Wie es beim Farmer 300 LSA gelöst ist, kann ich leider nicht sagen ...
Im Partsbook ist gar keine Frostschutzpumpe ersichtlich...
Noch dazu gibt's ja eine Einbauvorschrift von Wabco wo der Anschluss stattfinden soll, das wäre bei mir links vorne...
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Register a new accountWie es beim Farmer 300 LSA gelöst ist, kann ich leider nicht sagen ...
Im Partsbook ist gar keine Frostschutzpumpe ersichtlich...
Noch dazu gibt's ja eine Einbauvorschrift von Wabco wo der Anschluss stattfinden soll, das wäre bei mir links vorne...
QuoteIm Partsbook ist gar keine Frostschutzpumpe ersichtlich...
Kann gut sein, nicht jede Anlage hat zwingend Lufttrockner- oder Frostschutzpumpe.
Mein ehemaliger alter 611s hatte auch nichts dergleichen...
Im Forst waren wir eigentlich ganz gut dabei ... nun hat der schwere Schnee der letzten Wochen uns einiges an Schneebruch beschert und somit ein paar Tage zusätzliche Arbeit![]()
Um die Baustellen angehen zu können, muss aber auch erst einmal die Befahrbarkeit überall passen und der Wetterbericht hat gut Regen in der Vorhersage ![]()
Das erste mal durfte der Minibagger mit den in den Forst, insbesondere um zwei Kronen über Zäune zu haben.
Hat sich richtig gut bewährt der kleine, war insgesamt eine große Hilfe.
Hallo,
hab noch gar nicht geschaut wie es in Gebiet aussieht wo ich momentan drin bin.
Muss mal sehen.
Wie bringst du den netten kleinen Bagger in den Wald? Mit dem kommenden Regen dürfte es Ruckzug recht matschig da drin werden...
Gruß Uli
Hi Uli,
in diesem Waldstück konnte der Bagger die wenigen hundert Meter "auf Achse" über den Waldweg selbst meistern.
Sonst bleibt natürlich nur der Tieflader zur Anfahrt, was wiederum wegen 3-4 Bäumen grundlegend schon zuviel Aufwand ist...dann direkt den Rückewagen dabei.
Beim Schneebruch bietet das nächste Stück - wo wir schon fertig waren - nun wieder 15 Stück.
Da macht lohnt es sich schon eher...
Mal abwarten, was das Wetter macht.
Macht auch keinen Sinn im größten Dreck zu wühlen
Nach der Forstsaison ist vor der Forstsaison ...
Nachdem die Feldarbeit ruft, wird es Zeit die Forstsaison zu beenden - es reicht auch mal wieder.
Der Schneebruch ist aufgearbeitet, die letzten Fuhren ins Sägewerk gefahren, nun geht es Stück für Stück auch an die Reinigung und Wartung der Forstgeräte.
Alle Versuche den Grammer-Luftsitz (MSG95A/721) des Favorit 512 im eingebauten Zustand zum schweigen zu bringen, waren absolut erfolglos. Jede kleine Federbewegung des Sitzes wurde mit nervtötenden quietschen quittiert...dies kann selbst am 512 den Fahrspaß vermiesen.
Der Sitz wurde ausgebaut und zerlegt, der Übeltäter dürfte wohl in einem rostigen und leicht gefressenen Bolzen des Scherengelenks gefunden sein. Hier kann man "von außen" sprühen was man will, es kommt kein Schmiermittel an den Bolzen. Der zweite Bolzen war hingegen blank und neuwertig ...
Beide Bolzen wurden großzügig mit Anti-Seize versorgt und montiert, der Sitz wartet nun noch auf eine weitere Reinigung und den Zusammenbau - er soll dann (wenn er passt) - am Radlader Verwendung finden.
Was ist mit der Motorsäge? Kaputt ?
QuoteWas ist mit der Motorsäge? Kaputt ?
Nein, nur Wartung.
Zur ordentlichen Reinigung nehme ich ab und an den Starter ab.
Hallo,
ja, die Dinger müssen gereinigt werden. Da setzt sich auch Dreck an den Kühlrippen ab, zumindest bei meiner Husquarna..
