Anlasser GT230

  • Hi Leute :-)


    Ja, mich gibt's auch noch...^^


    Hab seit dem Wochenende das Problem, dass mein Anlasser nicht mehr will. Batterie kann ich ausschließen, die bisherige hab ich durchgemessen und auch nochmal geladen, hält ihre Spannung. Hab zur Sicherheit auch ne andere Batterie getestet, identisches Ergebnis. Anlasser klackt nur kurz, mehr passiert nicht. Fängt überhaupt nicht zum drehen an.


    Habe ihn noch nicht ausgebaut, Zeit hat bisher gefehlt.


    Prinzipiell kann ich ihn ja (wenn der Schaden nicht zu groß ist?) revidieren lassen. Wo würdet ihr da hingehen? LaMa? BOSCH-Dienst?


    Da ich den Traktor aber relativ flott fürs Holz brauche, möchte ich mir lieber einen Austausch-Anlasser besorgen.


    Laut Teileliste bei Theopold Parts ist im 230 GT mit MWM AKD 210,5 D der Anlasser Bosch EJD 1,8 12 R42 verbaut.

    Wenn ich direkt nach nem Anlasser für den AKD 210,5 oder halt für F230GT suche, finde ich - nix. Kein Wunder bei der Stückzahl.


    Allerdings find ich den o.g. Anlasser Typ mehr oder weniger wie Sand am Meer aus Farmer 2, Porsche Diesel, Hanomag etc...


    Wichtig ist doch in erster Linie mal der Anlassertyp, Leistung, Zähne, Drehrichtung etc.? Somit sollten doch auch welche passen, die eigentlich mal in nem anderen Schlepper waren? Oder bin ich da schief gewickelt? Oder kennt jemand sogar ne Adresse für Nachbauten? Fänd ich prinzipiell auch interessant.


    Danke euch für die Infos :)

  • Danke für den Link bezügl. Nachbau! Wäre auch interessant, sogar leicht günstiger als gebrauchte. Qualität dürfte ja für den Hobbybereich genügen....


    Mein Anlasser macht ja nur noch "klack". Kann das evtl. der Magnetschalter sein bzw. wie könnte ich das näher eingrenzen?

  • Hallo!


    Verbinde mit einem Starterkabel einmal kurz die beiden dicken Pole am Magnetschalter. Vorsicht Nicht ans das Gehäuse kommen!

    Wenn Anlasser dreht, Kontakte von Magnetschalter verschlissen.

    Dreht Anlasser nicht, hintere Kappe aufschrauben und Kohlen kontrollieren.


    mfg


    Wolfgang

  • Hallo Flo,

    um den Fehler zu finden, kann am Magnetschalter vom dicken Plusanschluss zum kleinen Anschluss überbrückt werden. Sollte dabei nur das gleiche Klacken zu hören sein, ist ein zerlegen unumgänglich.

    Wolfgang sein Versuch halte ich für überflüssig, da zum klackern des Magnetschalters der Strom über die Kohlen fliesen muss.

    Gruß Fan

  • Hab den Anlasser mal ausgebaut und den o.g. Test gemacht (hab die Kontakte mit Installationskabel überbrückt, damit ich übers Gehäuse keinen Kurzschluss bekomme :)).


    Ergebnis: Ritzel rückt aus, Anlasser dreht aber nicht.


    Somit kann der Magnetschalter ausgeschlossen werden, wenn ich das richtig verstanden hab? Könnten also die Kohlen sein? Ich schraub dann mal den Deckel hinten ab. Dann sehen wir mehr ^^

  • Grüße!

    Wolfgang meint wohl die 2 Kontakte, die zu brücken sind.

    Der Magnetschalter rückt zum einen das Ritzel ein und schaltet den notwendigen hohen Strom auf den Anlassermotor.

    Wenn du die Kontakte brückst (Anlasser an Masse) bzw Plus auf den Kontakt Richtung Motor gibst und der Anlassermotor dann dreht, ist der Magnetschalter hin, den gibts einzeln zu kaufen.

    Gruß René

  • Hallo Wolfgang,

    Du hast Recht, die EJD Starter gab es auch mit Magnetschalter ohne Haltewicklung.

    Hallo Flo,

    das der Magnetschalter das Ritzel ausrückt, ist nur seine halbe Arbeit, er muss noch den Hauptstrom zum Anlasser durchschalten.

    Das kannst Du wie Wolfgang vorgeschlagen hat, oder mit einer Prüflampe am unteren dicken Anschluss prüfen.

    Gruß Fan

  • Nachdem ich die o.g. Kontakte ja schon überbrückt habe und der Motor nicht gedreht hat, hab ich nun mal den Deckel aufgemacht und die Kohlen raus und gemessen.


    Allgemein ist mir gefühlt ein halbes Pfund Dreck / Abrieb entgegengekommen. Siehe auch den Rest im Deckel. Weiterhin riecht das ganze Ding "elektrisch", wenn ihr wisst was ich meine. Ob das normal ist oder nicht...keine Ahnung, ist der erste Anlasser den ich aufmache ^^

    Hab mal die Kohlen entnommen. Die Ersatzteile sind 25 mm lang, die bei mir vorhandenen nur noch 18,5. Siehe auch Bilder unten.


    Was meint ihr - ich hätte mal nen 10er in neue Kohlen investiert und geschaut was passiert?

    Soll ich den allgemein mal Ausblasen oder kann ich damit was kaputt machen (...wer weiß wo der Kohlestaub überall hinkommt...?).


