Motoröl HD 10W

  • Hallo Fendt Fangemeinde,


    was sagen die erfahrenen Verwender zu den Motorölen. Klar hier für dieses Öl steht in der Bedienungsanleitung Nutzung unter minus 10 Grad. Klar bei uns sind meist die Temperaturen um die 5 Grad im Winter oder gegen null. Oft wird darunter wenig draußen gearbeitet.

    Einsatz bei mir nur für Holzbringung im Winter. Keine schwere - andauernde Feldarbeit. Kurze Strecken. Kurze Laufzeiten bis zum Aufarbeiten von Stämmen. Oftmaliger Kaltststart bei Seilwindeneinsatz ist auch vorhanden.


    Vorteil dafür denke ich:

    Leichteres Anspringen

    Bessere Schmierung gleich nach dem Start


    Nachteile?

    Verschleiß

    Haltbarkeit Öl


    ???


    Vielen Dank!

    Hubert


    Fendt 304 aus 1984

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  • Hallo Hubert,


    hast schon ein wenig im Forum gestöbert?


    Kurz: Für deinen doch schon relativ modernen 304er würde ich ein "stinknormales" mineralisches 15W40 nehmen und gut ist es.

    Sparts dir diese ganze Ölwechselrei von Winter auf Sommer und umgekehrt. Viel wichtiger sind die die prinzipiellen Ölwechsel nach Betriebsstunden und das der

    Motor einigermaßen sauber läuft was bdeutet das der dir kein Diesel ins Öl waschen sollte sei es durch defekte Kolbenringe oder zu viele

    Kaltlaufzeiten. Also damit meine ich das der nie richtig warm werden würde! (Ist richtig "Gift" für den Motor)

    Das hast so geschrieben aber das kann kein Öl ausgleichen bzw. "Gutmachen" Da bräuchtest dann schon, um da überhaupt was zu merken ein hochmodernes synthetisches Öl wie es z.B. die modernen PKW oder LKW Diesel haben. Dafür ist dein Motor aber nicht ausgelegt!

    Mit dem 15W40 läuft mein 1966er 3S , mit Wechselpatronenölfilter, also kein Spaltfilter, seit nun mehr 23 Jahren bei mir und wahrscheinlich auch die meiste Zeit bei den

    Vorbesitzern ohne irgendwelche Probleme. Ja, meine Kiste würde auch bei -10°Anspringen aber das kommt zum einen Wetterbdingt und Einsatzbedingt eher selten vor ;)


    Gruß Uli


    p.s. sollten sich deine Einsatzbedingungen, also z.B. häufiger Kaltlauf, nicht ändern lassen so würde ich auf jeden Fall über eine Motorvorwärnung; z.b. über das Kühlwasser nachdenken...das würde die Sache ungemein verbessern. Die Ölwechselzeiträume nach Betriebsanleitung gelten übrigens nur wenn der Schlepper "normal" betrieben wird. Bei deinen Einsatzbedingungen wäre mit Sicherheit ein häufigerer Ölwechsel angesagt..

  • Hallo Uli,


    vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen. Ist wirklich eine Überlegung wert. Im Forum habe ich ja schon einiges gelesen, auch das ein (voll) synthetisches Öl nicht geeignet ist. Das mit der Motorvorwärmung über das Strometz bringt sicher beim Start bei Minusgraden etwas, da mein Traktor unter einem Carport steht.

    Ich denke auch dass ein Ölwechsel alle ca. 3 Jahre dann reicht. Max. 100 Betriebsstunden. Beim Hydraulik- und Getriebeölen werde ich da einen etwas längeren Zeitraum anstreben, denke ich. Das wird ja kaum warm und hat die Probleme mit Verrußung durch die Kolbenlaufbahn nicht.

