Bobberle berichtet

  • Hallo,


    ich war mal wieder im Wald und habe nach den Schwarznüssen etc. gesehen. Vorab, die Hüllen sind nicht das Gelbe vom Ei für die Schwarznüsse. Die Drahthosen haben sich da besser bewährt - zumindest macht es nach dem ersten Jahr schwer den Eindruck. Und die paar ungeschützten Schwarznüsse sind bis jetzt nicht verbissen - hoffentlich bleibt es so ;)


    Allerdings hatte ich mir mehr Längenwachstum erhofft. Ich vermute bzw. glaube, dass es von zwei Faktoren abhing. Einerseits hatten wir ein doch recht verrücktes Jahr - zuerst pitschnass, dann heiß und lange trocken. Andererseits dürfte es auch schlicht und ergreifend am Pflanzschock liegen - auch junge Bäumchen möchten eigentlich nicht einfach so woanders ihre Wurzeln schlagen müssen ...




    Und dann gab es kürzlich noch ein dringendes Projekt. Ich heize mein Häuschen mit einem Kachelofen. Der Kachelofen hat auf dem Brenner eine Art Wasserschiff. Man kann über die sogenannte Moritzklappe zwischen den gemauerten Zügen und eben dem Wasserschiff umschalten.


    Und so sieht die Moritzklappe aus:

    Man sieht an dem von unten und an dem von rechts kommenden Rohr die beiden Enden der Wellen, auf denen je ein Klappe sitzt. Auf der Rückseite stehen beide Wellen über und sind per Gestänge miteinander verbunden, so dass beide Klappen parallel miteinander laufen - wobei eine Klappe zu und die andere Klappe offen ist. Und auf der Rückseite sitzt auf der Welle eine flexible Welle, die an die Stirnseite des Kachelofens in einen Hebel mündet. Leider, es passiert ja immer dann wenn man was braucht, ist die Welle etwas lasch geworden und will, wenn der Kachelofen so richtig schön warm ist, die Moritzklappe nicht mehr so recht rumwerfen :rolleyes:


    Nun ja, so sieht dann das Loch im Kachelofen von außen aus ...


    Ursprünglicher Plan war, auf die durchgehende Welle einfach einen Vierkant per Adapter aufzusetzen. Nur Pustekuchen - bei dem Baujahr der Moritzklappe geht die Welle schlicht mur auf einer Seite durch - und die ist hinten :cursing:


    Also Plan B. Man schaffe das Schweißgerät ins Wohnzimmer und versuche im Blindflug einen Vierkant direkt draufzuschweißen 8o

    Operation gelungen, der Vierkant ist mittels Kreutzgelenk (wer schafft es schon von außen durch den Mantel des Kachelofens in absolut einer Flucht ein Loch zu bohren ^^ ) an eine der beiden Wellen angebrutzelt und die Klappe lässt sich wieder bedienen :) :)


    Nun hat ja der Kachelofen ein Loch. Anfangs wollte ich es einfach wieder mit Schamotteplatten zumauern und anputzen. Hmmm, aber was ist wenn dann doch ... und außerdem, da liegen doch noch ...

    ... genau, ein paar rostige Teile liegen da noch rum :)

    Dann tun wir mal ein wenig den Rost entfernen ...

    Sieht gleich viel besser aus.


    Und das gleiche Spiel nicht nur mit dem Rahmen ...


    Natürlich mussten an den Rahmen noch ein paar Blechlaschen als Halter zum umknicken. So konnte ich den Rahmen einigermaßen fixieren und anschließend mit Schamottemörtel in echter Handarbeit einmauern. Das Ergebnis, so finde ich, lässt sich sehen :)


    Und dann auch noch mit der Klappe dran - als ob das Türchen schon immer dahingehört hätte :)


    Und ja, man sieht wo der Kachelofen seine wärmste Stelle hat :D Ich weiß, da muss demnächst mal wieder frische Farbe ran - aber wir sind uns über die Farbgebung noch nicht einig geworden :saint:


    Ich wünsche Euch viel Spaß und ruhige letzte Adventstage,

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo Bobberle,


    ein Kachelofen ist eine sehr schöne Wärmequelle in einer Wohnung und man ist gewisser weise unabhängig von Gas und Öl.

