Winterstart 2016 - Winter 2016 / 17

  • Ich habe nichts gegen Wölfe, wären mir lieber wie die Waschbären,
    aber eine gesteuerte Ansiedlung von Wölfen empfinde ich als widersinnigen Eingriff in die Natur.
    Die Wölfe brauchen ihren Freiraum, ihr Jagdrevier und das dehnen sie auch auf bewirtschaftete Flächen aus,
    und dann wird das Geschrei groß, wenn die ersten Schafe, Lämmer oder Ziegen gerissen sind.


    Ein Wolf begutachtet bei seiner Wanderung sein Umfeld, er wird sich nicht so oft dort niederlassen, wo er sich mit dem Mensch
    ständig konfrontiert sieht.


    Wenn sich dann noch mehrere Rudel herausbilden ist das Dilemma perfekt, dann wird der Abschuss wieder zum Gemütserhitzer.
    Es fragt dann keiner mehr nach den Ursachen, denn der Verursacher will ja nicht benannt werden, dieser Mensch eben.


    Mich wundert es eh schon, dass sich in unserer Region noch kein Isegrim gezeigt hat,
    liegt vielleicht daran dass hier ständig die Wälder vergewaltigt werden, keine Ruhe mehr ist.

  • Kommen denn schon ganze Rudel vor? Bin da nicht so im Thema...

    Klaus,


    aktuelle Zahlen aus der Presse sagen zwischen 150 und 180 Tiere hier im Brandenburger Raum zu Sachsen schon eine Zahl.
    Wobei der Statistik traue ich nur insoweit wie und von wem sie gemacht wurde.
    Bis vor Jahren waren genaue Zahlen oft nach unten korrigiert worden,
    um unter der Bevölkerung hier nicht zu viel Angst und weniger Gegenwehr gegenüber der Wolfsausbreitung zu liefern.
    Das es sich aber mit über dreißig Rudel nicht mehr um Einzeltiere handelt kann ich selbst beweisen.
    Habe auf meinem Handy ein Video vom vergangenen Herbst, das vor einer Drückjagd von einem Hochsitz aus gleichzeitig
    drei Wölfe mittlerer Größe zeigt.
    Ich möchte nicht die vielen Artikel hier weiter geben die unmittelbare Wolfrisse in unserem Gebiet in den letzten Jahren dokumentieren.
    Es geht inzwischen um Wölfe und nicht nur um zwei beinige Viehdiebe wie erst heute wieder aktuell aus der Presse.


    Gruß

  • Die Wölfe brauchen ihren Freiraum, ihr Jagdrevier und das dehnen sie auch auf bewirtschaftete Flächen aus,
    und dann wird das Geschrei groß, wenn die ersten Schafe, Lämmer oder Ziegen gerissen sind.

    Peter,


    das Thema spaltet hier zwei große Lager.
    Zum einen die Befürworter, Natur- und Tierschützer.
    Zum zweiten die Landwirte, Rinder-, Schaf-, Pferdezüchter und Jäger bzw. Wildtierzüchter (Damwild, Strauße).
    Da die Anzahl der Wolfsrisse in den letzten zwei, drei, Jahren immer öfter in den Medien aufgezeigt wird,
    setzt ein langsames Umdenken oder kritisches Bedenken zu der Ausbreitung des Wolfes ein.
    Das "Leben mit dem Wolf" geht soweit, das Stimmen laut werden, sogenannte Problem Wölfe (verlieren die Scheu vor dem Menschen),
    vermehrte Risse an Nutztiere, häufige Wolfssichtungen in der Nähe von Ortschaften auch wieder ins Jagdrecht aufgenommen werden.
    Es ist ein sehr, sehr schwieriges Thema. Auf Dauer wird es nicht so wie bisher bleiben. Zuwenig Studien gibt es hier in Deutschland.
    Anders Gebiete in Frankreich, Spanien, Polen und Skandinavische Länder, wo der Wolf noch nie ausgestorben war!
    In den Gebieten lebt der Mensch (gerade auch Tierhalter) schon immer mit dem Raubtier Wolf!
    Das Geben und auch Nehmen aus der Natur wird anders betrachten, der Wolf auch kritisch gesehen, von Behörden unterstützt (Abschüsse).
    Ich selbst verstehe beide Lager in ihren Ansichten.
    Möchte aber ebenso meine Zweifel einbringen?
    Mit der unkontrollierten Ausbreitung des Wolfes in einem verhältnismäßig dicht besiedelten
    Flächenland wie Brandenburg mit den Grenzen zu Sachsen und Mecklenburg Vorpommern.
    Sind Begegnungen, Konflikte und Schaden für Mensch und Tier vorprogrammiert.
    Eine ganze Reihe der (noch) streng geschützten Wölfe sind hier in den letzten Jahren bei Verkehrsunfällen getötet worden.
    Eine weitere Anzahl wurden durch Waffen getötet. Dazu gab und gibt es umfangreiche Untersuchungen.
    Wodurch Waffenbesitzer vermutlich zeigen möchten, das sie mit der Ausbreitung des Wolfes nicht einverstanden sind?
    Ich hatte schon an anderer Stelle dazu geschrieben, die Zahl der Tiere in einer Wildschwein Rotte haben sich hier von einst 8-12 Tiere
    auf 24 bis 36 Tiere vergrößert. Damit schützen sich die Wildschweine durch größere Anzahl der Familienverbände mehr vor den Wölfen.
    Das Rehwild liegt verstärkt auf weite Entfernung sichtbar,
    nicht mehr in Dickungen, nur im Wald, sondern meist auf große Feldflächen hier in unserem ländlichen Raum.
    Nun ist genug dazu berichtet. Schweife schon wieder zu weit ab vom Frühlingserwachen. ^^


