom Schaltgetriebe ausgebaut wird.


    Auf dem Tellerrad steht auch wieder die Seriennummer, die der auf dem Kegelrad entsprechen muß. Die zweite Zahl gibt das Flankenspiel an, in diesem Fall 2,4 Zehntel oder 24 Hundertstel.


    Fortsetzung folgt..….

    Und sobald die Kiste leer ist,


    beginnt auch schon die Putzarbeit

    Das geht ganz gut mit einem langen Pinsel und einer Dieselspritze


    Gute Gelegenheit auch überall die Gewinde nachzuschneiden

    Erleichtert später den Zusammenbau


    Ganz nebenbei hab ich im Getriebe auch noch einen Kriechgang gefunden.

    Der versierte Beobachter bemerkt sofort die vierte Schaltgabel auf der linken Seite. Heißt; der Kriechgang liegt neben dem 4. Gang. Der Schalthebel muß aber wie für den Rückwärtsgang angehoben werden. Probierts mal aus. Vielleicht findet ihr ja auch einen.:huh::)


    Jetzt nur noch das


    dashier


    und das da einbauen, und schon ist der Schnellgang drin. :-)

    Das ist übrigens der Lieferumfang von Traktorschnellgang.de

    Eine neue Zwischenwelle, ein Ritzel, eine Distanzscheibe und ein Ritzelrad für`s Differential.

    Hier zum Vergleich mal noch die alte Welle.

    Das neue Ritzel ist so groß, das es nicht durch das Loch im Getriebe passt. Deshalb wird es wie das Tellerrad im Getriebe auf die Welle gezogen.


    Noch schnell das neue Ritzelrad montiert und Feierabend für heute.


    LG

    uli

    Als nächstes kommt die Zapfwelle raus. Das geht recht einfach. Schrauben am Heck lösen und mit dem dicken Gummihammer von innen den Deckel austreiben. Sobald der aus der Passung ist kann man die Welle mit Deckel herausnehmen.


    Hier noch ein Hinweis zur Schaltmuffe: Das schräge Ende zeigt nach hinten.



    Dann den rechten Achstrichter ab. Achtung, das Ding ist schwer.


    Und nun beginnt das Tetrisspiel mit einem 40 Kiloklotz. Da ich nur einen Achstrichter ab hatte ging´s im Getriebe eng zu um da Differential herauszuheben.


    Da bleibt sehr wenig Spielraum. Um an der verbliebenen Antriebswelle vorbei zu kommen, hab ich im Getriebe die Schrauben des Zahnkranzes entfernt.


    Am Ende meiner Kräfte war das Teil dann raus

    So, irgendwann muß ich mich ja mal dransetzen und den Bericht weiterführen.

    Die Welle ist also draußen, aber hier noch die Details:


    Der Deckel mit der Differentialsperre wurde entfernt und gibt nun den Blick auf das Lager der Zwischenwelle frei. Hier wird später auch das Spiel eingestellt. Das geschieht mit Distanzringen die auf dem äußeren Lagerkranz aufliegen.

    Hier ist das Sicherungsblech und die Mutter gelöst.

    Viele Fotos um später genau zu sehen wierum alles zusammen war.




    Erster Akt geschafft; Zwischenwelle raus