Diese Späne-Ölpampe findest überall in der Säge..
Gruß Uli
Nein, nur Wartung.
Zur ordentlichen Reinigung nehme ich ab und an den Starter ab.
Achso ok
Hi,
kleiner Bericht aus der Werkstatt...
Am 307Ci haben sich die Bremsen in den letzten 2-3 Wochen merkbar verschlechtert. Nach etwas Standzeit der Maschine, waren die Bremsen in den ersten Minuten kaum zu dosieren - die Bremswirkung insgesamt war tadellos.
Nachdem die Plastikkappen der Bremszylinder abgenommen waren und beide Zylinder innen nass waren - rechts deutlich mehr wie links - war klar, dass ich mir ein einstellen überhaupt sparen kann.
Der Wechsel der Bremszylinder an sich, war keine große Sache, die inneren Gummi-Manschetten wurden mit erneuert.
Etwas ernüchtert war ich, in welchem Zustand die Bremsflüssigkeit nach 2,5 Jahren "wieder" war... vor einer Weile hatte ich diese zumindest mit einem "Tester" geprüft (auf Feuchtigkeitsanteil), war noch im Rahmen.
Naja ... irgendwo haben evtl. Wechselintervalle dann doch manchmal einen Sinn.
Am meisten geärgert hat mich am Ende der vordere Bremssattel der Kardanbremse, welcher im Rahmen des Flüssigkeitswechsels zu spülen war. Beim entlüften war er ein zäher Hund ... woran ich wohl selbst schuld war.
Dazu noch ein paar Sätze ... für mich als Gedankenstütze und ggfls. für jemand anderen als Hinweis.
Mein Bremsenentlüftungsgerät (wie dieses...günstiger Art) hat mir zwar schon ein paar mal gut geholfen und sich bezahlt gemacht, ein Fan davon werde ich jedoch nicht mehr.
Nachdem die beiliegenden Adapter für den Bremsflüssigkeitsbehälter aus Kunststoff so mittelprächtig sind, bin ich inzwischen eher zurückhaltend mit dem Druck.
Dazu kommt, dass ich den Bremsflüssigkeitsbehälter lieber komplett fülle und mit dem Gerät nur Druck gebe, anstatt mit dem Gerät Bremsflüssigkeit zum Druckaufbau in den Vorratsbehälter zu pumpen ... das gibt schnell sauerei.
Obwohl ich an der Kardanbremse blasenfreien Austritt von Bremsflüssigkeit hatte, hatte ich wohl zu wenig Druck um die letzte Luft aus dem System zu pressen...
Mein Spezi meinte, dass über 1,5 bar mindestens nötig sind, damit die verbauten Ventile öffnen und der Spaß anstandslos entlüftet. Irgendwann habe ich den Spagat zwischen "Deckel hält und Druck reicht" hinbekommen und auch den vorderen Sattel gut gespült und entlüftet.
Nicht jedoch ohne einmal den Adapter-Deckel vom Behälter "zu schießen" da der Druck ein bisschen zu hoch war ...
...eine Sauerei ... sofort alles mit Wasser abwaschen!
Den Druckregler des Geräts traue ich nicht ganz, daher habe ich noch einen weiteren vorgeschaltet...mit diesen lumpigen Adaptern aber eine Gratwanderung.
Habe mir nun gestern ein - hoffentlich - besseres Gerät mit Metalladaptern bestellt!
Nachdem der 307Ci nun knapp 5000 Stunden hat, denke ich wollen die hinteren Bremsen in absehbarer Zeit neue Beläge ![]()
Soweit zum Thema Bremse...
Die nächste Großbaustelle steht auch schon in der Werkstatt ... diesmal ein besonderer Vertreter aus Köln.
Wenn Interesse besteht, könnte hierzu ein etwas längerer Bericht erfolgen.
Wenn Interesse besteht, könnte hierzu ein etwas längerer Bericht erfolgen.
Von mir aus liebend gern, ich schaue mir immer sehr sehr gerne Werkstattberichte an. ![]()
Dann geht es jetzt mal etwas ausführlicher um "den Deutz - Bauernschlepper" vom Typ F2L612/54 mit 22PS von 1955, Erstzulassung 03.02.1955.