    Wir haben auch einen Kachelofen 1993 eingebaut, der hatte einen Brunner Heizeinsatz KTE7. Für diesen Heizeinsatz gab es ab 2014 keine Ersatzteile mehr. Nun haben wir den Heizeinsatz durch einen neuen Brunner KKE 33 ersetzt. Dieser benötigt etwas weniger Holz, heizt aber auch nicht so wie der alte Kachelofeneinsatz. Die Verbrennung ist aber bedeutend sauberer. Wenn ich an dem alten Einsatz die Scheibe in der Ofentür 3mal wöchentlich reinigen musste, muss die Scheibe von dem neuen Einsatz 3mal in der Heizsaison gereinigt werden.


    Grüße aus Hessen

  • Kenne ich auch. Unser Kaminkehrer hat uns geraten den Kachelofeneinsatz zu erneuern, da dieser die Feinstaubanforderungen nicht mehr erfüllt, ansonsten hätte er diesen stillegen müssen. Es geht um einen Ofen mit Wassertasche bei meiner Mutter.

    Also Kachelofenbauer angerufen: Ja kann ich machen, Lieferzeit minimum 1/2 Jahr. Also im September wurde umgebaut.

    Der neue Ofen braucht weniger Holz, liefert auch etwas Wärme, verbrennt aber sauberer. Der Feuerraum ist nicht so hoch, aber dafür sehr tief. 50er Scheite sind kein Problem.

    Dennoch, der alte Ofen war deutlich besser.


    In meinem Haus ist ein wasserführender Kaminofen von Droof. Damit heize ich das ganz Haus.


    In meiner Singelwohnung möchte ich auch meinen Specksteinofen durch einen wasserführenden Ofen ersetzen. Allerdings habe ich noch keinen Ofen mit Wassertasche gefunden, der den Rauchrohranschluss hinten hat. Oben geht nicht, da über dem Ofen eine Mansarde mit Holzdecke ist.

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz


    Claus


    _________________________________________________________


    F17L, F28, F275 GT, Farmer 270 VA

  • Hallo Zusammen,


    ich habe auch einen Einsatz von Brunner, müsste ein HKD 4.irgendwas sein. Dazu noch eine eos (Steuerung der Zuluft mit Temperatursensor) und eine Verbrennungsluftzufuhr von außen. Bis jetzt hat der Schornsteinfeger alles im grünen Bereich abgewunken. Interessehalber habe ich mal messen lassen, die Werte sind prima. Messen muss er aber nicht - ist glaube ich mit der eos zusammenhängend. Und der Kachelofen funktioniert einfach klasse. Ist unsere einzige Heizquelle im Haus. Die anderen Zimmer werden über Warmluftschächte geheizt und der Anbau über den Pufferspeicher und Fußbodenheizung (ist grad im werden, Sohnemann zieht jetzt mit ein :) ). Ob ich es jetzt wieder so machen würde, ich weiß nicht so recht. Ich glaube es käme ein Brenner in den Keller, beschickt eventuell mit Hackschnitzeln, Wärmeführung als "Kamin" über alle Stockwerke. War damals beim Bau eine Überlegung - allerdings hatten mich damals die Kosten etwas erschreckt :S


    Ach ja, die Scheibe reinige ich so gut wie nie. Einmal im Jahr, wenn ich alle Züge etc. reinige, dann ist auch mal die Scheibe dran. Sie bleibt aber klar, nur am Rand entsteht ein kleiner Streifen. Ist aber auch nur eine schmale Scheibe, der Ofen wird vom Flur aus geschürt.


    So hat wohl jeder sein eigenes "Heizkonzept". Ich bin mit meinem Kachelofen glücklich - die Strahlungswärme im Wohn-/Esszimmer/Küche ist einfach fantastisch. Wir haben nicht mal kalte oder kühle Wände - wobei bei fast einem Meter Dicke ... :D


    So, genug geschrieben ;)

    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Mit einem isolierten Ofenrohr gehts auch nicht?

