Posts by Zeidler

    Wenn ein Riss in sprödem Material nicht am Ende durch eine Bohrung gestoppt wird, kann das sein, dass der Riss weiterläuft. Wenn's so ist, wirst Du um die Bohrung nicht drumherum kommen. Mach doch mit der Reißnadel eine Markierung. Ich würde da auch nicht mit einem Brenner arbeiten.


    Gerissene Motorblöcke, z. B. Frostschäden, sollen in Zeiten als das Material noch teuer und die Arbeitsstunde billig war wie folgt gedichtet worden sein: Bohrung, Gewinde rein, Messingschraube mit Klebstoff rein (ob ohne Kopf mit Schlitz oder Kopf wegfeilen keine Ahnung), nächste Bohrung halb in die erste Schraube, Gewinde rein, nächste Messingschraube und immer so weiter bis der Riss zu ist.


    Kommst Du von oben mit einem schmalen Rohr auf dem Staubsauger an die Stelle? Wenn das Öl von oben weg ist, kannst z. B. mit Ätz-Natron (Natronlauge) entfetten, anrauen und evtl. kleben. Wenn das nicht klappt:


    Probier doch mal auf einem anderen Stück Guss vom Schrott 3 mal 3 mm Bohrungen bzw. Dicke Lötzinn-Draht zu machen und dann 4mm-lange Stücke vom Lötzinn-Draht oder Blei-Kügelchen (Omas Gardinensaum) mit dem Hammer und einem Stift als Werkzeug in die Löcher als eine Art Dichtung vorsichtig einzuschlagen. Es sollte immer Blei/Lötzinn zwischen dem Werkzeug und dem Guss sein. Mit einem Körner könntest Du noch Druck nach dem Wegfeilen des Überstandes außen drauf geben. Mit Brocken von Alu-Nieten oder weichem Kupfer geht es vielleicht auch.


    Wenn das klappt, könntes Du die Poren aufbohren und das an den Poren probieren. Wenn vorher Lötfett in die Bohrungen kommt, kannst Du vielleicht mit einem starken elektrischen Dachdecker-Lötkolben noch ein Verlaufen des Lötzinns erreichen oder versuchen, Messingstifte einzulöten.


    Viel Glück

    Guten Morgen,

    der Farmer 1d ist im wesentlichen ein 1Z mit einem größeren Motor und einer eckigen Haube. Die Bilder in der Original-BA des 1d sind fast alle vom 1Z. Auch der Text ist fast identisch. Nur die Füllmengen unterscheiden sich, was aber dank Messstab,, etc. egal ist.


    Im Internet findest Du eine BA eines 1Z als PDF unter "Notice Fendt Farmer 1Z".


    Grüße

    Was willst Du denn genau wissen?


    Du legst das Mähwerk neben den Schlepper und schiebst es darunter. Dann die Halterung untendrunter festschrauben. Dann die Pleuel-Stange am Excenter und am Messer festmachen. Dann einhängen in die Aushebung. Das funktioniert alles wie bei anderen Schleppern auch.


    Hast Du eine hydraulische Aushebung oder über eine Stange zur Heck-Hydraulik? Bei letzterem muss der Abstand der Zug-Stange stimmen ein wenig Spiel schadet nichts, ansonsten kann die Halterung abreißen (steht auch in der BA).


    Gruß

    Guten Morgen Wolfgang,


    hat Deiner denn Glühkerzen? Zumindest beim Nachfolger 1D (luftgekühlt) sind die Glühkerzen Sonder-Ausstattung für die Alpen und die Arktis.


    Hat Deiner einen wassergekühlten oder einen luftgekühlten Motor? Ich meine, dass es beides beim 1er gibt und zumindest der luftgekühlte Motor ein Direkteinspritzer ist. Die brauchen nicht unbedingt Glühkerzen. Eicher-Motoren aus der Zeit haben z. B. auch keine.


    Gruß

    Auch Moin,


    der Schlepper ist ein 1Z bzw. 1E mit größerem Motor. Die Bilder in der Original-BA des 1D sind fast alle vom 1 Z. Soweit ich das überblicke, sind fast nur die Motordaten geändert worden, weil der 1D einen Zylinder mehr hat (1D = MWM 325-3, 1Z = MWM 325-2) . Der Rest passt ziemlich gut.


