Posts by Holzmichel_67

    Hallo DEoris,


    das gleiche Problem hatte ich bei meinem Favorit 3 (F150/7) auch. Hier war der Grund ein defekter Sicherungsring des Dichtkörpers (ET Liste Getriebe Seite 16 Pos 20) der Hakenspringring Nr. 22 war defekt.

    Beim Favorit 3s (165/7) ist die Sache nicht so einfach wie beim Favorit 3 :-(. Laut Ersatzteilliste wird der Dichtkörper durch Pos.2 (ET Liste Getriebe S42-2) ersetzt. Wenn nun Getriebeöl aus der Kupplungsglocke läuft, ist entweder der O-Ring Pos. 10 oder der Wellendichtring Pos.11 oder Beides defekt.

    Eine solche Reparatur habe ich allerdings noch nicht durchgeführt und somit kann ich dir nicht sagen, ob das durch Ausbau der Hohlwelle Pos.1 und anschließend Demontage der Pos. 2, möglich ist oder ob hierzu das Zapfwellengetriebe demontiert werden muß.


    Hoffe dir geholfen zu haben

    Gruß

    Hartwig

    Hier noch eine weitere Anleitung.


    Wenn die alten Tragflächen zu sehen sind, sollte es auch darauf eingestellt werden.

    War denn der Triebling auch demontiert? Wenn ja, sitzen das Lager und die Scheiben fest? Eventuell einen Setzschlag mit dem Schonhammer auf auf den Triebling geben. ABER UNBEDINGT SCHONHAMMER VERWENDEN!!!



    Gruß

    Hartwig

    Heiko hat recht,

    bei uns auf dem Betrieb gab es einen Super Automatik s in Silber mit 2,10 Meter Schneidwerk. Muss so 1963 angeschafft worden sein. Der Favorit 1 war in der Tat nicht leistungsstark genug (jedenfalls bei unseren Beständen). Deshalb bekam er auch wegen Unwissenheit nach einem Jahr den Motor vom Favorit 2. Was der Dorfschmied nicht wusste, dass es der gleiche Motor mit etwas anderer Einstellung war. Also hätte man den Motor nur anders einstellen brauchen statt zu tauschen. Wie auch immer, der Favorit 1 hatte weiter zu wenig Leistung für den Drescher. Erst als im Februar 1967 der Favorit 3 Allrad kam ging das Dreschen wie es sollte.

    Der Super Automatik s ist im Gegensatz zum Garant ein Drescher mit Quer- Längsfluß. Soll heißen, das Stroh fällt nicht dort wo gemäht worden ist, sondern auf der Spur links daneben. Wenn man nun mit dem Drescher angemäht hat, mußte man beim Gegen- oder Zurückmähen die doppelte Menge Stroh durch den Drescher befördern. Vorteil dieses System war die an der Rechten Seite angeordnete Dreschtrommel, die durch Abschrauben eines Bleches im Stehen zugänglich war. Hatte man also einen Trommelwickler, war die ohne irgendwo dazwischen kriechen zu müssen relativ bequem im Stehen zu beseitigen. Reversiereinrichtungen gab es damals noch nicht! Der Claas SF hatte eine verlängerte Dreschtrommelwelle, in die eine Brechstange oder ähnliches zum Rückwärtsdrehen, im Fall eines Trommelwicklers, gesteckt werden konnte.

    Nun zum Dreschen mit dem gezogenen Dreschern. Im Allgemeinen stellt dies kein Problem dar, auch bei Hanglage (zumindest die, die bei uns vorkommt) nicht. Wenn der Drescher allerdings vom Schlepper per Zapfwelle angetrieben worden ist, konnte es problematisch werden, wenn der Schlepper eine ungünstige Gangabstufung hatte. Dies war bei uns im Dorf bei einem Claas Junior gezogen vom MF 65 der Fall. Wie bereits erwähnt ist das Gespann Schlepper mit gezogenem Drescher nicht so wendig wie ein Selbstfahrer. Unter den Gezogenen ist der Quer- Längsflußdresche wohl der etwas wendigere, da er etwas kürzer gebaut ist. Nachteil gibt es beim Anmähen und meiner Meinung nach durch die Umlenkung beim Quer- Längsfluß, was klare Grenzen beim Durchsatz setzt.

    Bei uns im Dorf sind bis Ende der 70er Jahre mehrere gezogene Drescher gelaufen. 3 Super Automatik s ( gezogen vom MF 178, Fendt Favorit 3 Allrad und Fordson Major) und ein Claas Garant. Gelaufen ist der Garant zuerst hinter einem IHC 624 und ab 1978 hinter einem IHc 844s. Der Garant ist erst nach Grenzöffnung 1990 abgeschafft worden, nachdem der Besitzer einen MDW 524 gekauft hatte. Der Garantbesitzer hat uns übrigens den Acker zum Pflügen zur Verfügung gestellt (Pflug Tag bei Hartwig).


    Gruß

    Hartwig

    Hallo,


    hier ein paar Bilder zu den Unterschieden vom D208 und KD 210.5

    Kolben:

    D208

    fendt-oldtimer.de/wcf/index.php?attachment/33501/

    KD210.5

    fendt-oldtimer.de/wcf/index.php?attachment/33503/

    Zylinderköpfe


    Links D208 mit Ventilen Rechts KD210.5 ohne Ventilen


    fendt-oldtimer.de/wcf/index.php?attachment/33505/




    im eingebauten Zustand

    D208 Umbau (zuvor KD 210.5V)



    KD 210.5V



    Die Daten zum Einstellen des Förderbeginns können bei Theopold Parts in den Datenblättern nachgelesen werden.