Mit Deutz habe ich eigentlich so gar nichts am Hut ... daher gilt es wohl zuerst die die Frage "warum nun ein Deutz" zu klären. Mit der Geschichte dieses Deutz-Schleppers ist es schnell erklärt ...
Exakt dieser Deutz wurde 1955 neu von meinem Großvater als erster Schlepper überhaupt am Betrieb angeschafft, noch heute höre ich Ihn den Satz "Deutz-Motoren haben Weltruf!" sagen.
Bis in den Herbst 1961 war der Schlepper bei meinem Großvater im Einsatz, er wurde dann gegen einen größeren Deutz D40S eingetauscht.
Der Deutz wurde an einem anderen Landwirt im Ort weiterverkauft um dortig dann Verwendung in der Landwirtschaft zu finden. Der neue Eigner lies die Maschine direkt um 1961 durch eine originale Dreipunkt-Hydraulik erweitern. Bis um 1980 wurde der Schlepper in der Landwirtschaft verwendet, bis eben der Betrieb aufgegeben wurde. Der Deutz ging dann an den Schwiegersohn über, welcher die Maschine für Forstarbeit, vor dem Holzspalter und der Kreissäge oder auch für anfallende Gartenarbeiten verwendete. Die Stundenleistungen waren überschaubar und wurden stetig weniger.
Uns war somit natürlich der Schlepper und Eigentümer bekannt und unregelmäßig mussten wir natürlich schon anmerken "dass wenn der Deutz einmal zu haben wäre, dann hätten wir großes Interesse".
Ende März diesen Jahres war es dann doch sehr unerwartet soweit und der kleine wurde mir Angeboten...bereits zwei Tage später war Besichtigung.
Die Erwartung, dass der kleine eigentlich nicht das härteste Leben gehabt haben sollte und er ja gut betriebsfähig ist, habe ich in dem Moment über den Haufen geworfen, als mir zum ersten Startversuch eine Dose Startpilot in die Hand gedrückt wurde und der Anlasser mit zwei Schraubendrehern gebrückt wurde![]()
.
Als der Deutz zum Leben erweckt war, lief er konstant aber für meinen Geschmack etwas "hart".
Mein Senior hat normalerweise nicht zu viel für alte Traktoren übrig, aber nachdem er einige Kindheitserinnerungen mit dem Deutz verbindet, war es auch für Ihn ein Anliegen, dass der Deutz auf jeden Fall zu uns zurück kommt.
Mein Großvater durfte es leider nicht mehr erleben, dass sein Deutz ein zweites mal "neu am Hof kommt", aber seine Urenkel haben Ihn begeistert vertreten und den Deutz begleitet - Familiensache eben.
Es versteht sich, dass der kleine Deutz dank "6km/h-Zulassung" die kurze Strecke direkt auf Achse überführt wurde. Mit dunkelsten Regenwolken im Nacken ging es im zweiten Gang der Heimat entgegen.
Nachdem die Schaltung absolut unpräzise war (Kulisse will geprüft werden), war für mich nicht ersichtlich, dass auch der Dritte noch zu schalten gewesen wäre ![]()
Zwei Fußgänger konnte ich partout nicht überholen... sie hatten mir schon angeboten zu schieben![]()
Bergab im "Polizeigang" bin ich dann aber davon gekommen.
Soweit nun die kurze Historie der Maschine und die Beweggründe...
Seit März ist nun bereits einiges an der Maschine geschehen, daher erfolgt nun nach und nach ein Bericht dazu.
Wie kurz erwähnt, die Elektrik war in Gesamtschau marode und zum Großteil ohne Funktion.
Nachdem der F2L612-Motor ein Wirbelkammer-Diesel ist, ist ein Kaltstart ohne Vorglühanlage unschön und Startpilot ist sicher keine Lösung.
Der Umstand, dass Vorglühanlage und Anlasser "out of Order" waren, war einzig einem gelösten Kabel geschuldet, welches nach 3 Minuten Suche dank des originalen Schaltplans gefunden war. Ärgerlich, dass der Motor wohl länger schon Startpilot erhalten hat, mangels Vorglühfunktion.