    Bei Google findest Du eine BA eines 1Z als PDF in Deutsch (vermutlich auch Frankreich) zum Anschauen. Titel = Notice Fendt Farmer 1Z. Bei Google gibt es auch Bilder von geöffneten Getrieben.


    Der technische Stand von Getriebe, Hydraulik, Mähwerk, etc. ist Anfang 1960, das macht den Schlepper schön einfach. Original braucht der Motor im Winter SAE 10 und im Sommer SAE 20, bei tropischen Temperaturen SAE 30. SAE 15 W 40 dürfte keine Probleme machen.


    In das Hydraulik-System (Pumpe/Zylinder) kommt Motoröl, Original SAE 10, 15 W 40 geht aber auch. In das Gehäuse des Hubwerks kommt SAE 80 Getriebeöl.


    Wenn Du einen mit Schnellgang (12 Gänge) hast, braucht das Getriebe ein Hypoid-Getriebeöl.


    Der 1. Gang ist ein reiner Gang zum langsamen Fahren und darf nicht für schwere Arbeiten genutzt werden, der kleinste belastbare Gang ist der 2. Gang. Ansonsten kann das Getriebe überlastet werdenn lt. BA.


    Beim Fetten des Bremsgestänges mit der Fettpresse Rad und Trommel abnehmen (steht nicht in der BA), da das Fett schnell in die Trommel quillt.


    Gruß

    Guten Abend,


    ich habe zwar keine Explosionszeichnung aber einen 1D. Die Gänge 2/5 und R1/R2 sind die, die die Schaltgabeln auf den zwei Wellen nach hinten schieben weil der Schalthebel nach unten geht.


    Blockiert das Getriebe (zwei Gänge drin) oder dreht der Motor und die Räder nicht? Falls der Motor dreht und die Räder nicht und Du keine Brocken im Getriebe hast, kann eine Passfeder oder eine Stift - soweit verbaut - gebrochen sein so dass die Verbindung Zahnrad/Welle nicht greift.


    Ich würde erst mal den Deckel öffnen, ein Rad vom Boden abheben und einen Helfer mal drehen lassen und einen die Kupplung bedienen lassen oder fixieren und dann mal sehen was sich dreht und nicht dreht beim Schalten. Das Getriebe (heißt möglicherweise FL 131) ist innen überschaubar und eher einfach.


    Bei Wikipedia unter Fahrzeuggetriebe findest Du zwei Zeichnungen die dem 1D-Getriebe ähnlich sind.


    Gruß

    Hi,

    sieht ziemlich genau aus wie unsere. Unsere wird in Fahrtrichtung links bei einem Farmer 1D auf Höhe der Getriebeglocke an einen Rahmen mit einer Art Schnellverschluss angebaut.


    Ich habe mit dem Ding noch nie gearbeitet. Nicht weit von uns wird am Mittelrhein Steillagen-Weinbau betrieben. Es heißt, dass man auch den Fuß auf der Kupplung haben sollte und sich nicht auf die Hand-Betätigung verlassen soll, weil der Binger Seilzug auch den Traktor vom Weg oberhalb des Weinbergs ziehen kann.


    Für im Wald läuft die Winde angeblich zu schnell und man muss die Übersetzung im Kettenkasten ändern oder eine Umlenkrolle im Seil haben. Das ist aber alles nur vom Hörensagen.


    Gruß

    Guten Morgen,


    aus Neugierde und weil ich es nicht weiß: Ist das Gehäuse denn aus Grauguss (GG) oder ist es aus Stahlguss (GS)?


    Bei Stahlguss wird es ja im wahrsten Sinne des Wortes entspannter.


    Hat der Steg eine statische Funktion?


    Wenn der gerissene Steg keine statische Funktion hat, würde ich vor allem bei Grauguss gar nicht schweißen sondern nur abdichten. Das sollte auch mit Weichlot gehen (wie verzinnen). Weil ...