    Danke euch :)






  • Hallo ich würd jetzt mal sagen da der Anker wo die Kohlen drauf laufen so dreckig ist sind die Kohlen am Ende, ich würd den 10er investiere und es probieren vorher noch den Anker mit schmirgel schön abziehen und versuchen.


    Grüße aus dem Hochschwarzwald

  • Hallo!


    Ich glaub ich seh die Ursache auf dem Bild. So wie es aussieht sind die Kohlen abgenutzt.


    Diese Federn drücken auf die Kohlen. Wenn die Kohlen abgenutzt sind, dann drückt die Feder nicht mehr auf die Kohlen, weil diese dann auf den "Kohlenhalter" aufliegt.

    Um herauszufinden, ob die Kohlen durch sind, diese wieder einbauen und schauen, ob die Kohlen noch sauber runtergedrückt werden.


    MfG Paul

  • Bei Kohlen mit 18 mm würde ich jetzt nicht sagen das die "runter" sind. Die haben noch mehr als die Hälfte drauf.

    Damit müsste der Anlasser laufen.

    Ich habe den Verdacht, das der Anlasser fest ist. Eventuell mal mitgelaufen?

    Nächste Frage: Lässt sich der Motor ( der vom Schlepper) drehen?

    Am Ende wird Alles gut! Wenn noch nicht Alles gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hallo Flo,

    an den Kohlen kann man erkennen das zwei keinen Kontakt zum Anker hatten, was der Fehler sein sollte.

    Bei diesen Gebrauchsspuren sollte der Anlasser komplett zerlegt und gereinigt werden. Mit neu geschmierten und überarbeitetem Anker (Kollektor schmirgeln und wieder aussägen) wieder zusammen bauen, sollte er wieder funktionieren. Bei den Kohlen achten das sie frei rutschen können.

    Gruß Fan

  • Motor vom Schlepper dreht.

    Was evtl. noch auffällig war, beim letzten Start mit Anlasser hat er gefühlt relativ langsam / schwerfällig gedreht. Hat sich so angehört, wie wenn er sich recht quälen muss. Motor war da schon warm, ist dann gleich angesprungen und ganz normal gelaufen. Dann hab ich später nochmal ausgemacht, und dann hat der Anlasser nur noch geklackt. Also Traktor angeschleppt (war unterwegs und musste ja wieder heim kommen...), auch beim Anschleppen keine Zicken gemacht und direkt nach Einkuppeln angesprungen.


    Hab gerade nochmal die Federn nachgesehen. Die drücken schon noch, sind aber letzte Rille bevor sie am Halter aufliegen.


    Anlasser lässt sich per Hand mit geringem Kraftaufwand drehen. Ist also nicht fest.


    Würde nun mal folgendes machen. Neue Kohlen kaufen, da Federn nur noch knapp spannen. In der Zwischenzeit mal den Rotor mal aus dem Gehäuse ziehen und den Dreck entfernen, der wird ja definitiv nicht dienlich sein...


    Vll. findet sich auch noch was beim weiteren auseinanderziehen.

    :/


    Edit: danke euch für die ganzen Tipps!!! :thumbup::thumbup::thumbup: Werde erst morgen Abend weitermachen können, halte euch auf dem Laufenden ;)

  • Würde nun mal folgendes machen. Neue Kohlen kaufen, da Federn nur noch knapp spannen. In der Zwischenzeit mal den Rotor mal aus dem Gehäuse ziehen und den Dreck entfernen, der wird ja definitiv nicht dienlich sein...

    Klingt gut!

    Im Netz bei treckergarage.de hatte ich einen Rep.satz gekauft, preislich top, da waren 4 Kohlen, die 3 Lager und ein paar Anlaufscheiben dabei. Bei meinem Anlasser war der Gußdeckel, der die Kohlenhalter trägt, und der Anker soweit untereinander abgenutzt, daß der Anker schon an 2 Kohlehaltern geschliffen hat.

    Dafür die Anlaufscheiben.

    Gruß René

  • So Update.


    Hab gestern Abend das Ding zerlegt, sauber gemacht und die Kohlen gewechselt. War wie gesagt dreckig ohne Ende. Schaut euch die Bilder an, die sprechen für sich...

    Der "elektrische" Geruch ist mit dem Reinigen ziemlich gut vergangen. Hab alle Kontaktflächen (inkl. Magnete) mit einem 400er Schleifschwamm abgezogen und vorher den ganzen Dreck und Schmiere mit Bremsenreiniger entfernt. Dann noch neue Kohlen rein.


    Drehen lässt sich alles leicht, hakt nicht o.ä.


    Hab ihn wieder zusammengesetzt und heute früh getestet...gleiches Ergebnis :( Es tut sich nur was, wenn ich die beiden dicken Anschlüsse überbrücke, und dann rückt nur das Ritzel aus.


    Schaut euch mal die Bilder an. Bin absolut kein Experte was E-Motoren angeht. Fällt jemandem noch was auf bzw hab ich was falsch gemacht?


    Der Kommutator mit den ganzen Kupferlamellen sieht finde ich nicht mehr so taufrisch aus. Am vorletzten Bild sieht es auch so aus, wie wenn zwei solche Schleifstege eine kleine Brücke haben...aber da liegen doch eh die Kohlen drüber?

    Kenne mich da wie gesagt zu wenig aus um das sicher beurteilen zu können.


    Danke euch und schönen Samstag :)