    Gruß

    Holzmichel_67

    Da, sich Heiko und Sascha bei mir so nett bedankt haben, möcht ich mich ebenfalls bedanken.
    Bei Heiko speziell für die netten Gespräche und die vielen Informationen und bei Sascha speziell für das Ablösen beim Pflügen?, sonst hätte ich mit Heiko nicht so lange und intensiv reden können.

    Anbei noch ein Bild vom Start zum pflügen.

    Im Deutzforum gibt es unter folgendem Link:
    http://www.deutzforum.de/index…d/24870-pflug-rabe-taube/

    Einen guten Beitrag über Verbreiterung von Rabe Taube K 60 und Niemeyer Volymat.

    Die Taube kann mittels Keil auf 30 cm Arbeitsbreite umgebaut werden und der Niemeyer hat von Haus aus 35 cm.

    Bei der Taube kann die Spurweite eingestellt werden. Beim Niemeyer weiss ich es nicht.

    E.v. kannst Du dir zum Pflügen ander Hinterräder besorgen? Bei 10.5-18 für vorn passen hinten 12.4-36. Bei 10.5-20 vorn passen hinten 13.-36. Ist nur so eine Idee.

    Gruss

    Hartwig

    Bei der 320er Bereifung sollte die Schnittbreite pro Schar min 32 cm sein, wenn Du in einer komplett geräumten Furche fahren möchtest. Bei dieser Schittbreite und eurem Boden ist ein 3 Schar für den Farmer 4s grenzwertig. Der gezeigte Pflug scheint nicht die erforderliche Schnittbreite zu haben. Was ist das für ein Hersteller? Könnte ein Lemken sein. Der Lemken D25/50k hinderm Farmer 2d hat eine Schnittbreite von 25 cm. Wäre für deinen 4s also zu schmal. Ausserdem passt dieser Pflug von der Spurweite nicht zu deinem 4s. Da der 4s eine Spurweite von 150 cm hat und man an den D 25/50 die Spurweite, soweit ich das sehen konnte, nicht umstellen kann.

    Bezüglich der Streichbleche solltest Du darauf achten, dass Streichbleche für schweren Boden, die nicht so stark geschwungen sind, verbaut sind.

    Wenn der 4s einen Kipperanschluss hat, bist Du nicht an die mechanische Drehvorrichtung gebunden. Ist der Anschluss nur einfachwirkend muss noch zusätzlich ein Wendeventil verbaut sein oder werden (kann z.B. bei Firm Lo-Com bezogen werden).

    Du solltest also beim Kauf unbedingt auf Spurweite bzw Möglichkeit der Spurweitenverstellung, den Schartyp und die Art der Drehvorrichtung achten. Weiter sollte auf Verschleiss der Schare und der Anlagen geachtet werden.

    Gruss

    Hartwig

    Um eine Empfehlung abgeben zu können, sind noch einige Informationen erforderlich.


    Wieviel Erfahrung hast Du mit Pflügen?

    Was für Boden habt ihr?

    Wie tief soll gepflügt werden?

    Wieviel soll gepflügt werden?

    Soll es ein Volldreh- oder ein Beetpflug sein?

    Welche Bereifung hat der 4sa?


    Beetpflüge lassen sich in der Regel einfacher einstellen.

    Da der Favorit 3 (ab 1966) und der Farmer 4s den gleichen Motor haben und auch ähnlich viel wiegen, sollte die Zugleistung beim Pflügen ähnlich sein.

    Bei unseren Bodenverhältnissen (60-95 Bodenpunkte mit Ton-, Kleiköpfen und Hanglagen), ist der Favorit 3 mit der 3scharigen Feldtaube ausgelastet. Mein Vater hat mit unserem damaligen Favorit 3 Allrad (Bj.02.1967) bei schwierigen Verhältnissen sogar mit einem 2 Schar Winkeldrehpflug, der zum Favorit 1 angeschafft worden ist, gepflügt.

    Bei den Pflügen handelt es sich um


    einen 3 Schar Rabe

    Typ Feldtaube A lll 65

    27 cm Schnittbreite pro Schar

    Rahmenhöhe 65 cm


    Einen 2 Schar Lemken

    Typ D 25/50K

    25 cm Schnittbreite pro Schar

    ich vermute (da es nicht mein Pflug ist,weiss ich es nicht genau) aufgrund der Bezeichnung eine Rahmenhöhe von 50 cm.

    Gruss

    Hartwig

    Vermutlich ist an dem Zylinder mit der Riefe der 1. Kolbenring gebrochen. Dies ist daran zu erkennen, dass der "Russsteg" länger als bei den anderen Zylinder ist. Wie es aussieht ist es der vorderste Zylinder. Den gleichen Schaden hatte ich am Favorit 3 (150/11). Da die D208 Motoren teilweise Kavitationsprobleme haben, würde ich alle Zylinder und Kolben erneuern. Als absolutes Minimum muss der defekte Kolben und Zylinder getauscht werden. Oder es werden nur die 4 Zylinderlaufrohre und der defekte Kolben getauscht. Bei den letzten 2 Varianten müssen aber alle Kolben mit Pleul ausgebaut und gewogen werden. Der Gewichtsuntetschied von Kolben mit Pleul, darf die im Werkstatthandbuch (wenn ich mich recht entsinne 20g) angegebene Toleranz, nicht überschreitrn. Weiter würde ich die Dehnschrauben und Lagerschalen der Pleule erneuern.
    Gruss
    Hartwig