Nachdem dieser Fehler bereinigt war, konnte der Anlasser und die Vorglühanlage via Starterschalter zum Leben erweckt werden. Startfreudig zeigte sich der Motor jedoch nur auf einem Zylinder, der zweite wollte anfangs weiterhin nicht so.
Hätte man nun nicht schon Erfahrung mit diversen Oldtimerschleppern, würde man ja an der Stelle noch hoffen das es mit Ventile stellen, evtl. neuen Einspritzdüsen etc., man bestimmt viel bezwecken könnte ... das Glück hatte ich noch nie... aber soweit sind wir noch nicht... wir sind noch bei der Elektrik mit ihren größeren und kleineren Baustellen.
- Mehrere Sicherungshalter in beiden Sicherungskästen abgebrochen
- Sicherungen defekt und teils mit Alupapier gebrückt
- Zündschloss verbraucht
- Blinkgeber und Warnblinkgeber defekt
- Blinkschalter unvollständig
- Lichtmaschine defekt
- Bremslichtschalter defekt
- Hupe defekt
- Verkabelung mehrfach geflickt und dabei Fehler eingebaut
- Ladekontrolle leuchtet, auch wenn Zündschlüssel abgezogen
Im Laufe der Arbeiten hat sich gezeigt, dass die alten "Panzerkabel" welche im Heck des Fahrzeugs verbaut sind (also Armaturenbrett zu Rückleuchten u. Anhängerdose) teils noch angeklemmt waren. An diversen Halteschellen aus Metall war die Ummantelung der Panzerkabel völlig verrottet, ebenso die Isolierung der inneren Kabel. Der Schlepper hatte zurückliegend schon einen kleinen Kabelbrand und gab plötzlich erneut Rauchzeichen unter dem Tank ![]()
Die Kabel in den hinteren Kotflügeln wurden vor Ewigkeiten bereits einmal ersetzt, bzw. parallel neue eingezogen. Die alten "Panzerkabel" waren aus den Kotflügelstreben nicht mehr zu entfernen. Trotz dieser "neuen Kabel" war die Funktion der Rückleuchten etc. nicht gegeben. Nachdem hier auch einige Flickstellen waren, alles dieser Kabel raus und neu.
- Zündschloss erneuert
- Sicherungskästen erneuert und neue Sicherungen
- Blinkgeber erneuert
- Blinkschalter erneuert
- Rücklichter erneuert
- Kabel erneuert
- Bremslichtschalter erneuert
- Warnblinkgeber erneuert
- Anhängerdose erneuert
- Lichtmaschine ersetzt
Was sich schnell schreibt, waren - auch aufgrund eigener Fehler - einige Stunden an Arbeit.
Den Großteil der Bauteile hatte ich im Fundus, so auch einen Hella 2535-11 Warnblinkgeber der den defekten Bosch ersetzen sollte.
Als der Hella verbaut war zeigte sich, dass auch dieser eine Macke hat (oder ein 24v Bauteil ist...), es wurde also ein neuer Bosch geordert. Aufgrund leicht unterschiedlicher Anschlüsse also wieder umklemmen.
Der neue Bremslichtschalter aus dem Fundus funktionierte genau verkehrt, im Ruhezustand Stromkreis geschlossen ergo Bremslicht an. Nachdem die Einbaulage wie original sein sollte, musste ein neuer Schalter her.
Wenn alles gemacht wird, soll auch die Blinkerkontrolle gehen... macht Sie aber nicht, obwohl auch passende Glühbirnen eingesetzt sind.
Im Web habe ich den passenden Hinweis gefunden, dass billige "No-Name" Glühbirnen (Soffitte) keineswegs die angegebene Wattzahl haben und somit diesen Fehler auslösen.
Im letzten Eck des Fundus konnte ich noch zwei alte Marken-Birnen finden, welche dann auf der linken Fahrzeugseite vorne u. hinten verbaut wurden und prompt zur Funktion der Blinkerkontrolle führten.
Also einen Schwung Bosch-Birnen bestellt damit auch die rechte Fahrzeugseite bestückt werden kann und wieder Vorrat da ist. Darüber kann man sich schon ärgern ... es ist nicht geholfen, wenn die Teile 20-30-50% billiger sind als Markenware, aber letztendlich nicht die Vorgaben erfüllen. Wenn man es immer direkt wüsste...
