Farmer 2S Motor rasselt seltsam nach Reparatur

  • Hallo Schrauber,


    der Motor MWM D208 von meinem Farmer 2S wurde repariert: Neue Zylinder, Kolben mit Ringen, Pleuelschalen, Dehnschrauben, alle Ventile mit Führungen, alle Köpfe geplant. Ventilspiel Einlass 0,2 mm, Auslass 0,3 mm. Von Hand am Lüfterrad dreht der Motor leicht.
    Pleuel haben auf der Kurbelwelle ca. 0,1 mm Spiel, sonstige Kurbelwellenlagerungen, Nockenwelle etc. wurde nicht verändert.
    Nach dem Umbau ist der Motor schnell gestartet und qualmt jetzt nicht mehr. Kurbelgehäuseentlüftung kommt nichts mehr raus.
    Aber der Motor rasselt irgendwie komisch. Hat jemand eine Ahnung woran das liegen könnte?
    Hörprobe unter youtube:
    http://www.youtube.com/watch?v=0NcPnzwjTs4

  • könnte sein, dass die Ventile eingestellt werden müssten...

    Fendt4ever, wer fendt fährt führt...
    Hubraum ist durch nichts zu ersetzen - außer durch noch mehr Hubraum!

    Gewaltig ist des Schlossers Kraft, wenn er mit einem Hebel schafft.


    Ersatzteile Fendt Farmer 2 und 100er Reihe abzugeben - Email bei Interesse!

  • Moin
    Dann stell doch mal die Ventile auf das Soll-Mass ein und schau mal,wie es dann ist.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Vor dem Zerlegen habe ich an den Ventilen 0,7 mm bis 0,8 mm gemessen. Und da ist der Motor was das Geräusch angeht ganz normal gelaufen. Erhöhtes Spiel bringt zwar nicht die maximale Leistung, bringt aber auch keinen Verschleiß an den Ventilen. So hab ich das in einigen Beiträgen gelesen und leuchtet ja auch ein. Aber das Nageln könnte schon aus dem Bereich Ventile kommen???

  • Moin
    Stell nochmal ein neues Video ein,aber mit etwas mehr Abstand zum Motor,es kann auch vom den neuen Bauteilen stammen.
    Hat der mit 0,7 und 0,8mm noch normal gelaufen?Kann kaum sein.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
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  • Hallo,


    was für Buchsen und Kolben sind denn reingekommen, also Fendt Teile oder Zubehör?
    Sind die Kolben richtig rum drin? (Pfeil)
    Ansonsten hört sich das Laufgeräusch ein bischen an, wie meiner klang als ich den Förderbeginn in Richtung Früh verstellt habe! (Ist jetzt wieder normal)
    Hast Du den Förderbeginn mal überprüft. Übrigens steht in meinem Montagehandbuch ein Ventilspiel von 0.2 mm für beide Ventile drin.
    Das Laufgeräusch ist übrigens mit 0.8 -0.9 mm ein komplett anderes! (Deutliches Schnattern) Zu großes Ventilspiel schadet dem Ventiltrieb sehr wohl!
    Auch klingt ein Motor prinzipiell mit neuen Buchsen und Kolben immer anders als vorher. Du hast jetzt die volle Verdichtung auf den Teilen d.h. der läuft momentan auch mit vollem Verbrennungsdruck.


    Gruß Uli

  • Hallo Uli,


    zu deinen Fragen: Die Kolben und Zylinderbuchsen sind von Kolbenschmidt (Motoren Michaelis, Straubing). Der Pfeil der Kolben zeigt auch Richtung Getriebe. An der Einspritzung habe ich bis jetzt nichts verstellt. Das mit dem veränderten Geräusch bei voller Kompression habe ich mir auch schon überlegt. Aber bei dem schönen Wetter gestern bin ich mal ein Stück gefahren. Ich hab mich nicht getraut richtig Gas zu geben, das scheppert total ungesund. Ich werde nächstes Wochenende nochmal drangehen und berichte dann.