    Die Montageflächen sind den Bildern nach geplant und die Durchgangsbohrungen geschliffen oder gerieben. Da geht der Toleranbereich vermutlich weg von mittel eher Richtung fein.


    Die Hitze beim Schweißen kann auch zum Verzug an den geplanten Flächen und anderen Rissen führen, z. B. wenn der jetzige Riss ein Schwindriss ist und das Gehäuse sich so entlastet hat. Ich finde den Riss nämlich ziemlich breit an der Oberseite des Stegs.


    Grüsse

    Lampe vorne, Lampen hinten, Batterie und LiMa?


    Da kannst Du den Schaltplan eines Mofas nehmen bzw. Du brauchst überhaupt keinen bzw. den kannst Du Dir malen. Schreib Dir die Watt-Zahlen an die Verbraucher damit Du nachher weist, wie viele Ampere von der Batterie durch die Haupt-Leitung in den Sicherungskasten laufen und dann weiterverteilt werden.


    Das ist wie bei einer Wasser-Versorgung im Haus. Die Ampere (Strom) sind die Liter und die Volt (Spannung) ist der Druck. Viele Wasserhähne im Haus brauchen eine dickes Rohr bevor auf die Hähne verteilt wird.


    Du hast nur Zuleitungen an die Verbraucher (=Waschbecken), abgehend vom Schalter (=Wasserhahn) oder Zündschloss-Schalter. Alles Parallel-Schaltungen. Da muss der Sicherungskasten (=Aqua-Stopp an der Waschmaschine) z. B. vor den Schaltern/Zündschloss davor sein falls es zum Kurzschluss (Rohr platzt) kommt. Dann gehen nämlich rund 200 Ampere aus der Batterie direkt durch das Kabel. Das glüht dann richtig und die Umhüllung brennt.


    Male erst mal einen Baum von der Batterie über den Sicherungskasten über die Schalter zu den Verbrauchern. Danach dann auf einem DIN-A-4-Blatt so wie es im Traktor läuft. Vorne zwei Lampen, hinten zwei Lampen, Schalter/Zünschloss in der Mitte, Batterie ungefähr da wo sie sitzt, Anlasser ebenso.

    Die Masse (Minus) geht über über Bleche und Block zur Batterie und/oder LiMa. Der Sicherungskasten bekommt seine Zuleitung von der Batterie. Im Kasten vor den Sicherungen kannst Du verteilen. Von den Sicherungen geht es zu den Schaltern. Zwischen Batterie und Sicherungskasten kannst Du sicherheitshalber eine fliegende Sicherung einbauen. Bei den wenigen Kabeln kannst Du auch ohne Sicherungskasten nur mit fliegenden Sicherungen arbeiten. Das ist Geschmackssache.


    Ich hatte unseren Eicher ED 14 nach dem Schaltplan einer Hercules MK2 verkabelt. 6 Lampen, 4 Blinker, Anlasser, LiMa und Batterie.

    Wichtiger ist der Kabeldurchmesser (des Kupfers). Der ist vorrangig abhängig von den Ampere und die von der Leistung des Verbrauchers. Die Volt sind immer gleich, je nach LiMa 6 oder 12 Volt. Leistung durch Volt = Ampere. Eine 21-Watt-Lampe zieht bei 12 Volt 1,75 Ampere, bei 6 Volt 3,5 Ampere.


    Für den Kabeldurchmesser gibt es Tabellen bzw. Rechenformeln bzw. im Internet direkte Rechner. Manchmal stehen die Durchmesser auch in einem Moped-Schaltplan drin.


    In einer alten Waschmaschine sind viele verschiedenfarbige Kabel, teilweise mit KFZ-Steckern drin. Buschierrohr (schwarze Umhüllung) nicht vergessen wegen Vibrationen und scheuern. Es dürfen wegen den Vibrationen nur gedrillte Kabellitzen genutzt werden. Massive Litzen können brechen und dann das Kabel schmoren.


    Falls Du Blinker anbringen solltest, brauchst nicht die teuren Traktor-Relais. Das geht mit billigen einfachen Auto-Relais vom Schrottplatz oder aus dem Internet, auch beim Warnblinker. Der Warnblinker kann über dasselbe Relais laufen. Da reicht ein einfacher Zugschalter (z. B. VW-Käfer, alter VW-Bus oder aus dem Internet).