Die Hupe wurde zerlegt und konnte nach Reinigung des Unterbrecherkontakts wieder zum Leben erweckt werden.
Der Fehler der Ladekontrolle, welche auch bei abgezogenen Zündschlüssel leuchtete, konnte letztendlich auf eine falsche Verkabelung zurückgeführt werden.
Wie in den Bildern zu sehen, wurde es immer leerer im Armaturenbrett...
Es blieb am Ende nur der "Kabelbaum" von vorne, da hier keine Mängel gefunden wurden und alle Funktionen (nach Fehlerbehebung) gegeben waren. Alle Brücken, Anschlüsse und alles "nach hinten" durfte einmal neu.
Wenn man eh schon derartig in der Elektrik wühlt, dann wird auch gleich eine "Schnellstartanlage" verbaut, d.h. die originalen Wendelglühkerzen weichen Stabglühkerzen, der Glühwiderstand entfällt, dafür wird ein anderer Glühüberwacher benötigt ...
Neben den Hürden durch defekte Bauteile, habe ich mir auch den ein oder anderen kleinen Fehler selbst gebastelt.
Hier war wohl das Problem, dass es irgendwie keinen 100%igen "Schaltplan" gibt.
Die alten Pläne des Schleppers mit Kabelfarben usw. umfassen keine Blink- und Warnblinkanlage, die Anschlusspläne der Warnblinkschalter i.d.R. keinen Anschluss der Anhängerdose usw. ...
Für einen Elektriker, Mechatroniker und ähnliche Fachkundige sicherlich nur ein müdes Lächeln wert, für einen Bastler kann die Zweikreisschaltung hier schon ein paar Fehlerquellen stellen - insbesondere wenn dann noch das ein oder andere Bauteil nicht will.
Zur Anhängerdose wurde ein 7-poliges-Kabel eingezogen, für das Rücklicht links von der Dose abgegriffen, hier habe ich mir z.B. selbst einen Fehler eingebaut durch eine falsche Klemmung.
Lange Rede ... die Elektrik ist nun nach einigen Stunden wieder vollständig funktionsfähig, nur die Lichtmaschine muss sich noch beweisen.
Gruß Fendtman
Sowas ähnliches wie du hier beschreibst tuckert bei mir auch rum.
Deutz D30s in späterer Ausbaustufe, also schön mit der Transfermatic Regelhydraulik.
Haben wir vor 20 Jahren aus nem Hühnerstall gezogen, da der zuerst nur als Stationärmotor dienen sollte hat der aber bei weitem nicht so viel Zuwendung erfahren wie deiner jetzt schon...
Wird auch wohl nicht so schnell passieren.
Auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg,schön mitzulesen!
Hallo,
Schöner Bericht! Ein ausführlicher Bericht über die Instandsetzung der Bremsen würde mich sehr interessieren. Das steht mir auch bald bevor…
Gruß
Björn, der den Deutz schon im Deutzforum gesehen hat…
Hi,
das Thema Bremsen steht derzeit eigentlich nicht auf der Agenda, da Hand- und Fußbremse funktionsfähig sind.
Sollte sich mit der Zeit ein Handlungsbedarf zeigen...gucken wir weiter.
Heute werfen wir nur einen kurzen Blick ins "Handschuhfach", welches sich unter dem Dieseltank befindet und vom Fahrerstand aus erreichbar ist.
Es hat wohl längere Zeit als Behausung gedient, brauchbares war nicht mehr darin.
Besonders in der Kabeldurchführung im "Handschuhfach" mit darüberliegender Kabelhalterung waren die alten Kabel völlig fertig...
Das letzte Unwetter - welches nicht einmal Regen brachte - hat tatsächlich eine meiner größten Eichen umgeworfen.
Ein Kollege meinte, es war die ungewöhnliche Wetterlage mit Ostwind, welche wir so kaum haben.
Natürlich lag die Krone über einen Weg, damit der Spaß auch an den wärmsten Tagen aufgearbeitet werden will.