    MfG

  • Genau das ist das Problem,
    wenn der Mensch sich die Natur anpassen und für seine Zwecke unterwerfen will gehts schief.
    Da sind wir viel zu kleine Lichter, die Natur reguliert sich seit ewigen Zeiten selbst, endledigt sich auch den störenden Elementen.
    Dazu gehört auch der Mensch, die Natur braucht nicht den Menschen- aber der Mensch braucht die Natur.


    Auch wenn wir hier oft abschweifen, aber irgendwie gehört doch wieder alles zusammen.


    Ich warte seit heute Morgen auf meine 4 Starpaare, habe extra das Tele aufgesteckt, verflixte Bande macht auch was sie will.

  • Märzhase wrote:


    Klaus,



    aktuelle Zahlen aus der Presse sagen zwischen 150 und 180 Tiere hier im Brandenburger Raum zu Sachsen schon eine Zahl.
    Wobei der Statistik traue ich nur insoweit wie und von wem sie gemacht wurde.

    Donnerschlag, das sind ja schon einige. Hätte ich nicht erwartet

  • Donnerschlag, das sind ja schon einige. Hätte ich nicht erwartet

    Hallo Klaus,


    bevor wir das Thema dann wieder zu den Akten legen!


    Hier nur einmal von heute Morgen aus der aktuellen Presse ein paar Beispiele zu Wolf.

  • Da sind wir viel zu kleine Lichter, die Natur reguliert sich seit ewigen Zeiten selbst, entledigt sich auch den störenden Elementen.
    Dazu gehört auch der Mensch, die Natur braucht nicht den Menschen- aber der Mensch braucht die Natur.

    Peter, :rolleyes:


    für dich und andere Interessenten habe ich auch noch ein Beispiel aus unserer Presse.
    Das mit dem Wolf ist schon ein paar Wochen her. Aber das mit dem Biber erhitzt nun auch die Gemüter. [/sup]
    Nur so als kleine Beispiele auf voran gegangene Artikel.
    Ebenfalls heute aus der Regionalen Presse!
    Gruß

  • Wenn ich den Neuhausen-Artikel lese,
    da kribbelst bei mir schon wieder in den Händen und es hat nichts mit einem Karpaltunnesyndrom zu tu.


    "Mit den Tierhaltern soll darüber beraten werden, ...
    ... dem Wolf keine weitere leicht verfügbare Nahrung im Ort zur Verfügung steht."


    An dieser Beratung dürfte ich nicht teilnehmen, da wäre ich weg vom Fenster.
    Ich habe an wenigen Beratungen teilgenommen, bei denen die Berater auch ausreichend beratungsfähig waren.


    Sicher gibt es jetzt im Landesumweltamt eine Soko "Wolf", welche dem Wolf aber nicht weiter stört, nur den Geschädigten im Gehörgang rumröhrt.
    Und flugs die wugs läuft's darauf hinaus, die Steuergelder reichen nicht aus.