Mein neuer - ein 611er ;)

  • Moin,

    Auch in der Kabine ist der ja echt noch topp in Schuss, der Schlepper ist einfach ne Wucht:thumbup::thumbup::thumbup:

    Wieso verursachen Standzeiten mehr Motorschäden als Laufzeiten ?

    Und diese O-Ringe? Sitzen die am unteren Ende der Laufbuchsen?

    Meiner steht schonmal 10 Wochen in der Scheune, wie oft und wie lange sollten die Maschinen denn

    bewegt werden?

    Grüße Klaus

  • Moin Klauso,


    eine Grundregel in Bezug auf Standzeiten gibt es nicht, da hat jeder (Fachmann) unterschiedliche Auffassungen. Ich als Laie mit gefährlichem Halbwissen versuche möglichst kein Fahrzeug länger als 3-4Wochen (eher noch weniger) stehen zu lassen.


    Gründe: irgendein Ventil steht immer offen, sodass feuchte Luft in die Zylinder eindringen kann, wenn der dünne Ölfilm mit der Zeit runter ist "rostet" der Motor. Abhilfe schafft bei längerer Standzeit alle Ein- und Auslässe mit ölfeuchten Lappen dicht machen, also Lufi, Auspuff... . Dieseltanks zumindest bei Blechtanks nicht leer stehen lassen, wenn der Trecker regelmäßig bewegt wird, pulscht der Diesel in jede Ecke und er rostet nicht. Änhlich verhält es sich mit allen anderen Komponenten die eine Flüssigkeitshaushalt haben, bei Ölfüllungen passiert das natürlich aufgrund der stärkeren Haftung nicht ganz so schnell. Zudem mögen Dichtungen das auch nicht gerne, wenn sie abwechselnd nass und wieder austrocknen sind. Bestes Beispiel Simmeringe an Achsen und Getriebe, fährst viele Stunden über Jahre nix passiert, steht die Kiste ein Jahr und du fährst los sifft es überall raus weil hart geworden, dass passiert natürlich auch bei der normalen Alterung über Jahre.


    Zudem können sich Schwebteilchen in z.B. Kühlkreisläufen absetzen und verfestigen, dann kann es punktuell zu Verengungen oder gar Verstopfungen in Kühlkanälen kommen, ohne dass man das anhand einer funktionierenden Temperaturanzeige erkennen kann. Und schon verschleißt ein Motor deutlich stärker.


    Natürlich sollen die ganzen Supermittel das heute alles verhindern können, tun sie auch ziemlich gut aber kein System der Welt ist komplett dicht und auf ewig frei von Verunreinigungen.


    Gruß

    Kai

  • Standzeiten sind auch für den Mensch nicht gut.
    Was der Maschine gut tut, dass hilft auch unseren Knochen und dem Kreislauf;).


    DIE BEWEGUNG BRINGT'S

    Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volk zum Spott.

    Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann Gnade Euch Gott.

    (Theodor Körner)


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  • Hallo,


    Glückwunsch zum neuen Favorit,sind sehr selten mit so wenig Stunden und diesem Zustand zu finden.


    Da ich in einer Fendt-Werkstatt arbeite ziehe ich vor jedem meinen Hut der sich Freiwillig in der heutigen Zeit noch einen Favorit 500 C anschafft.


    Optisch einer der Schönsten Schlepper von Fendt die es bis jetzt gab,aber leider auch mit die anfälligste Serie,leider.


    Trotzdem viel Spaß mit dem neuen Favorit,und allzeit ein prall gefülltes Portmonaie.


    Gruß

    Timo

  • Zitat

    Optisch einer der Schönsten Schlepper von Fendt die es bis jetzt gab,aber leider auch mit die anfälligste Serie,leider.

    Glaub mir, darüber habe ich genug gegrübelt da mir die möglichen Baustellen der Serie schon bekannt sind...

    Es ist wohl wie immer mit Gebrauchtmaschinen - man kann einfach Glück oder Pech haben - wird sich zeigen, ich hoffe auf Glück.


    Andererseits muss man auch bedenken das die 500er neu sehr teuer waren, oft waren die Maschinen dann auch mit höherer Stundenleistung gut ausgelastet,

    dann muss man auch entsprechend Verschleiß hinnehmen...


    Egal welchen Schlepper dieser Zeit ich auch nehme, es lassen sich an jedem seine Macken aufzählen....


    Wir hoffen das beste und werden sehen


    Guck mal auf die alten Favorit S ... Spitzname Eisenschwein ... und wo sind da überall die Baustellen quer durch die Baugruppen :|

  • Unser 512 er ist eigentlich ein zuverlässiger Bursche hat jetzt um die 8000 Std. runter der Motor wurde schonmal gemacht das lag aber zum teil daran das er aufgedreht war .

    Beim Kauf war die Klappe der Motorbremse im Abgasstrang ausgehangen und er hatte keine richtige Leistung darauf hin wurde der Motor estwas aufgedreht nach einiger Zeit ist es meinem Bruder aufgefallen das die Klappe ausgehangen war und hat sie wieder instandgesetz.

    Jetzt musste der Motor nicht mehr gegen die Klappe arbeiten, und hatte gefühlt 10 PS mehr was sich gerade beim Transport auf der Strasse bemerkbar machte .

