• Moin,

    kurze einfache Frage. Dass man beim Ackern die Fahrstufe auf 1 wechseln muss steht denke ich außer Frage. Aber wie macht ihr es wenn ihr z.B. Mist streut? Fahrzeiten mit ca. 20 Minuten Hof-Feld-Entfernung relativ hoch. Wechselt ihr dann jedes mal beim Ausbringen in 1 für die 2,3 Minuten und dann wieder in 2? Oder kann man das auch einfach in der 2.Fahrstufe erledigen? (Auslastung beim Verteilen liegt so bei 60%)

    Danke im Vorraus

  • Servus,

    Fahrstufen? Hast du einen Vario? Du meinst den Gruppenschalthebel Hase-Igel? Von Welchem Schlepper reden wir da überhaupt? Oder meinst du gar den Feinstufenschalthebel? Bitte etwas genauer, dann kann man auch antworten.

    Beim Vario pflügt man natürlich nicht mit Fahrstufe 2.

    Aber wenn du ein Schaltgetriebe hast und mit der langsamen Gruppe pflügen musst, dann ist entweder der Pflug zu groß

    oder der Schlepper zu klein. Außerdem hast du dann beim wenden das Problem, dass der Rückwärtsgang zu langsam ist.

    Wenn du aber von einem anderem Getriebe, z.B. Fendt GT 231 sprichst, ist das wegen der Aufteilung wieder ganz anders.

    Ich sag's mal lustig,:) wenn du viel Mist, aber wenig Fläche hast, streust du am besten mit Fahrstufe 1, umgekehrt mit

    Fahrstufe 2, Hast du aber viel Zeit, dann alles mit Fahrstufe 1:)


    Gruß - Sepp

  • Hi,

    Ja Vario, 718er. Dass man da beim pflügen beispielsweise in 1 gehen muss ist mir klar. Mir ging es jetzt um die Kombination von Transport und Fahren auf Acker (wie z.B. beim Miststreuen, Güllefahren etc.), ob man da beim Ausbringen in die 1. Fahrstufe wechseln muss für die ich sage mal 5 Minuten.

    Gruß

  • Hallo,


    also doch ein Vario. Wolfgang hat es ja schon gesagt, bei 5 min Miststreuen brauchst Du normalerweise nicht in den Fahrbereich 1 zu wechseln.

    Andererseits ist es halt nur ein Knopfdruck. Ich persönlich fahre beim Miststreuen immer Fahrstufe 1. Aber bei uns ist es halt auch

    hügelig und der Streuer fast 20 m³. Ich glaube, wenn man ein bischen mit dem Schlepper "mitfühlt", merkt man sehr schnell wann

    man auf Stufe 1 runterschalten sollte.

    Entscheidend ist die Belastung, die Belastungsdauer und natürlich die Gechwindigkeit, die ich fahren möchte.

    Bei hoher Belastung und niedriger Geschwindigkeit läßt es sich in Fahrbereich 1 auch viel komfortabler und schonender fahren.

    Natürlich passiert es dann halt auch immer wieder, dass man auf die Straße fährt, Gas gibt und dann plötzlich merkt - "Mist, schon wieder

    nicht umgeschaltet auf 2".


    Gruß - Sepp

  • Wo ist das Problem, in die erste Stufe zu schalten?

    Wenn das jedes Mal gemacht wird, kann es auch nicht Mal aus Versehen vergessen werden, wenn es wirklich nötig ist.

    Quote

    Fendt fahren ist mehr als nur Trecker fahren. Es ist das Erleben von Leichtigkeit, sogar bei Schwerstarbeit.

  • Hallo,


    prinzipiell sollte man so einen modernen Schlepper * so fahren das der Motor im günstigsten Verbrauchsbereich läuft...

    Danach sollte sich entscheiden in welcher Fahrstufe gefahren werden muß oder sollte..

    Wenn der in Fahrstufe 2 zu untertourig laufen würde, also z.B. beim Streuen ist das sicher nicht gut...Denke ich.


    Gruß Uli


    * gilt natürlich für ältere auch..

  • Hallo,


    inwiefern Tobi? Fahrstufe 1 und 2 ist bei den Varios eine mechanische Komponente vor dem Endantrieb. D.h. der Vario fährt in Fahrstufe 1 auch nur max. knapp 20 Km/h.

    D.h. wenn also in Fahrstufe 2 langsam gefahren wird ist doch das Drehzahlniveau des Motores prinzipiell niedriger..oder?

    Oder kann ein Vario z.B. in Fahrstufe 2 bei z.B. 10 km/h volle Leistung bringen d.h, der Motor regelt auf Höchstdrehzahl und das Getriebe stellt, über die Ölmotoren, die passende Geschwindigkeit dazu ein?:/


    Gruß Uli

  • Hab zwar keinen Vario, aber wenn ich einen hätte dann würde ich beim Mist streuen auf glatter Wiese oder festem Acker in zwei bleiben.

    Wenn es steil geht und der Streuer schwer ist dann Stufe 1 oder weichem Acker auch Stufe 1.

    Wenn du keinen Vario hast und noch keinen gefahren bist, warum antwortet man dann auf dieses Thema? Wie fendt schrauber oben schon geschrieben hat, ist der mechanische Anteil beim Fahren in der ersten Gruppe größer -> höherer Wirkungsgrad. Und ich sehe irgendwie euer Problem jetzt nicht, den Stufenwechsel nicht durchführen zu können oder zu wollen. Beim Einfahren in die Fläche beim leichten Rollen kann die Stufe problemlos gewechselt werden, bei den älteren Traktoren vielleicht zusätzlich eben kurz die Kupplng treten. Wo ist da das Problem?

    Die Tempomatgeschwindigkeit wird an diesem Punkt auch über einen Knopfdruck auf die Geschwindigkeit beim Ausbringen eingestellt, Allrad Zapfwellenautomatik etc. auch aktiviert ......

    Und wer mal Vario fährt kann es ja mal kurzzeitig ausprobieren. Erst mit vollem Anhänger in Stufe zwei über den Acker, dann das gleiche Fahrmanover in der ersten Stufe. Wer den Unterschied nicht merkt, gehört meiner Meinung nach nicht auf soeinen Schlepper.

    Der Triebsatz wird natürlich nicht sofort die Grätsche machen, aber auf die Jahre und Betriebsstunden gesehen wird die Lebensdauer niedriger sein, als wenn man sich immer schön an die erste Fahrstufe abseits der Straßen hält. Und das geht auch sehr schnell in Fleisch und Blut über.

    Quote

    Fendt fahren ist mehr als nur Trecker fahren. Es ist das Erleben von Leichtigkeit, sogar bei Schwerstarbeit.

  • Hallo,

    meiner Meinung nach gibt es folgende "Todsünden" bei den Variofahrern.

    1. Alles in Fahrbereich 2 erledigen-

    2. Drastisches Runterbremsen mit dem Joystick ohne Fußbremse.

    3- Fahrbereichswechsel bei schneller Fahrt.

    4- In Neutralstellung oder mit getretener Kupplung den Berg hinab rollen lassen-

    Ich kenne Varios der ersten Stunde, 926er 16000 h, immer noch ok.

    Andere bringen es fertig, den Triebsatz mit 4000 h zu ruinieren.

    Der Vario ist grundsätzlich ein Traum, mit vielen Vorteilen, aber nichts für unvernünftige Rowdies.


    Gruß - Sepp