Bild 2 ist noch bei ca. 14m länge, die Stihl hat ein 50ger Schwert.
Zwei Abschnitte möchte ich ansehen lassen und ggfls. als Wertholz verkaufen, daher wurden diese solange wie möglich gelassen.
Hanglage natürlich und bergauf ziehen, die Kotzgrenze der Tajfun war permanent erreicht...das letzte Stück hinauf auf den Weg ging nur durch unterlegen von Rundholz.
Zurück zum Deutz mit dem Thema Getriebe bzw. Schaltung u. Sitzkonsole.
Zum Getriebe vorab...
Ab Werk verfügt die Maschine über ein Getriebe mit 5v/1r, welches beim Typ /54 serienmäßig um ein Vorschaltgetriebe erweitert wird und somit die Gangzahl auf 10/2 verdoppelt.
Zur Bauzeit führten führerscheinrechtliche Bestimmungen dazu, dass ab Werk eine Sperre des 10. Ganges erfolgte, also bei schneller Stufe im Vorschaltgetriebe konnte Gang 5 nicht geschalten werden, die Maschinen wurden so auf 20km/h gesperrt. Die Maschine könnte ansonsten ca. 26-27km/h erreichen.
Mein Schlepper wurde irgendwann ordnungsgemäß auf 6km/h gesperrt, hierzu ein Metallplättchen zur Blockade von Gang 4+5 in der Kulisse eingesetzt.
Beide Sperren sollten entfernt werden, wobei die Sperre des "Schnellgang" bereits nicht mehr vorhanden war.
Die Schaltung selbst war eine Katastrophe da lediglich der Rückwärtsgang halbwegs zu treffen war.
Nach dem Abbau des Schaltdeckels mit Hebel zeigte sich, dass die am Schalthebel angebrachte "Glocke" mit darunterliegender Feder locker war, die Feder zur Vorspannung war ebenso abgenutzt... Hebel schweißen, Feder erneuern.
Die Schaltkulisse hatte einige Grate gebildet was nun teils zum hakeligen Schalten führten, diese leichten Grate wurden abgeschliffen, im Getriebe selbst war nichts auffälliges erkennbar.
Im Stand lässt sich der Spaß nun etwas besser schalten, eine Probefahrt war noch nicht möglich.
Am Schaltdeckel ist zudem die vordere Aufnahme der Sitzschwinge angegossen, der ganze Spaß hatte kräftig Spiel. Nach Ausbau des Schmiernippels wurde über Tage Rostlöser eingefüllt, die im Deckel befindliche "Hülse" hatte sich somit halbwegs leicht lösen lassen.
Die Sitzaufnahme im Schaltdeckel wurde ausgespindelt und eine neue Hülse gedreht, die vordere Sitzlagerung im Schaltdeckel war somit wieder okay. Mit einer neuen Dichtung und einem neuen Entlüfter konnte die Schaltung wieder montiert werden, der Schalthebel vom Vorschaltgetriebe hat noch eine neue Gummimanschette gegen Schmutz erhalten.
Vorschaltgetriebe und Schaltgetriebe haben neue Öle erhalten, der Ölwechsel dürfte schon ein paar Tage her sein.... wenn der Schlepper anständig läuft, wird man nach einigen Stunden evtl. nochmalig wechseln dürfen.
Hinten ist der Sitz mit einem Stoßdämpfer versehen, welcher offensichtlich noch funktioniert, lediglich der in der unteren Aufnahme eingezogene Gummi ist nicht mehr vorhanden.
Nach meinem Stand dürfte ein Ausbau des Dämpfers nicht klappen da die Schraube nicht zu entnehmen ist ... ![]()
Der ganze Hydraulikblock ist auf einer Zwischenplatte montiert, welche beidseitig in Richtung Zugmaulbock Verstrebungen hat, die untere Schraube am Dämpfer müsste so nicht zu lösen sein.
Ich bin mir noch uneinig ob ich mich dumm anstelle, oder es wirklich so ist ... man kann doch nicht einen Hydraulikblock demontieren müssen um einen Sitzdämpfer zu wechseln![]()
Damit das Spiel in der unteren Dämpferaufnahme beseitigt ist, habe ich Gummistreifen aus einem alten Reifenschlauch eingezogen ...
