Posts by curiousgeorge

    Hallo Stefan

    ich habe eine Zeichnung von der Pritsche und von den Teilen, die dort verbaut sind. Über die Kettenlänge kann ich nichts sagen, weil ich meine Pritsche noch nie benutzt habe und sie nicht hochkant an der Wand steht. Aus der Zeichnung geht zur Länge nichts hervor, dürfte aber kein Problem sein, das heraus zu bekommen.

    Ich kann Dir gerne aber auch hiervon ein Foto machen und Dir mailen wenn Du möchtest.

    Ich weiss nicht, ob die Frage noch aktuell ist aber Bei dem Hubzylinder ist eine Muffe mit folgender Nr. verbaut :

    180.860.031.160

    Ich habe mir die Ersatzteilliste gekauft. Einige Sachen kann man tatsächlich daraus erkennen. Ich weiss nicht, wie es gehandhabt wird, wenn man Fotos von den Zeichnungen ins Forum stellt- also rein urbeherrechtlich meine ich. Wenn ich das frei für alle ins Forum stellen könnte, wäre das natürlich top. Hat jemand Ahnung, wie das gehandhabt wird? Ansonsten gibt es ja noch die Möglichkeit mich direkt anzumailen, ich helfe da gerne.

    Es ist möglicherweise ein Lösung, die man in Betracht ziehen kann, wenn man z.B das benötigte Bauteil nicht mehr bekommt. Wenn man das Mittelachslager sowieso schon zerlegt hat, dann spricht natürlich einiges dafür, es wieder so herzustellen, wie es war.

    Andererseits sind bei vielen Schleppertypen aller Hersteller immer wieder konstruktive Mängel zu finden, die den Belastungen nicht standhalten und sich hinterher als besondere Schwachpunkte herausstellen. Dazu gehört beim GT sicher auch das Mittelachslager. Wenn man das Problem mit der von Dir beschriebenen Methode dann dauerhaft reparieren kann, warum nicht? Es ist auf jeden Fall kreativ und zeigt ja auch, dass die Konstruktion eines Schleppers mit dem Verlassen des Herstellerwerkes nicht beendet ist. Wenn es sich in den Werkstätten bewährt hat und dann länger hält als die Originallösung, dann kann man es doch machen. Preiswerter ist es dann wahrscheinlich auch noch.

    Danke für die verschiedenen Ratschläge. Die spiralförmigen Drahtbürsten sind vielleicht nicht schlecht. Der Hinweis, von KDT90204 mit dem Hochdruck ist nachzuvollziehen. Es sieht ganz schön verwegen aus, wie der Wilfried Tepe mit dem Hochdruckreiniger ran geht !

    Schwierig ist es in der Tat, die Rippen zwischen den Zylindern frei zu bekommen.

    Ich habe mich da langsam durchgearbeitet, und werde mal, wenn der GT wieder fährt, auf einem Schlepperwaschplatz vorsichtig mit warmem Wasser ran gehen. Auf dem Hof möchte ich so was dann doch lieber nicht machen.

    Der Lagerblock in dem die Well zur Lichtmaschine gelagert ist, ist mit 2 Schrauben befestigt, an die man ganz gut heran kommt. Die Schrauben lösen, dann die Riemenscheibe abziehen und Lagerblock nach vorne herunter nehmen. In dem Block befindet sich ein Lager, dass mit einem großen Seegering gesichert ist. Den Seegering mit Seegeringzange oder Spitzzange und Schraubenzieher entnehmen. Das Lager oben auf den geöffneten Schraubstock auflegen und vorsichtig nach unten austreiben. Ich habe das mit einer großen Nuss gemacht, die genau passte und das ging sehr einfach. Den Lagersitz gut reinigen, mit sehr wenig Fett oder Kupferpaste einfetten und dann das neue Lager mit Hilfe einer großen Nuss, die genau auf den Lageraußenring passt, im Schraubstock einpressen. Danach den Seegering wieder einsetzen und alles in umgekehrter Reihenfolge wieder montieren. Dann ist es spwieso kein Problem mehr, den Riemen aufzulegen.

    Das Lager von SKF hat 3,80€ gekostet. Das alte Lager war nach 4300 Stunden hin, ebenso die Lager der Lichtmaschine.