    Tabellen mit den Nummern an Schaltern und Relais findest Du im Internet. 30 ist z. B. Stromversorgung (Plus) ungeschaltet, also vor dem Zündschloss oder Schalter. 15 müsste die Stromversorgung nach einem Schalter sein. Fast immer muss die Nummer am Ausgang des Schalters mit der Nummer am Einang des Verbrauchers identisch sein. Die Zahlen geben fast immer den Weg der Zuleitung vor. Der LiMa-Ausgang (Plus) muss an den Batterie-Plus dort wo die Hauptleitung zum Sicherungskasten geht.

    Hallo Lore,

    der Begriff Außenschuh und auch Innenschuh war mit bis jetzt nicht geläufig. Ich meinte das Ende des Balkens, die äußerste Spitze, die Gras einfängt und ins Messer führt. Der Außenschuh hat vorne ja auch einen Finger/Spitze. Ich vermute, dass wir beim äußersten Messer dasselbe meinen.


    Gruß Zeidler

    Guten Morgen,


    GÄNGE

    Bei zwei Gängen gleichzeitig drin beim 1 d den Sitz abbauen und den Deckel den Schalthebels öffnen. Das geht flott. Wenn der Verschleiß zwischen Hebel und den Klauen der Schaltgabeln nicht besonders groß ist, ist wahrscheinlich eine der die jeweilige Schalt-Stellung haltenden Federchen über den einrastenden Kugeln gebrochen. Die Federn kosten wahrscheinlich unter einem Euro das Stück. Ich hatte im Fachhandel 1,80 EUR für drei bezahlt. Du findest die Federn unter einer Leiste vor den Klauen der Schaltgabeln. Aufpassen, dass nichts ins Getriebe fällt (Magnete, Lappen). Falls es die Federn sind, würde ich alle drei tauschen. Die Leerlauf-Stellung wird durch die mittige Klaue für die beiden Schaltgruppen vorgegeben. Somit Gänge 1 bis 3 oder 4 bis 6 vorwählen und die beiden anderen Klauen so schieben, dass die Klauen fluchten (Leerlauf). Zur Kontrolle kannst Du auch ein Rad hochbocken und daran drehen oder den Schlepper hin und her schieben. Beim 1 d alles recht einfach. Die Technik ist Stand 1960er (Farmer 1 Z) mit größerem Motor und "moderner" Motor-Haube. Die Bilder in der Bedienungsanleitung sind fast alle vom 1 Z. Man kann im Internet eine Bedienungsanleitung vom 1 Z als PDF runterladen. Da steht das meiste drin, auch zum Mähwerk.


    MÄHWERK

    Etwas komplizierter ist der Anbau des Mähwerks. Die von der Heck-Hydraulik kommende Stange muss genau eingestellt sein, im Zweifelsfall am Spanner zu lange einstellen. Ansonsten reißt Du den Grauguss-Halter des Mähwerks ab. Es steht so in der Bedienungsanleitung und es stimmt. Ich habe schon eine Mähwerk-Halterung abgerissen. Ich würde auch nicht die Voll-Aushebung nutzen sondern den Balken bei ca. 25 bis 35 Grad zum Erdboden stehen lassen. Bei Voll-Aushebung (ca. 80 Grad zum Boden) haut der Balken mit Schwung hoch und bei 25 Grad ist es auch nicht so wichtig, dass die automatische Trennung der Mähwerk-Kupplung auslöst. Das Messer kann dann noch mitlaufen. Für die automatische Trennung sollte der die Kupplung ausrückende Gleitstein noch gut sein und der Seilzug muss ziemlich genau eingestellt sein. Ich bevorzuge die Hand-Schaltung für das Mähwerk am Lenkrad. Das schont die Nerven und die Keilriemen am Antrieb.