    Winter- Sommer Umstellung ist aktuell nicht das Thema. Außer es gibt mal einen Hausbau oder Renovierung eines Hauses meiner Söhne. Das ist ja auch noch in weiter Ferne. Der Traktor ist natürlich für 15 m³ Holz im Jahr ein Luxus. Doch ich arbeite eben gerne mit Holz welches noch steht:-) Andere haben einen oder mehrere (Oldtimer-) Porsche, ich eben jetzt einen eigenen Traktor.


    Wir hatten ja im Elternhaus einen Bauernhof. Bis zuletzt machte ich das Holz mit einem Fergsy 135. Reichte ja vollkommen für mich. Der steht leider nicht mehr zur Verfügung. Diese kosten meist so 4.000 bis 6000 und sind das Geld nicht wert. Da mein Bruder welcher den Bauernhof hat auch einen Fendt hat und ich mit dem viel gefahren bin, ist es eben der geworden. Auch von der Bedienung her. Einen 108er hatte ich mir auch angesehen. Leider war der überdimensioniert und in einem sagen wir schlechtem Zustand, auch motorisch. Meinen habe ich jetzt soweit hingebracht, dass er kein Öl verliert.

    Der Fendt steht da. War von einem zuletzt 85-jährigen. Hat knapp 7000 Stunden drauf. Jetzt bin ich am ausbessern der "Schäden". Dach, Heckleuchten mit verbogenen Kotflügeln, Rost - teils Lackierung, Scheibe, Rahmen hinten, abgerissene Einstiege und Stufen, Sitz, Tapezierung, Kabinendichtungen usw. - Arbeiten daran macht auch Freude. In einem Jahr sieht er anders aus. Bis zum Anmelden und dem Wintereinsatz habe ich ja noch etwas Zeit, mich um den Ölwechsel zu kümmern, da keine Servicedaten dafür vorliegen.

    Grüße Hubert

    aus dem Salzkammergut

  • Hallo Hubert,


    mehr als 15 -20 Ster mach ich auch nicht. Ich wollte mir damals auch einen wesentlich kleineren Schlepper anschaffen. Hab aber nix gefunden bis da mal ein Farmer 3s in der Zeitung stand. Beim ersten Anschauen war ich zuerst etwas "überwältigt" von der Größe des Teiles. ^^

    Bis dahin kannte ich auch nur die beiden 133er und 135er Ferguson von meinem Onkel und den kleinen Fahr D131 vom Opa auf dem ich schon als kleines Kind gesessen bin.


    Nach nun 23 Jahren mit dem Farmer möchte ich keinen kleineren mehr haben. Mit dem Farmer lässt sich vernünftig arbeiten und das wird auch bei deinem 304er so sein...



    :)


    Gruß Uli



    noch ein Hinweis: Beim 3S war damals das Thermostatventil defekt...der wurde nicht ansatzweise richtig warm. Hab ich dann irgendwann mal gemerkt das da was nicht stimmt. :* Beim Betrieb so einer Kühlwasservorwärmung/Aufheizzeit bietet es sich an über die Motorhaube/Seitenflächen ein Decke o.ä. zu legen da diese Schlepper eine doch große Abstrahlfläche haben von der die Wärme weggeht.

  • Guten Morgen,


    wie immer findet Uli die passenden Worte um die Themen treffend zu beschreiben. Zuerst einmal Glückwunsch zu deinem 304. Zum Motoröl habe ich die gleiche Meinung. Die MWM Motoren sind für mineralisches Motoröl 15W40 konstruiert. In den 70/80ern als der Motor Standard war gab es noch kein Synthetiköl, das kam erst Anfang der 90er in Mode.

    Also am besten ein gutes 15W40 in den Motor und gut. Ich kaufe immer 15W40 HDC von der BayWa als 50 Liter Fass. Die BayWa bezieht ihre Öle von Fuchs und das sind sehr gute Öle.

    Jedes andere 15W40 CC oder CD geht aber auch.


    Bezüglich der Größe kann ich mir ebenfalls Uli nur anschließen. Ich habe mir auch vor fast 30 Jahren meinen 270 VA gekauft. Der Weinbergschlepper schien mir am besten für meine Arbeiten geeignet zu sein: Umbauten am Haus, Garten- und Waldarbeit. Ich fahre auf den 270 im Jahr auch so um die 100 Bh drauf, wenn es viel ist.