    Hallo Distance,

    der Keilriemenwechsel war bei meinem GT 250 überhaupt kein Problem. Wenn Du die Spannschraube gelöst hast, dann kannst Du mit gelenkigen Fingern die Keilriemen tauschen, Du must auf keinen Fall den Hydrauliktank dazu ausbauen.

    Ich würde aber auch wie 'Feinstaub08' dazu schon geschrieben hat, den kleinen Lagerblock abschrauben, in dem die Welle zur Lichtmaschine gelagert ist, und dann das Lager erneuern. Das ist ganz einfach.

    Es ist interessant wie unterschiedlich die Aussagen seitens Fendt sind. Ich habe in den vergangenen Tagen bei der Ersatzteilsuche einem Mitarbeiter bei Fendt über die Schulter geschaut und dort kurz in der Ersatzteilliste des GT 250 geblättert. Die ist ja auch schon aufschlussreich, es ist aber definitiv so, dass in meinem GT250 andere Teile verbaut sind, als in der offiziellen Ersatzteillist. Z.B. Bremsbackenhaltefeder war anders, die Adapterschraube am Bremssattel gabe es auf Micofiche überhaupt nicht. Ich konnte aber sehen, dass ein paar Teile Baugruppenübergreifend auch im Farmer eingesetzt wurden. ( Schrauben und Unterlegscheiben mal ausgenommen);) Man kann sich leider nur nicht darauf verlassen.

    Beim Hubwerk z.B. passen einige Teile auch in anderen Typen. Man muss sich wundern, wieviel wissen in in 45 Jahren verloren geht. Das wurde mir besonders klar, als der Fendt Mitarbeiter in den Microfiche Unterlagen suchte. Die gab es in meiner Erinnerung direkt nach der Steinzeit.

    Die MWM Motoren sind dagegen ja super dokumentiert, das ist doch schon mal was.


    p.s.

    Gleich fahre ich zur Sandstrahlerei alle meine Teile vom GT abholen. Drückt mir mal die Daumen, dass die Luftfeuchtigkeit mir keinen Streich spielt...Bei den Temperaturen kann man nicht so schön Grundieren.

    Die Kühlrippen von meinem GT250 sitzen ziemlich zu und müssen gereinigt werden. Ich bin seit ein paar Tagen immer wieder mal damit beschäftigt, den festgebackenen Schmutz aus den Kührippen zu kratzen.

    Eine Sisyphusarbeit sage ich Euch ! Dadurch, dass die Zylinder schräg liegen, und normalerweise nicht zu sehen sind, sammelt sich im Laufe der Jahre allerhand Dreck in den Kühlrippen. Zusammen mit Oel, Wasser und Hitze wird dieser Schmutz festgebacken wie im Töpferofen und ist äußerst schwer heraus zu bekommen.

    Dem Vorbesitzer war das offensichtlich egal, aber nur mit dem Oelkühler alleine sollte der Motor nicht gekühlt werden. Ich habe nun mit Hilfe von etwas Biodiesel (der stinkt nicht so ) und Bremsenreiniger einige Fortschritte erzielt. Aus einer Feingewindestange habe ich mir dann so eine Art Rundfeile hergestellt, mit der ich den Dreck zwischen den Kühlrippen gaaanz vorsichtig herauskratze. Die ultimative Lösung wäre es natürlich die Köpfe auszubauen und einen Teilewäscher zu legen, aber davon wurde ich abgehalten. Wenn einer von Euch einen guten Rat dazu hat, dann her damit!

    Hallo Distance,

    schön, dass es hier noch mehr GT 250 er gibt.

    Die Bilder sehen doch sehr gut aus, und ich würde mich freuen, wenn mein GT schon so aussehen würde! Das mit den Bremsen ist sehr leicht in den Griff zu bekommen. Ich habe zuletzt die Bremsbacken, Bremszylinder und Bremsleitungen neu gemacht. Das war sogar relativ preiswert.