    Gruß
    Lothar

  • Hallo,


    wie Du das beschreibts glaube ich Dir das da u.U. etwas nicht stimmt.
    Hast Du das Kolbenrückstandsmaß im O.T vor Montage der Köpfe auch mal gemessen? Du kannst mal versuchen mit einem Endoskop, Autowerkstätten haben soetwas, durch die Öffnung der Einspritzdüsenbohrung in den Verbrennungsraum zu schauen ob man da evtl. Anschlagspuren am Kolbenboden erkennen kann.
    Was den Fördebeginn betrifft so könntest Du mal probieren die Einspritzpumpe etwas vom Motor wegzuschwenken, dadurch verstellt sich der Förderbeginn etwas zurück. (Vorher Markierungen anbringen!) Wenn dann das Laufgeräusch "weicher" wird könnte es evtl. doch am Förderbeginn liegen. Aber vorher würde ich das mit der Brennraumüberprüfung durchführen.
    Mann könnte auch, mit der Lötdrahtmethode, den Abstand (Spaltmaß)von Kolbenboden zu Zylinderkopf "messen" Dieses Maß muß zwischen 0.9mm -1.2mm liegen.


    Gruß Uli

  • Hallo,


    so jetzt sind wir der Lösung ein Stück näher gekommen. Nach dem Abschrauben von 2 Zylinderköpfen, sieht man die Beschriftung der Kolben auf dem Kopf! Heisst wohl, dass die Kolben auf den Zylinderkopf schlagen. Das Maß der Kopfdichtung war vorher und ist jetzt 0,75 mm. Am Wahrscheinlichsten ist meiner Meinung, dass der Kolben zu "lang" ist. Mit einer dickeren Kopfdichtung wäre das Problem aber gelöst.


    Gruß
    Lothar

  • Moin
    Wurden die Köpfe geplant? Welcher Büchsenüberstand? Spaltmass?

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
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  • Hallo,


    die Köpfe wurden geplant. Der Überstand der Zylinderbuchsen habe ich mit Fühlerlehre auf 0,2 mm eingestellt. Da die Buchse aber einen Bund hat, wird die sich doch letztlich endweder auf dem Bund mit Überstand abstützen und überstehen oder absacken bis sie bündig mit dem Motorblock ist. Sonst müsste ich ja was unter den Bund unterlegen. Welches Spaltmaß ist gemeint?


    Gruß
    Lothar

  • Moin
    Dann ist ja klar,ds das ganze nicht funtionieren kann.Wenn die Köpfe geplant wurden,wird Material abgetragen von der Unterseite der Köpfe,um diese Mass muss die Kopfdichtung stärker sein.
    Spaltmass ist der Abstand zwischen Kolben und Kopf im oberen Totpunkt des Kolbens.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
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  • Hallo,


    F12 , also ich glaube das das nicht ganz stimmt was Du schreibst. Die Köpfe haben keinen Brennraum! D.h. nach dem Planen muß ledeglich der Ventilrückstand, also das Maß um welches die Ventile zur Kopffläche zurückstehen überprüft werden (1,05-1.45 mm). Das Planen führt jedenfalls, bei diesen Köpfen, nicht zwangsläufig dazu das eine stärkere Kopfdichtung montiert werden muß! ;)
    Hier sind wahrscheinlich einfach die Kolben zu hoch. Der Bund der Buchsen muß ca. 0.05-0.1 mm herausstehen. Der Kolben muß dann, im OT, um 0.23mm-0.55mm
    zur Oberkante Buchse zurückstehen. Mit der entsprechenden Kopfdichtung muß sich dann ein Spaltmaß von 0.9-1.2mm ergeben. (Maß Kolbenboden bis Kopffläche im OT)


    Gruß Uli


    P.s. Alle Maßangaben sind aus meinem Handbuch

  • Moin
    wie du schreibst,Uli,nicht zwangsläufig,aber kan!Also sollte man lieber kontrollieren,Oder?

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
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  • Hallo,


    selbstverständlich muß man kontrollieren. Das entscheidende Maß für die wahl der Kopfdichtung ist jedoch der Rückstand des Kolbens, im OT, zur Buchse! ;)
    Bei Zylinderköpfen bei denen sich der Brennraum "im Kopf" befindet wird selbiger nach dem Planen kleiner, dort muß dann u.U. die Kopfdichtung um das Maß stärker sein was beim Planen abgetragen wurde! (Herstellervorschriften beachten)


    Gruß Uli

  • Hallo Schrauber,


    Zwischenbericht positiv. Mit Kopfdichtung 1 mm und Abschleifen der Kolbenböden läuft er schon ganz schön (Ausbauen und Abdrehen wäre zwar das genauere, aber der Fächerschleifen mit 20.000 U/min nimmt schön was weg). Das Motorgeräusch klingt schon fast wie Fendt. Aber ich muss noch mal ran, ein paar Eckchen touchieren noch. Man wird richtig flink mit der Zeit.


    Gruß
    Lothar