    Das Ofenrohr nach hinten raus ist schon isoliert, sonst hätte ich keine Freigabe vom Kaminkehrer bekommen. Die Mansarde ist an der Stelle nur 140 cm hoch, deshalb wirds mit einem oben liegenden Rauchrohranschluss nichts.

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz


    Claus


    _________________________________________________________


    F17L, F28, F275 GT, Farmer 270 VA

  • Hallo,


    ich glaube ich habe schon mal mit den Worten "ich war mal wieder im Wald" begonnen ... :) Aber ja, es ist nun mal so ;)


    Und da hat mich der "Zahn der Zeit" förmlich angesprungen. Seht selbst. Eine doch schon altehrwürdige und in Ehre alternde Eiche, die sich mit einigen Pilzen schmückt.


    Oder die Buche die wohl der Meinung war, als Blitzableiter herhalten zu müssen.


    Und diese, eigentlich noch recht junge Eiche, möchte wohl einen besonderen Stamm erzeugen. Am liebsten würde ich sie fällen und den Knollen aufsägen lassen :saint:


    Es ist erst auf dem zweiten Blick zu erkennen - aus dem vermodernden Wurzelstock sprießt eine junge Fichte.


    Und diese Buche dient jetzt Vögeln und Fledermäusen als Unterschlupf.


    Ja, auch Bäume sind vergänglich, auch wenn sie doch älter als wir werden können - wenn man sie denn lässt.


    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

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  • Hallo,


    da kommt man raus in den Wald und dann ... liegt da eine größere Fichte (bzw. gleich mehrere) am Boden. Natürlich direkt am doch öfters begangenen Weg, an dem ich die Wurzelteller nicht ungesichert stehen lassen möchte.


    Also, erst mal den Stamm kürzen und das Ding anhängen ... Übrigens war der Wurzelteller weit über mannshoch, das ging nur mit Seil drüber werfen.


    Und dann steht dem Aufrichten nichts mehr im Wege.


    Und bevor Ihr das nachahmt, macht Euch vorher einen Kopf wie Ihr die Kette wieder von da oben runter bekommt ;) :D


    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

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  • Hallo,


    ich habe mich, mehr oder weniger getrieben, dem Bau eines besonderen Häuschens gewidmet. Übrigens habe ich lediglich die Innenseite gehobelt, alles Andere sind Arbeiten mit der Motorsäge ;)


    Wie es so ist, da liegt Holz herum, man überlegt immer wieder für was es dienen könnte und dann kommt ein Wink aus einer ganz anderen Ecke als gedacht. Ist ja eigentlich egal woher die Inspiration kommt - Hauptsache sie kommt :) Also erst mal alle Bretter halbieren und ab zum Nachbarn auf die Hobelbank ...


    Jede Hütte fängt klein an - wobei diese ja auch nicht groß werden soll ;) Also tut's der kleine Rahmen.


    Und schon geht es los mit Boden und der ersten Wand.


    Ein paar Kanthölzchen für die Brettauflagen


    Und schon kann man erkennen, wohin die Reise geht ^^


    Wer es noch nicht erahnt hat, jetzt wird's völlig klar ...


    Natürlich hat so ein Abort auch eine Rückseite.


    Hinter der Klappe verbirgt sich das "Geheimnis" :D


    Und so sieht es aus, wenn man durch die "Brille" schaut ;)


    Aber alle Tage ist irgendwann auch Abend :)


    Ein paar Bilder etc. gibt's noch, aber ein Beitrag will nur mit 10 Bildern gefüllt werden ... ;)

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • So, und weiter geht's ;)


    Das Häuschen hat nun auch eine Tür bekommen - ohne wäre es dann doch etwas Exhibitionistisch :D


    Irgendwie hatte ich mich verrechnet. Eigentlich sollten zwei Bretter übrig bleiben und zudem die Länge auf dem Dach ausreichen ... irgendwie zu viel nachgedacht :D


    Ein Riegel zur Wahrung der Privatsphäre musste auch noch ran ... und ein Hammerstiel wurde zweckentfremdet


    Genauso wie der Stiel eines Beitels wohl nie das Auge des Beitels sehen wird ... Ja, man muss an alles denken, man wird schließlich nicht jünger ...