    Die Adapterschraube von der Bremsleitung in den Zylinder gab es nicht mehr und musste ich anfertigen. Bei der Gelegenheit sollte man auch direkt die Bremsleitungen neu machen, das ist nicht teuer, aber erfordert etwas Geduld und Geschick, weil die Leitungen aus Platzmangel sehr abenteuerlich zwischen allen anderen Leitungen hindurch geführt wurden.

    Ich habe nun auch vorsichtshalber den Hubwerkszylinder ausgebaut und neu mit Dichtungen versehen.

    Das Tückische am GT 250 ist, dass man mit jedem Teil welches man abbaut noch besser an das nächste Teil heran kommt. Bei mir habe ich festgestellt, dass sich jedesmal die Frage neu stellt, ob man nicht doch noch einen Schritt weiter geht, und die nächste Reparatur präventiv macht, weil man ziemlich sicher weiss, dass sie irgendwann sowieso kommt. Also, mach das Gelenk richtig, sonst ärgerst Du Dich hinterher.

    Frohes Neues Jahr zusammen!

    Mit dem Werkstatthandbuch zum GT 250 scheint das so ein Problem zu sein.

    Weiß einer von Euch, ob das Werkstatthandbuch vom 255 und 275 in weiten Teilen auch für den GT 250 zu gebrauchen ist ? Für den Motor MWM gibt es ja noch separat Literatur, aber zum ganzen Rest / Getriebe , Aufbau, Lager, Bremsen etc. habe ich auch noch nicht so viel gefunden, außer einigen Fotos und Explosionszeichnungen, die hier im Forum netterweise mal gepostet wurden.

    In den gängigen Quellen habe ich bisher nichts finden können. Eine Betriebsanleitung habe ich. Aber wo bekomme ich ein Werkstatthandbuch und ggfs. eine Ersatzteilliste für den 250 ?

    Neuvorstellung und Schlepperbeschreibung

    Fendt GTS 250 Baujahr 1978 , MWM Motor 45 PS

    Hallo Fendt-Oldtimerfreunde !

    Auch ich habe in den vergangenen Wochen hin und wieder auf Eurer Seite hilfreiche Erläuterungen zu einigen interessanten Themen gefunden. Insbesondere kann man schön erkennen, wie bei bestimmten Traktoren die gleichen Probleme sich in ähnlicher Form immer wiederholen.

    In einem Anflug von Leichtsinn habe ich vor 2 Jahren einen Fendt GTS 250 Baujahr 1978 gekauft, der sonst 'geschlachtet' worden wäre.

    Er hat echte 4305 Betriebsstunden da er in einer Gärtnerei gelaufen ist. Leider hat der Vorbesitzer sich nicht wirklich gut um den Schlepper gekümmert.

    In Amerika nennt man das breakdown-maintenance ( man repariert immer nur das was gerade kaputt geht), bis dann irgendwann nichts mehr geht.

    Der Schlepper hat eine außerordentlich gute Substanz, der Motor läuft sauber, das Getriebe hat zwar lange Schaltwege, schaltet sich aber einwandfrei und sauber. Es ist ein Schnellläufer. Er hat eine feste Kabine, eine Pritsche, die sich fast im Neuzustand befindet, einen etwas spierigen Frontlader und jede Menge zusätzlicher Steuergeräte etc. Also durchaus ein Gerät mit dem man Spaß haben kann.


    Ich habe Ihn so weit wieder hergerichtet, dass er seine 2 Jahre TÜV bekam, aber bei Straßenfahrten hatte ich kein gutes Gefühl, weil ich keine Lust darauf hatte, irgendwann auf dem Weg zur Tankstelle eine Oelspur hinter mir her zu ziehen. Ich habe mir daraufhin vorgenommen, alle Schläuche und alles was mit Hydraulik und Diesel zu tun hat zu inspizieren und zu erneuern. Das war mein Einstieg. Mit den Arbeiten habe ich dann vor 2 Wochen angefangen und gesehen, dass der Traktor es verdient hat, dass man ihn wieder schön macht.


    Und so entwickelt sich das wie bei vielen von Euch :


    Man fängt an einer Stelle an, und weil man dann gerade so schön an die nächste Stelle kommt, und die Gelegenheit günstig ist, macht man das gleich mit, und vielleicht noch neue Kabel, und die Bremsleitungen sehen nicht gut aus ...den Tank kann man jetzt besonders gut ausbauen, bei der Lichtmaschine könnte man bei der Gelegenheit direkt mal neue Kohlen reinmachen, und der Regler sieht auch schon aus als wäre er 40, da macht man doch vielleicht mal einen Neuen rein...