Der Motor ... Kapitel 1
Das ein Service am Motor überfällig war, stand außer Frage.
Bevor es in die Werkstatt ging, war eine bestmögliche Reinigung am Waschplatz angesagt um die alten Verschmutzungen soweit möglich zu lösen. Backofenreiniger hat auch hier nicht unerheblich unterstützt.
Nach Instandsetzung der Vorglühanlage, war kein brauchbares Startverhalten vorhanden....also Ursachenforschung.
Nach Abbau der Ventildeckel, hatte ich einen kleinen bis mittleren Schock. Ich hatte bisher noch nie eine derartige Verschmutzung im Kippehebelraum gesehen
.
Aus schnell einmal Ventilspiel prüfen, wurde eine aufwändige Reinigung der Kipphebel etc.
Warum alles derartig verlottert ist?
Vermutlich weil der letzte Ölwechsel im Motor mehr als eine Ewigkeit zurückliegt und vermutlich die Ventilführungen auch nicht mehr taufrisch sind. Dazu wurden höchstwahrscheinlich die Ventildeckel bereits mehrfach geöffnet, die alten und beschädigten Dichtungen wieder verwendet, welche somit wohl auch stellenweise nicht mehr toll abdichteten ... dies ging soweit, dass ich im Kipphebelraum auch ein ganz klein wenig Gras im Dreck gefunden habe.
Irgendwann ist ins Auge gestochen, dass auf Zylinder 1 der Kipphebel des Einlassventils nicht exakt mittig auf das Ventil drückte
.
Bei weiterer Betrachtung war erkennbar, dass die selbstsichernde Mutter, welche den Kipphebel auf ihren Block fixiert auch ein Stück gelöst war - dies war natürlich ursächlich, dass der Kipphebel nicht mehr exakt mittig drückte.
Ein Überprüfen des Ventilspiels ergab, dass exakt dieses Einlassventil überhaupt kein Ventilspiel mehr besitzt, es ist ständig unter Druck und ein nachstellen ist nicht mehr möglich
.
Nach Abbau des Kipphebelblocks, weiterer Reinigung (auch der Stößelstangen etc.) zeigte sich, dass die auf der Kipphebelwelle sitzende Buchse massiv eingelaufen war, auch die im Kipphebel sitzende Buchse war enorm verschlissen.
Jackpot ![]()
![]()
Nachdem die Baureihen 612/712/812 etc. von Deutz wohl in einer Ahnenreihe stehen, können bedingt Bauteile untereinander verwendet werden. Ein neuer Kipphebelblock - ich glaube für 912 beworben - wurde gekauft.
Beim 612er Motor, werden die Kipphebelblöcke mittels drei Stehbolzen gesichert sowie auf einem Hohlsplint aufgesetzt, bei den späteren Modellen entfiel offensichtlich die Aufnahme am Hohlsplint ... der neue Block konnte nicht verbaut werden. Nachdem diese Bohrung exakt sitzen sollte, war dies kein Job mehr für mich und meine Säulenbohrmaschine...ab zum Werkzeugmachermeister des Vertrauen im Unruhestand...schnell die Bohrung setzen lassen.
Ach ja ... eines noch.
Sehr sehr ernüchtert war ich, als alle Versuche scheiterten das Luftleitblech abzunehmen!
Bei einem luftgekühlten Motor ist die Reinigung der Kühlrippen doch elementar wichtig![]()
Ich konnte es versuchen wie ich wollte, das Blech konnte nicht ausgebaut werden.
Entweder hätte hierzu der Auspufftopf ausgebaut werden müssen sowie der Riemenspanner der Hydraulikpumpe oder aber direkt die Zylinderköpfe.
Die Hydraulik welche nachgerüstet wurde ist eine originale Hydraulik und keine "Bastellösung" vom Dorfschmied, ich war zugegeben erschüttert, dass bei dieser originalen Version scheinbar normal ist, dass das Luftleitblech nicht abgenommen werden kann![]()
Im oberen Bild sieht man, dass das Luftleitblech maximal einen geringen Spalt zu öffnen war - leider hat das Blech beim waschen viel Farbe eingebüßt.