Hallo,
habe einen Fendt Dieselross F18G seit brandneu 1951 in Familienbesitz, den Motor und die Einspritzpume überholt sowie Zylinderkopf Schweißen lassen plus neue Ventile und Sitze sowie Schaftführunge und Thermostat nachgerüstet inklusive neues Motorthermometer verbaut, welcher ein nur ca 900 mal bei Fendt in diesem F18G gebaut wurde (Ablöser des F18 Verdampfer und Vorläufer des F20), gebaut Anfang 1951. Er ist der Vorläufer des F20 (MWM KDW 615E, hat aber nicht nur den selben Motor wie der F15 (MWM KDW415E), aber den Hubraum, also Zylinderlaufbuchse und Kolben sowie den Zylinderkopf des F20 (KDW615E, dieser Übergangsmotor nennt sich KDWF415E, sondern auch noch die selbe alte Einspritzpumpe mit quaderförmigen Gehäuse direkt an den Block geschraubt, ebenso die identische Betätigungsmechanik mit der Laufrolle, die wie beim F15 von der Nockenwelle auf einer runden Walze läuft und von einem hausdachförmigen Nocken betätigt wird, wodurch der Pumpenplunger über einen Hebel und einen Stößel angesteuert wird.
Das Spiel zwischen Laufrolle und Nockenwellenwalze in unbetätigtem Zustand (darf maximal 2 Zehntel mm betragen) war bei mir viel zu hoch, war viel mehr als 4 Zehntel (dickere Fühlerlehre hatte ich nicht), habe bei zum Überholen und mit toter Dieselpest verrotzten Einspritzpume ausgebaut und den dahinter befindlichen Stößel ausgebaut und die beiden Muttern entkontert und etwa eine Drittel Umdrehung verstellt dass Laufrolle näher an Nockenwellenwalzen kommt (etwa 3,5 Zehntel). Im Standgas und steil bergab bläut er noch minimal, Zündzeitpunkt durch Förderbeginn bedingt noch minimal zu spät. Ich bin 35 Jahre jung und fahre nun seit Mittwoch Ende Juli 2026 zum ersten Mal ohne Dieselgestank zu atmen, ein Hochgenuss!
Jetzt zu meiner eigentlichen Hauptfrage:
Der Dieselross hatte noch nie annähernd seine 20PS Leistung. Vor etwa 15 Jahren beim Oldietreffen am Prüfstand gemessen gerade so 11 PS, würde mit der Zeit noch weniger, und jetzt mit der vollen Kompression des überholten Motors nicht mehr geworden, dank neu überholter Einspritzpumpe mit aufgehohnter Plungerbuchse und neuem das Übermaß einzelgefertigten Plunger zum Glück auch nicht weniger Leistung. Motor ist nun eingefahren und ich möchte die Dieselvolllastmenge höher einstellen, weil ich im März 26 einen F15 probefuhr, der unterhalb Standdrehzahl im 4. Gang dermaßen mühelos und schnell einen Berg Hochbeschleunigte, wo mein F18G mit angeblichen 20PS stehenbleiben würde, wenn ich nicht runterschalte. Der F15 war perfekt an die Rauchgrenze eingestellt, er rauchte beim Gasgeben minimal schwärzlich aus dem Auspuff, aber nur minimal und nicht stark, so wie es sein soll -Rauchgrenze eben.
Mein Dieselross F18G hingegen raucht ünerhaupt nicht, wenn man Gas gibt.
Ich habe hier in einem älteren Threat von 2022 bereits gelesen, dass unterhalb der Einspritzpumpe die Einstellscbraube nach rechts gedreht werden muss um die Volllas-Einspritzmenge zu erhöhen. Problem nur: Da sind 2 Schrauben. Eine ist mit einer Hutmutter verdeckt oberhalb des Anlassers, und die andere direkt daneben, jedoch minimal weiter vorne Richtung Kühler über der Hutmutter und ist mit einem Plombenblech verplompt und sieht's werksverolombt aus, also noch nie verstellt. Welche dieser beiden Schrauben muss ich entkontern bzw entplomben, damit ich ich bei laufender Maschine die Volllastmenge einstellen kann? Die mit Hutm
utter oder die daneben?
Frage 2:
Wie kann ich die Laufrolle nochmal etwas näher an die Nockenwelle verstellen, ohne die Einspritzpumpe nochmal auszubauen? Laut Handbuch des Motors gibt es mehrere Möglichkeiten, ist aber doof beschrieben.
Vielen Dank im Voraus für jegliche guten Ratschläge.