hydraulik Fendt 108S

  • Hallo,
    habe bei meinem 108S folgendes Problem:
    Das Hydrauliköl nimmt ab und das Getriebeöl nimmt zu.
    Ich habe schon den Hubzylinder (Kolben) neu abgedichtet.
    Ist dadurch besser, aber nicht gut geworden.
    Irgendwann ist der Hydraulikölbehälter leer und das Getriebe wird immer voller, was dazu führt, dass das Öl aus dem Getriebe rausdrückt.
    Laut WLZ ist der Hubzylinder aber die einzige Verbindung zum Getriebe.
    Kann es sein, dass vielleicht der ganze Hydraulikblock irgendwo nen Riss hat durch den das Öl ins Getriebe kommt?
    Ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen.


    Eine kleine Landwirtschaftliche Werkstätte hat mir mal den Tipp gegeben, die Hydraulik doch so umzubauen, dass das Öl aus dem Getriebe entnommen wird, und da ein Universalöl für Hydraulik und Getriebe reinzufüllen. Geht das?
    Hat das schon jemand gemacht?


    Für Eure Hilfe bedankt sich
    Hardy

  • Hallo
    Die einzige mir bekannte Stelle sind nur dann noch die Dichtringe des Zylinderrohres,indem der Hubwerkskolben läuft.Sind die mit Neu?
    Laut dem Fendos kann man das Rohr ausbauen und hat am Fuß sowie am Kopfende Dichtungen,die würde ich erneuern.Eine andere Möglichkeit des Ölaustauschens gibt´s meiner Meinung nach nicht.
    Ist das Rohr innen frei von Einlaufspuren?Sonst kann das Öl durch diese Spuren unter hohen Druck trotzdem an den neuen O-Ring des Kolbens vorbei!!!!
    Gruß F12

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Den Tip mit dem Umbauen vergiss lieber ,das ist Murks ! Wie F 12 gesagt hat, Zylinderrohr + Kolben raus und dann weiterschauen.
    Ueber das Regelsteuergeraet (Welle) muesste eigentlich auch eine Verbindung zum Getriebe bestehen.


    MfG Hirschjaeger =)

  • Hi, dieses Problem kenne ich vvon meinem 102 sehr gut!


    Als aller erstes, den Motor so wenig wie möglich laufen lassen wenn kein Öl mehr im Behälter ist, sonst läuft die Pumpe trocken und du hast dann viel Freude damit ... !


    Nun zur Hydraulik:


    Der Zulauf und der Ablauf des Öles verschwinden ja vorne im Hubwerk und werden von dort aus "ums Eck" in die Steuergeräte geleitet. Das wurde mit Bohrungen im Hubwerk gemacht welche dann verschlossen wurden, diese verschlossenen Öffnungen sind aber alle von außen sichtbar. (Den Verdacht mit dem Riss hatte ich auch und habe dann mein Hubwerk mal abgenommen)


    Also gibts nur drei Möglichkeiten dass das Öl ins Getriebe läuft.


    Der blaue Dichtring am Kolben ist defekt, den hast du aber denke ich mal schon getauscht, evtl. beim Eindrücken in den Zylinder beschädigt? Geht ja ziemlich streng rein wenn er neu ist. Oder beim Aufziehen auf den Kolben beschädigt? Hast du den Ring warm gemacht?


    Dann hast hinten am Zylinderrohr nen Dichtring, den kannst tauschen indem du den Kolben rausnimmt und dann mit der Hand ins Rohr reinfasst (brauchst einigermaßen kleine Hände) und dann den Zylinder rausziehst.


    Oder Möglichkeit drei und auf die Tippe ich mal spontan, weil ich so auch 40 Liter Hydrauliköl vernichtet habe ... :evil: .... Wenn du den vorderen Dichtring montierst, wird dir auffallen das er zu groß erscheint. Das ist allerdings nur im ersten Augenblich so. Der Ring muss folgendermaßen montiert werden. Den Zylinder bis zum Anschlag rein in das Hubwerk, sodass sich ein Grad bildet, zwischen Zylinder und Hubwerk. Dann den geölten Dichtring drauflegen und solange in den Grad hineinbeten bis er drin ist, dass kann ziemlich lange dauern! Aber er passt irgendwann rein! Dann ist beim Anziehen der Platte vorne wichtig das der Dichtring nicht wieder aus seiner Passung heraushüpft! Also Obacht geben, falls er rausspringt das Spielchen wieder von vorne. Wenn dieser Ring nämlich nicht 100 % richtig sitzt passiert genau das, was dir zur Zeit wiederfährt.


    Wenn die ganze Sache dann dicht ist, und du dir sicher bist, dass es so ist, kannst mal über nen Getriebeölwechsel nachdenken.


    Hoffe ich konnte dir helfen.

  • Achja, zum Umbau:


    in den Fendt ist ja SAE 80W90 - G4 nach einem MIL Standart der mir aber grad nicht einfällt im Getriebe. Also ein recht mildes Öl. Gleiches für die Hydraulik in welcher sich bei mir zB HLP 46 Öl befindet.


    Das mit der Entnahme von Öl aus dem Getriebe kenne ich von Ford und IHC. Die haben dann aber so ein rotes Öl drin welches schon recht aggressiv riecht. Ich denke also nicht das die Dichtungen im Fendt das über längere Zeit tolerieren würden ...


    Die Welle vom Regelsteuergerät geht direkt ins Hubwerk rein, und das ist nochmal abgekapselt vom Getriebe, also da kann auch nichts undicht sein. n Riss kannst natürlich nur ausschließen wenn du das Hubwerk abnimmst und rumdrehst, aber das is so massiv gebaut ... außerdem isses nicht grad wenig arbeit und gefummel, zwei kräftige Männer müssen das auch sein zum abnehmen, is nicht grad leicht :-).


    Wie gesagt fahr zur BayWa und kauf mal 2 - 3 Dichtringe für vorne (die kosten pro Stück glaub ich 70 Cent ^^) vom Zylinder und mach den mit viel Liebe rein, dann sollte alles wieder in Ordnung sein.


    Und das Getriebeöl was zuviel drin ist zur Zeit auf jedenfall vor ner längeren Fahrt ablassen und auf normalen Pegel bringen.

  • Hall,
    danke fü die Tips.
    Die Kolbendichtung hatte ich zuerst gewechselt. Wie gesagt, der alte Dichtrich waren nur noch Brösel. Da hat auch die Hydraulik immer abgelassen und dann in sehr kurzen Abständen wieder hochgeregelt. Nach dem Wechsel des Dichtrings war das Ablassen und nachregeln weg, aber der Ölverlust ins Getriebe immer noch da.
    Dann habe ich den Kolbendichtring ein zweites mal gewechselt und dann auch noch die Dichtungen des Zylinderrohres. Das Rohr hatte ich raus. Die vordere Dichtung war schon ein Gefummel bis die drin war, aber ich glaube schon, dass die richtig drin ist.
    Aber wie gesagt, der Ölverlus ist immer noch da.
    Wenn der Schlepper aus ist, sackt die Hydraulik nach langer Zeit auch ab.
    Mit angebauter Seilwinde ist aber nach ca. 30 min. nur ein minimales Absenken bei abgeschaltetem Motor festzustellen.
    Bleibt wohl nur noch, nochmal nach der Oberfläche des Zylinderrohres zu sehen und da evtl. ein neues einzubauen. Hat vieleicht einer eine Ahnung was das Rohr kostet.


    Danke auch für die anderen Tips


    Gruß Hardy