F12GT Hydraulikpumpe undicht

  • Hallo,


    ich habe ein Problem mit meinem F12GT und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann:


    Mein Geräteträger (Baujahr 1957) bekam von mir letztes Jahr neue Hydraulikschläuche für die Ladefläche und dabei auch neues Öl. Der Händler hat mir hierfür HLP 46 empfohlen und das habe ich dann auch eingefüllt.

    Nachdem ich kürzlich mal wieder den Motorölstand kontrolliert habe, bin ich fast umgefallen, denn der Ölstand war um einiges zu hoch. Nun ist der Motor ja luftgekühlt, so dass nur Diesel oder Hydrauliköl in Frage kommt. Nach Diesel roch das Öl nicht, somit kann es ja nur Hydrauliköl sein. Bin natürlich keinen Meter mehr damit gefahren und habe heute begonnen die Hydraulikpumpe auszubauen. Weit bin ich leider nicht gekommen, irgendwie bekomme ich das Teil nicht weg. Muss hier der Seitendeckel des Motors abgebaut werden? Und über welche Dichtung bzw. Simmerring kommt das Hydrauliköl in den Motor und muss getauscht werden?


    Kann mir hier jemand die entscheidenden Tipps geben?


    Viele Grüße

    Josef

  • Hallo,


    wenn Du Dir ganz sicher bist - das heisst, dass vor der Demontage der Hydraulikölstand auch niedriger war, als üblich, dann würde ich auch zum Simmerring an der Pumpe schauen. Der grosse Seitendeckel am Motor bleibt zu Demontage drauf. Da ist hinten an diesem Deckel noch ein kleiner rechteckiger Deckel mit 4 Schrauben drauf. Dann musst Du mal schauen, wie es weitergeht - im Idealfall hat das Zahnrad 2 Abziehgewinde drin um das Rad vom Konus zu kriegen. Wenn Du den Seitendeckel schon weggebaut hast, dann musst du auf jeden Fall wieder eine Dichtung verwenden, die gleich stark ist denn mit ihr wird das Zahnflankenspiel ca.0,2 mm zur Pumpe eingestellt. Das empfohlene Hydrauliköl ist auch zu dünn. Da gehört ein Einbereichsmotorenöl SAE 20W 20 rein.


    Gruß f18h-doc

  • Den Deckel hinten mit den 4 Schrauben habe ich schon weg, aber da kommt man schlecht ran und ich wüsste auch nicht, wie ich die Scheibe innen da runter bekommen soll. Gibt es da ein Spezialwerkzeug? Ich habe schon die Pumpe zerlegt in der Hoffnung, dass danach das von beiden Seiten rausnehmbar ist. Aber da ist auch nur ein Kugellager sichtbar, das wohl eingepresst ist.

    Wo genau liegt denn der Simmerring an der Pumpe?

    Der Seitendeckel am Motor ist noch dran.

  • Hallo,


    der Simmerring kommt gleich hinter dem Antriebszahnrad. Das man da nicht so toll hinkommt ist mir auch klar - das ist bei meinen 12ern auch nicht anders. Ich hab das allerdings als halb so wild in Erinnerung, als ich das machen musste.


    Gruß f18h-doc

  • Irgendwie komme ich da jetzt überhaupt nicht weiter und habe keine Ahnung, wie ich das Teil auseinander bekommen soll.

    Ich hänge mal ein paar Bilder vom aktuellen Stand mit an, vielleicht kann das ja jemand markieren, was als nächster Schritt kommen muss.

  • Hallo,


    die Mutter vom Zahnrad muss runter und der dahinter liegende Sprengring auch. Dann montierst Du die Mutter wieder bis sie mit der Welle bündig ist. Natürlich muss jetzt ein Spalt zwischen Zahnrad und Mutter sein! So vorbereitet sucht man sich eine Welle, die wirklich satt auf der Mutter und der Welle aufliegt und schlägt mit einem ordentlichen Hammer beherzt den Konus los. Wenn das passiert ist, kannst Du die Pumpenwelle und das Gehäuseteil der Pumpe ausbauen und instand setzen.


    Gruß f18h-doc

  • Ok, danke für die Infos.

    Muss ich beim Aufschrauben der Mutter irgendwas am Motor blockieren oder reichen da Gang und Handbremse?

    Dann schraube ich mal vor dem Draufschlagen die Pumpe wieder zusammen, damit mir da keine Teile davonfliegen. Die hätte ich dann überhaupt nicht zerlegen müssen, denn die Undichtigkeit ist ja nur von der Pumpe in Richtung Zahnrad, oder?

  • Die Pumpe ist jetzt ausgebaut und der Dichtring auch getauscht.

    Nur gut, dass ich ein Magnetwerkzeug hatte, um den Halbmond aus dem Gehäuse rauszufischen... ;-)


    Nun bringe ich aber die Welle mit dem Halbmond nicht mehr auf das Zahnrad. Gibt es da einen Trick?


    Ich habe auch die Öldiskussion in vielen Threads verfolgt. Bin jetzt allerdings soweit, dass ich sowohl in die Hydraulik als auch in den Motor 15W40 kippen würde.

    Das sollte doch auch passen, nachdem bei beiden Systemen das alte Öl komplett getauscht wird, oder?


    Der Fendt wird nicht viel bewegt, nur zum Holzmachen im Hof, da hilft die Ladefläche dann beim Spalten und Anschlichten.

  • Hallo,


    ich halte es für zu dünn, in der BA ist auch eine Mindestviskosität von SAE 20 vorgeschrieben und bei einem Teil, das noch ganz ist und ich einen Wahnsinnsaufwand treiben muss um Ersatz zu bekommen, spare ich nicht am Öl und mache keine Experimente.


    Gruß f18h-doc