    Zwischendurch mal ein ganz anderer Eindruck. Für manchen ein grausames Bild, für mich einerseits ein paar gute Stücke feinstes Wildfleisch, andererseits auch zwei "Baumbeißer" weniger.


    Und natürlich wird nicht nur Fleisch "geerntet", sondern auch Nüsse - wenn dabei auch die Hände eine leichte Verfärbung annehmen ;)


    Und dann war's soweit, ein paar Trapezbleche hatte ich auch noch von meinem Schmied geschenkt bekommen (quasi Resteverwertung) und der Abort durfte endlich an die frische Luft :)


    Ich finde, er macht sich ganz gut - wenn auch noch das Herzchen in der Türe fehlt. Aber dazu brauche ich noch ein schmales Blatt für die Stichsäge :S Diverse Spalten sind zwar nicht unbedingt so gewollt, aber ich habe daraus gelernt, dass 16er Bretter nach der Trocknung doch etwas mehr als einen Millimeter in der Breite schwinden :D Und ganz ehrlich, mich stört es nicht. Es ist ein rustikales Abort, als Trockentoilette gedacht (mal gucken wie es so funktioniert ...) und mit großem Wohlwollen schon "eingeweiht" 8o


    Darauf allseits ein Prost :)


    Und wer es gerne etwas konzentrierter haben möchte - da läuft grad die Essenz der Quitte in den Eimer <3



    Ich hoffe Ihr hattet Euren Spaß beim Lesen und vielleicht habe ich ja auch die ein oder andere Inspiration weiter gegeben.


    Grüße

    Bobberle

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  • Hallo Frank,


    was heißt böse Zungen - es ist doch eine wunderschöne Ecke. Nun gut, manchmal etwas kalt, die Kirschen reifen drei Wochen später als bei mir zuhause, im Sommer mit kurzen Hosen angereist und nach dem Aussteigen sofort eine Jacke angezogen ... ;) . Dafür gibt's gleich ums Eck die Berge und den Edersee - um nur zwei der wunderschönen Ecken zu nennen :) Und wer kann schon von sich behaupten, dass jemand genau hier auf der Kanonenkugel geritten ist ^^  :thumbup:


    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo,


    irgendwann hat es dann doch geklappt und ich konnte los in den Wald :)


    In dem Stück war wenig zu tun, nur eine große Eiche muss nun uns dienen ...


    Ganz anders in dieser Ecke. Ich wollte schon länger mal ordentlich durchforsten. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, findet das Holz ja auch noch eine sinnvolle Verwendung - zumindest was sich zu mehr als Brennholz verwurschdln lässt ^^


    Nun ja, da kommt einiges zusammen ...


    Es sind schöne Bäume. Vor allem wachsen sie an dem Hang wunderbar in die Höhe. Vier bis fünf Abschnitte und der letzte noch mit einem Zopf von über 30 sind da nichts ungewöhnliches.


    Aber wie das so ist, wo gehobelt wird da fallen Späne. Ich hatte nichts davon bemerkt, war wohl beim vorhergehenden KV-Anschlag passiert. Glücklicherweise ist der Baum so gefallen wie er soll. Nun ja, repariert ist der Schaden auch schon. Wird hoffentlich nicht mehr passieren. Bis zum Schaden war der Bolzen in der oberen Lasche mit einem Hohlspannstift gesichert.


    Jetzt ist der Bolzen länger und oberhalb und unterhalb der beiden Laschen gesichert. Wie und warum der Hohlspannstift abgeschert ist - ich weiß es nicht :rolleyes:


    In diesem Sinne, passt auf Euch auf ;)


    Viele Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.