    Allerdings hab ich auch mal Anhänger zu ziehen und hab mir dann den 275 GT mit langem Holm und Pritsche dazu gekauft. Das Umhängen, Abhängen etc. mit einem Traktor war mir auch auf die Dauer zu kompliziert. Der Größenunterschied ist auch gewaltig.

    Inzwischen ist mir der GT fast lieber, als der VA. Warum:


    1. der GT ist trotz dem großem Radstand der wendigere Traktor, da die Vorderräder sich sehr stark einschlagen lassen, im Gegensatz zu der Allradachse vom VA

    2. Die Pritsche ist unheimlich praktisch, da man alles mögliche Zeugs darauf transporieren kann. Ich hab praktisch den Humus von meine Hof damit weggefahren, die vor dem Pflastern mit dem Minibagger ausgehoben habe.

    3. Bei Waldarbeiten hat man viel mehr Platz um die Motorsägen, Sprit, Seile etc. mitzunehmen und der Traktor steht mit der großen 5,5 t S&R Winde viel besser, wenn man mal schräg zieht. Ich mach das zwar nur äußerst selten und nur wenns garnicht anders geht, aber der GT hat durch das höhere Gewicht hier einen Vorteil


    Glaub mir, an die Größe gewöhnst du dich recht schnell. Es ist wie Uli schreibt, dass man irgendwann vor dem Problem steht, dass der Traktor zu schwach ist und ein größerer her muß.

    Ich hatte im Winter einmal das Problem, mit einem voll beladenen Anhänger von Brennholz mit dem GT nicht durch 30 cm Schnee zu kommen, da die Hinterräder einfach durchgerutscht sind. Dann hab ich den kleinen 270 geholt Vorder- und Hinterachsedifferenzial gesperrt und Allrad rein, der hat den Hänger gezogen. Die Leistung ist ja dieselbe.


    Es ist wie mit Werkzeug auch: Maschinen kann man nicht zu viel haben, nur zu wenig. Aber irgendwann geht auch der Platz aus und die (Ehe-)Frauen - zumindest meine - sind auch ein begrenzender Faktor. Zwischenzeitlich hat sie es aufgegeben mich zu belehren, da sie verstanden hat, dass alle Arbeiten, die ich mache nur deswegen möglich sind, da ich das entsprechende Werkzeug, Maschinen und Traktoren habe.


    Wie du schon geschrieben hast: andere kaufen sich einen Porsche, ich kauf mir Maschinen.

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz


    Claus


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    F17L, F28, F275 GT, Farmer 270 VA

    Edited once, last by Fendt 270 VA ().

  • Man kann auch 10W40 nehmen das Öl ist minimal dünner bei Kälte. Kann evtl. sein dass er damit besser anspringt. Aber mit einer Motorvorwärmung springt er auch im Winter mit 15W40 auf jeden Fall an. Das heizt zwar nicht auf 80° hoch, aber 10 bis 15° sind auch eine Anspringgarantie.

    Meine Schlepper laufen auch nur ca. 120h/Jahr (beide zusammen), die werden aber warm dabei denn die müssen auch schon nochmal ran. Ölwechsel mache ich alle zwei Jahre. Getriebe- und Hydrauliköle, Kühlwasser sind alle 10 Jahre fällig.

  • Ölwechsel mache ich alle zwei Jahre. Getriebe- und Hydrauliköle, Kühlwasser sind alle 10 Jahre fällig.

    Mache ich auch so. Habe letzte Woche vom 270 mal wieder alle Getriebeöle gewechselt. Ich schaue dass ich die Getriebeöle alle 2000 Bh tausche. Das war dringend erforderlich

    Liebe Grüße aus der Oberpfalz


    Claus


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    F17L, F28, F275 GT, Farmer 270 VA