    Die Spitze des Messerbalkens muss leicht über dem Fuß des Balkens stehen und ein wenig vorlaufen (gilt für alle Balken-Mähwerke mit Seitenabau), weil der Schlepper je nach Luftdruck in den Hinterreifen durch den Widerstand des Balkens minimal aus der Flucht geschoben wird. In der Bedienungsanleitung ist ein Winkel aus drei ca. 2m langen Brettern als Lehre gezeigt (Maurerwinkel 3 zu 4 zu 5) Die Finger bzw. der Balken sollten bei Fahrt paralell zur Fahrtrichtung stehen und daher im Stand minimal nach links, damit das Gras gut in die Finger läuft. Falls Du eine neue Antriebsstange nutzt oder eine selbst aus Holz gesägt hast, muss Spitze des äußersten Messers bei OT bzw. rechtester Totpunkt unter dem äußersten Finger stehen, es darf keine Lücke zwischen der Spitze des Messers und der Spitze des Fingers sein . Ansonsten schneidet die äußerste Klinge nicht sauber und Gras bleibt oben hängen und wird immer mehr. Man sieht hier und da selbst gebaute Messer-Antriebsstangen aus Metall. Diese sollten aus Holz sein, das sie eine Soll-Bruchstelle zur Schonung des Messers und des Balkens sind, falls man mit scharfen Messern z. B. Brombeer-Hecken oder Wildlinge von Obstbäumen bis z. B. 15 mm Durchmesser beseitigt. Da kann man dann natürlich nicht die volle Breite des Balkens nehmen.


    Gruß

    Guten Morgen Benny,


    ich beziehe mich auf Deine Eröffnungsfrage. Wir fahren einen 1D seit ein paar Jahren. Erste Maßnahme nach dem Kauf: Gebläsegehäuse öffnen und die Kühlrippen kontrollieren bzw. säubern. Ich konnte bei unserem einen LKW voll Zeug rausholen, ohne dass das von außen zu sehen war.


    Falls Du ein Schnellgang-Getriebe hast, muss/soll dort ein für ein Hypoid-Getriebe geeignetes Getriebeöl rein. Bei einer Doppelkupplung (es gibt wohl auch welche ohne) sollte die Sperre für die zweite Kupplung eingelegt sein, solange diese nicht benutzt wird.


    Der MWM-Motor hat eine offene Gehäuse-Entlüftung. Wenn er da ein wenig raucht, ist das nach Auskunft mehrerer älterer LaMa-Meister normal. Unserer springt mit 2.800 Bh trotz dem Rauchen bei -10 Grad (voll durchgehühlt) sofort bei den ersten Umdrehungen an. Eine Vorglüh-Anlage kann nachgerüstet werden (wahrscheinlich für die Alpen).


    Die Unterlenker sind bei maximaler Belastung durch ihr Profil schnell krumm. Insgesamt ist die Heck-Hydraulik (nicht das Steuer-Gerät) eher Stand 1960 als 1972. Das gilt auch für das Standard-Mähwerk, was aber bis auf die Aushebung nicht schlecht ist. Den Motor kann man entdrosseln, würde ich aber nicht machen. Das Getriebe ist nach meiner Kenntnis nicht für die machbaren 45 MWM-PS ausgelegt. Wie jeden luftgekühlten Motor nicht nach schwerstem Einsatz mit hoher Erwärmung (z. B. mehrstündiges Ackern) sofort abstellen sondern einige Minuten im Stand laufen lassen, damit der Motorblock gleichmäßig abkühlt.


    Laut Beschreibung als Motor-Öl mineralisches Einbereichsöl: Im Winter SAE 10 , im Sommer 20, bei tropischen Verhältnissen SAE 30. Ich habe wieder auf Einbereichsöl umgestellt. Das muss aber jeder selbst entscheiden. Selbst das billigste SAE 15 W 40 CC oder CD schmiert sicher mehr als genug. ÖW bei der Einspritzpumpe nicht vergessen.


    Eine Kopie des Original-Wartungsplanes von 1973 kann ich Dir auf Wunsch übersenden. Ich weiß natürlich nicht, ob das später noch Änderungen von Fendt vorgenommen wurden.


    Zumindest ohne Frontlader ist der 1D ohne Frontgewicht vorne zu leicht und bei Heck-Anbaugeräten oder viel Last auf dem Zugmaul dann auch bei Bodenwellen und Schnellgang ein Abenteuer. Front-Ballast ist daher zum Empfehlen.