    Ich muss mitunter lachen, wenn ich sehe, wieviele einzelne Bleche Fendt bei diesem GT verbaut hat !


    In Kürze werde ich einmal ein paar Bilder einstellen. Alles, was ich jetzt fotografieren würde, würde jeden von Euch nur beunruhigen:wacko:

    Die Kabine und die Kotflügel habe ich komplett abgenommen, den ganzen Schlepper aufgebockt. Alle ausgebauten Teile werden gesandstahlt und danach soweit erforderlich wieder neu aufgebaut. Das könnte aber eine Weile dauern.


    Die Bremsen habe ich gestern demontiert. Die Beläge waren zwar noch gut, aber eben 40 Jahre alt und verhärtet. Da bis 1990 asbesthaltige Beläge verwendet wurden, bin ich mit äußerster Vorsicht herangegangen. Handschuthe, Vollmaske mit Partikelfilter, Einweganzug. Den Staub habe mit Spiritus aus der Farbspritzpistole eingenebel und gebunden und dann intensiv ausgewaschen. Manch einer mag mich jetzt vielleicht für übervorsichtig halten, aber tut Euch selbst den Gefallen und seid vorsichtig mit dem Staub und den alten Bremsbelägen.

    Bei den Arbeiten bin ich natürlich auch auf ein paar konstruktive Mängel gestoßen, an denen man aber auch ablesen kann, dass es in der Technik bei Fendt in den letzten 40 Jahren einen Quantensprung gegeben hat.



    Die von Fendt gewählte Verlegung der Kabel ist eigentlich indiskutabel. Da wurden Blöcke mit Flachsteckern offen auf die Hinterachse gelegt, Kabel wild verlegt und die einzelnen Stromkreise sind nicht gesondert abgesichert. Das werde ich ändern.

    Ein großer Mangel ist es, dass sich oben in den Achstrichtern eine tiefe Mulde befindet, in der die Bremsleitung und die Adapterschraube zum Radbremszylinder sitzt. Dort sammelt sich der Dreck und das Wasser von Jahrzehnten und die Bremsleitungen und Bremszylinder rotten dann vor sich hin.

    Ich habe die Bremsbacken eingeschickt um sie neu belegen zu lassen, und warte gerade auf neue Bremszylinder. Die Leitungen lege ich dann komplett neu aus Meterware. Das ist keine wirklich große Sache, wenn man so gut heran kommt.

    Die Reifen habe ich schon neu aufgezogen, bei der Gelegenheit die Felgen entrostet und neu lackiert.

    Im Augenblick warte ich noch auf den Kostenvoranschlag einer Firma, die sämtliche Hydraulikflüssigkeiten und Oele hier vor Ort wechselt. Das wollte ich nicht selbst machen, da die Profis das einfach besser drauf haben, und sie haben Geräte, mit denen sie das System durchspülen können.

    Wenn ein Schlepper so alt ist, und sich durch die Anbaugeräte möglicherweise verschiedene Oelsorten im Hydrauliksystem befinden, dann muss man einfach mal alles neu machen. Nicht umsonst stehen verschiedene Oelwechsel im Wartungsplan, aber viele Leute machen das dann einfach nicht. Irgendwann schäumt dann eine cremige Emulsion aus dem Lenkorbitrol und alle wundern sich, wo das denn nun her kommt.

    Ich muss sagen, die Sache fängt an, mir Spaß zu machen. Da das nicht mein Beruf ist, beschleichen mich natürlich hin und wieder Sorge und Zweifel, ob ich den Weg zurück noch finde...Je tiefer man in den Wald hinein läuft, umso besser sollte man sich den Weg zurück merken.

    Da ist es ein ganz gutes Gefühl, wenn es im Forum vielleicht den ein oder anderen gibt, den man mal fragen kann, oder der einem einfach nur Mut macht, oder Leute die einen GT fahren.


    Schöne Grüße aus dem Rheinland !