    Ich denke das dass zu viel des guten war denn gerade beim Transport am Berg ging er in der Temperatur immer höher als sonst.

    Ist aber nur so eine Vermutung von mir da ich kein Motorenspezialist bin.

  • Moin,

    Gebrauchte Schlepper oder Autos kaufen ist eben immer mit einem Restrisiko verbunden.

    Meinen 300er hab ich damals für etwa 27000 gekauft. Bin derzeit davon ausgegangen das erstmal Ruhe ist. Man ist ja schließlich bei Fendt...

    Mittlerweile hat der aber bestimmt schon an die 16000 für Reparaturkosten verbraucht. Einen neuen hätte ich für 43 nicht bekommen, nun ist er wenigstens annähernd wieder wie neu, wenn nicht noch was mit dem Getriebe kommt.

    So muss man das dann eben mit nem gebrauchten sehen.

    Grüße Klaus

  • Moin,


    jo das stimmt, für die Summen bekommt einfachst ausgestattete Neuschlepper in der Leistungsregion (bis ca. 100PS). Leider aber auch ziemlich billigst produziert und nicht annähernd der Komfort, Austattung und Stabilität der 70er - 90er Jahre Schlepper namhafter Hersteller.


    Ich schmeiß nur mal paar Beispiele eigener Erfahrungen in den Raum:

    bei 40km/h Ausführung ernsthaft 4 Gang Getriebe ohne Untersetzung, reißende Kupplungsseile und schwergängige Allradkupplung als Klauenkupplung aus dem Hause CNH.


    Nicht fein zu dosierende Hydraulikanlage ohne Schwimmstellung, laute schwache Motor aus dem Haus John Deere.


    Kaum zu schaltendes Getriebe mit Hebeln die aneinander stoßen, ebenfalls schwache hochtourige Motoren aus dem Hause SDF.


    Und bei allen gemeinsam viel zu kleine Kabinen mit schlechter Sitz- und Hebelanordnung. Manche Kabinen der alten Schlepper sind auch alles andere als Raumwunder aber selbst auf den alten 300ern oder kleinen DX oder IHC kann ich mit 1,93m einigermaßen sitzen.


    Könnten die heutigen Günstigschlepper das alles besser, wären es aber fairer halber auch keine Billigtrecker mehr und dafür gibt es ja nun mal danndie höherwertigen.


    Nu halt ich auch den Mund, sonst zerquassel ich hier noch weiter Stefans schönen interessanten Fred.:pinch:


    Das die alten 500er so stark anfällig sind, ist mir neu, hier im Bekanntenkreis laufen die bis auf die normalen Verschleißsachen recht problemlos, mal paar Elektronikfehler und Defekte an den Lastschaltstufen bei "Gewaltfahrern".


    Gruß

    Kai

  • Moin,

    Ist mir auch neu das die anfällig sind, so wie Stefan schon sagte. Macken hat jeder.

    Es sind halt die Motoren aus der Serie, bei etwa 7000 Stunden hat man schon kein Bock mehr nach dem

    Kühlwasser zu sehen...Außerdem muss er ja nicht zur Werkstatt rennen, er kann’s ja selbst.

    Grüße Klaus

  • Hallo,

    Das sehe ich ganz genau so. Nen Kumpel von mir fährt nen Claas Axos Leistungstark ist er da gibt's ja nix ( Perkins Motor) aber Kupplung, Schaltung usw. Sind ne Katastrophe hackelig wie sau und kaum zu dosieren. Den Deutz Agroplus von meinem Onkel Kann man total vergessen. Der zieht wie'n Sack Nüsse, Das Getriebe ist so hackelig das man teilweise an der Kreuzung steht und keinen Gang mehr rein bekommt.... Und die Lackierung ist Qualitätsmäßig das allerletzte. Da lobe ich mir doch die alte Robuste Technik. Mein Farmer 2 mit dem Grammer DS 50 lässt einem Modernen Schlepper in Komfort kaum was nach.... Wenn man natürlich in der Preiskategorie etwas nach oben geht sieht die Sache schon ganz anders aus.


    MfG Felix

    Der Motor brennt er hat genug der arme Claas vorm Einschaarpflug 8):thumbsup:8o


    Wer gut schmiert der gut fährt. :thumbup:


    Sabbel nich dat geit :thumbsup:

  • Hallo zusammen,


    Die Hauptpunkte was mir bei den 500ern bekannt sind, ist die Sache mit den O Ringen und der Kabelbaum unter der Kabine. Beide Sachen sind lösbar.


    Andere Sachen wie total ausgeschlagene Vorderachsen oder Abgerissene Hubwerke, haben eher damit zu tun das die Schlepper massiv überlastet wurden. Kaum ein 500er wo ich kenn, hat seine Orginalleistung.


    Auch die Hydraulikanlage läd dazu ein. Die Hubkräfte sind eh schon üppig und die verbaute Hydraulikpumpe kann wesentlich mehr als die serienmäßigen 200bar. Es ist zum Bespiel möglich, das der Schlepper trotz 2to Frontpacker vorne abhebt. Wo das auf Dauer hinführt kann man sich denken...


    Grüße aus Mittelfranken