    Einen Binger Seilzug (Seitenwinde) mit Anbaurahmen für den 1D kann ich zum Kauf anbieten. Auch der ganze 1D ist käuflich, da wir uns einen zweiten Traktor zugelegt haben.


    Gruß Zeidler

    Ich habe ein paar Felgen von einem Porsche Diesel Standard, Bj. 1959. Es müsste die Größe 8X32 sein. Diese Größe wurde laut Wikipedia auch serienmäßig auf dem A22 gefahren. Ob der Lochkranz passt, weiß ich nicht. Grüße Zeidler

    Hi,


    es ist der Dekompressionshebel. Ich hatte einen Eicher ED 14 (ja, den gibt es) mit sehr, sehr wenig Betriebsstunden, Bj. 1959, 1360 ccm Hubraum.


    Einen Eicher-Einzylindermotor (es gab auch Einzylinder-Deutz-Motoren) kann man bei einem normalen Eicher-Schlepper ankurbeln. Nach meiner Kenntnis sind die Motoren beim Geräteträger gleich. Die EIcher-Einzylinder-Motoren unterscheiden sich vermutlich nur durch den Hubraum.


    Ob das Ankurbeln auch beim Geräteträger geht, weiß ich nicht. Wie es mit dem Vorbau beim GT klappen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Man braucht nach rechts gut einen Meter platz für einen guten Stand.


    Wenn Du ihn ankurbeln willst, musst Du gut frühstücken, den Kolben kurz hinter den oberen Totpunkt stellen (Kurbel auf 1 Uhr) und dann mit viel, viel Schwung drehen (Kompressionshebel in Ruhestellung ohne Dekompresssion). Wichtig ist der erste Anschub, daher am Besten leicht hüpfen und mit steifen Armen auf die Kurbel fallen lassen. Es klappt bis etwa Null Grad Außentemperatur ganz gut.


    DIE DAUMEN ÜBER Die KURBEL!!!!!! Mit zu wenig Schwung schlägt er zurück, evtl. mit kleiner Zündung. Das ist wie der Tritt eines Ponys. Da kann man sich ansonsten die Daumen brechen. Es gibt großes Aua bei einem Rückschlag


    Als Direkteinspritzer verdichtet der Motor recht hoch. Ohne den Dekompressionshebel dauert es ewig, den Kolben über den OT zu bringen. Es kann auch einer kurbeln und einer auf Kommando den Hebel schließen. Das ist aufgrund des möglichen Rückschlages mE nicht ganz ungefährlich.


    Der Hebel kann auch bei einer schwachen Batterie genutzt werden, steht ja schon oben.


    Grüße

    Hallo,

    das Zugmaul wurde an Haslanger verkauft (siehe oben) und passt an seinen Schlepper. Den Schlepper-Typ müsst Ihr bei Interesse bei Haslanger erfragen.


    MfG Zeidler

    Hi,

    ob sie kein HD-Öl bekommen sollen, weiß ich nicht, wollte ich nicht sagen und habe ich auch aus meiner Sicht nicht geschrieben. Mit unlegiertem Öl läuft vermutlich aber nicht viel falsch. Dafür war der Motor ja mal konstruiert worden. Ich bin keine Experte für alte Fendt-Motoren. Bei den Betriebsstunden pro Jahr und Betriebsbedingungen, bei denen die alte Schätzchen gefahren werden, ist es vermutlich fast egal.


    Ich weiß es (nach Infos aus mehreren Quellen) explizit nur für Motoren mit Zentrifugenreinigung. Bei unserem Porsche (verkauft) war es lange Jahre missachtet worden. Der Motor war ziemlich verschlissen. Ich schätze, das hängt mit dem Filtersystem des jeweiligen Motors zusammen.


    Grüße
    Frank

    Hallo,


    mein Kenntnisstand nach 30 Jahren Ölwechsel an einem Motor mit Zentrifugenreinigung (Porsche), einem Motor mit Metallgewebe-Filter (Eicher) und Filterpatrone wie beim Auto (Fendt mit MWM-Luftgekühlt) und anderen Motoren ist folgender:


    1. Bevor die Filterpatronen mit feinem Filterpapier kamen, waren die Motoren für unlegiertes mineralisches Öl gebaut. Das musste im Frühjahr in SAE 30/40/50 und im Herbst in SAE 15/20 gewechselt werden. Wer nicht ackert, kommt mit SAE 30 gut durch's Jahr. Unlegiertes mineralisches Öl gibt es auch heute noch für rund 25 EUR pro 5-Liter-Kanister. Bei der Verwendung ist eingeplant, dass die Ölwanne nach mehreren Ölwechseln vom Öl-Schlamm befreit werden muss. Der Ölschlamm bildet sich, da dieses Öl keine Schwebstoffe mitführt. Diese Öle sind, da unlegiert, immer Einbereichsöle. Unlegiertes Öl soll nach meiner Kenntnis bei einer Öl-Reinigung im Motor mittels Zentrifuge und bei vielen Rasenmähern und Kompressoren genutzt werden.


    2. Mit den aufkommenden Fein-Filtern musste das Öl die Schwebstoffe mitnehmen und wurde legiert (= HD-Öle). Bis in die 70er noch als Einbereichsöle bzw. Sommer-Öl und Winter-Öl. Später dann als Mehrbereichs-Öle, z. B. 15-W 40 (im Sommer bei Hitze wie ein SAE-40-Einbereichsöl, im Winter wie ein SAE-15-Einbereichsöl durch Additive). Bei einem Motor mit Filterpatrone kann man also ohne Probleme SAE 15 W40 fahren. Die Bedienungsanleitung unseres Fendt von 1973 mit MWM-Luftgekühlt (Farmer 1D) spricht noch vom Ölwechsel im Frühjahr und Herbst, gibt aber wegen der Filterpatrone schon HD-Öl vor.


    3. Für einige Motoren gibt es Umrüstsätze von Metallgewebe-Filter auf eine Filterpatrone.


    4. Im Metallgewebefilter bleib ziemlich viel hängen. Von daher vermute ich, dass solchen Motoren ein HD-Öl nicht schadet. Der Eicher hatte auch nach 50 Jahren trotz viel HD-Öl (SAE 15 W40) eine sehr, sehr gute Kompression.


    5. Ein unlegiertes Öl ist immer ein Einbereichsöl, ein legiertes Öl (HD-Öle) gibt es als EInbereichsöl und Mehrbereichsöl.


    6. Mineralische Öle sind hitzefester als voll- und teil-synthetische Öle. Von daher brauchen ältere luftgekühlte Benzin-Zweitakter ein mineralisches Öl. Ob luftgekühlte Dieselmotoren unbedingt mineralisches Öl brauchen, ist mir nicht bekannt.


    7. Benzin- und Diesel-Motoren, die mit mineralischem Öl gefahren wurden, sollten nicht mit synthetischem Öl gefahren werden, da dieses die Ölkohlen-Rückstände auflöst, die zur Abdichtung des Motors gebraucht werden.


    8. Bitte berichtigen, falls ich etwas falsches geschrieben habe.


    9. Weiß einer, ob bei einem unlegierten Öl die Schmierfähigkeit höher ist, da 100% Öl und bei legiertem Öl wegen den Additiven keine 100% Öl? Altert legiertes Öl schneller als unlegiertes, weil die Additive oxidieren?


    Grüße

    Frank

    Guten Morgen Tim,


    das Zugmaul ist noch da. Was hast Du für einen Traktor?


    Ich dachte an 60 EUR. Du kannst es ausprobieren. Wenn es nicht passt, bringst Du es innerhalb eines Monats wieder zurück und bekommst Dein Geld wieder.


    In anbetracht des Alters übernehme ich aber keinerlei Gewährleistung, Garantie und/oder Haftung. Es sind für mich keine Schäden erkennbar. Bevor Du einen 8-Tonnen-Anhänger dranhängst sollte vielleicht mal ein Landmaschinenmechaniker-Meister draufschauen.


    Abholen wäre mir am liebsten. Wo wohnst Du? Einen Versand und die Kosten müssten wir extra besprechen.


    Grüße

    Frank Holl
    Mobil 0163 7841412