Bobberle berichtet

  • Hallo


    Danke Euch Beiden. Offenbar finden die Bilder doch anklang, insofern zeige ich Euch gerne noch einige Sachen aus meinen gesammelten Werken :)


    In meiner Sammlung gibt es nicht nur Bilder rund um Bulldogs und um die Holzerei. Ab und an, wenn ich Zeit habe und die Lust mich überfällt, gehe ich auch mal in aller Frühe auf "Safari". In erster Linie, weil ein früher Morgen vor Sonnenaufgang unheimlich viele Eindrücken des (erwachenden) Lebens mit sich bringt. Aber es ist auch nicht zu unterschätzen, dass ein solcher ausgiebiger Morgenspaziergang einen selbst zur inneren Ruhe bringt. Wie auch immer die Motivation des Einzelnen zu solchen Spaziergängen ausfällt - sie sind es allemal Wert gemacht zu werden ;)


    Ja nun, die ersten Bilder sind noch etwas grobkörnig, ich hatte schlicht das lichtstarke Normalobjektiv nicht dabei. Das hatte einen einfachen Grund, denn die gesamte Ausrüstung wiegt doch einige Kilo und das alles mitzuschleppen habe ich mir schlicht verkniffen ...


    So sieht es nun aus, wenn die ersten Lichter des Morgens aus der blauen Stunde die Stunde der verrückten Farben macht


    Und langsam schält sich aus dem hellen Licht ein immer kräftigerer Farbton


    Es täuscht nicht, es war saukalt. Kein Wunder bei fast Vollmond


    So mancher Baum ergibt bei diesem Licht fast schon einen Scherenschnitt


    Morgenlandschaft unter dem Mond


    So langsam lässt sich die aufgehende Sonne erahnen


    Aber noch ist sie nicht über den Horizont gekrochen, was aber fast noch reizvollere Bilder ergibt


    An so einem Morgen verweilt man gerne an solch einer Waldwiese, sieht den wabernden Nebelschwaden zu und vergisst fast dabei, dieses Naturschauspiel auch auf ein Bild zu bannen


    Irgendwann sinkt der Blick zu Boden und man entdeckt die Schönheiten der Natur im kleinen Detail


    Und dann, ja dann ist es so weit. Die Sonne steht die sprichwörtliche Handbreit unter dem Horizont und die Farben explodieren förmlich


    Ich hoffe Euch macht dieser Bilderreigen an einem kalten, nebligen Morgen ohne einen rauchenden und schnaufenden Bulldog trotzdem Spaß;)


    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo, :)


    da könnten wir uns ja beide die Hände reichen.


    Wie ich sehe :saint: teilen wir uns da mit Morgen- oder auch Abendsonne,

    anderen Naturschönheiten ein klein wenig mit Fotos die gewisse Entspannung, Erholung und Freude an diesen Dingen... :thumbup:8);)

  • Hallo,


    Fotos gibt es immer, und wenn sie nur mal kurz die Sonne zeigen ;)


    Winter und Sonnenuntergang - absolut reizvoll


    Und dann stehen auch noch die Bäumchen so schön in Reih und Glied


    Genießt die Tage, wer weiß ob für uns morgen die Sonne scheinen wird ;)


    Gruß

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo,


    immer wieder fällt beim Einschneiden von Holz unbrauchbares Material an. In der Regel wird daraus dann Brennholz. Ab und an reut es "einen", das Holz einfach ins Brennholz zu verwurschteln. Dann legt "man" mal ein paar stärkere Schwarten auf die Seite, dann fallen mal ein paar 10er Kanthölzer mit Baumkante an. "Man" schläft etliche Nächte, teils auch Jahre drüber ;), und dann kommt "einem" so eine krude Idee ^^


    An meinem Holzplatz wollte ich mir schon länger ein stabiles Ruhebänkchen aufstellen. Ich hatte auch schon eine alte Bank mit Stahlgestell und Tropenholzauflage ins Visier genommen. Wie das Leben so läuft, ich fahre mit Anhänger hin und die Bank ist weg ... Aber dann sind mir die Schwarten und die Kanthölzer eingefallen. Irgendwo lagen noch etliche Abschnitte von Gewindestäben herum (frei nach dem Motto: ich heb's mal auf, vielleicht kann man's ja noch mal brauchen ...) und die Idee einer "rustikalen" Bank wurde in Angriff genommen.


    Ruck zuck mit der Motorsäge aus den ursprünglich 6m langen Teilen passende Längen herausgeschnitten und mal frei Schnauze ein paar ungleiche Xs zusammengeschraubt


    Mit der Motorsäge eine Schwarte (war mal ein über 70 cm dicker Föhrenstamm) etwas ausgespart und die kurze X-Auflage an die Wölbung des künftigen Sitzbretts angepasst


    Und dann mal die Lehne ran gelehnt - man muss ja gucken, ob die Geometrie der Bank dem eigenen Arsch und Rücken entgegen kommt ^^


    Nach der Sitzprobe für gut befunden und ein paar Schrauben rein gejagt


    Sieht sich doch schon mal nicht schlecht an


    Das ganze war bis jetzt noch sägerauh, also noch nichts für ein trautes Zusammensitzen mit der Göttergattin - die ja bekanntermaßen oft eine andere Erwartungshaltung in sich tragen als gemeinhin die Göttergatten an den Tag zu legen pflegen :saint:

    Also ran an die Bandschleifmaschine, die Fläche schleifen und die Kanten brechen


    Und nach einigen Schweißtropfen mehr war die Tat vollbracht - a Bängla färn rumflaggen is endschdanna ;)


    Wie geschrieben, es gab nur eine Vorstellung im Kopf zur Bank und das, was aus der Idee unter meinen Händen daraus entstand. Eine Korrektur muss ich der Bank noch angedeihen lassen - auf den vorderen Füßen wird bald ein 10er Kantholz passend aufgedoppelt. In dem gezeigten Zustand neigt sie zum nach vorne Kippen. Ansonsten ist die Bank passabel, sie taugt sogar dazu, sich mal der Länge nach darauf auszustrecken :). Was will "man" denn mehr ...


    Gruß und lasst Euch inspirieren,

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo,


    ich hätte jetzt nicht erwartet, derart positive Reaktionen auf die "gsschlamberde Bänk" zu bekommen - freut mich ungemein :):)


    Und um so schöner, wenn mein Bericht auch noch für den Ein oder Anderen Inspiration ist ... ich bin neugierig, was dann daraus wird ;)


    Grüße

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.

  • Hallo,


    Uli, Euer Refugium gefällt mir :thumbup::thumbup:


    Und Ihr habt mich jetzt so weit. Ich habe fast eine halbe Stunde im "Archiv" suchen müssen, bis ich endlich die Bilder gefunden htte - das kommt davon wenn man so viele Bilder hat :D. Die gezeigte Bank war nicht mein einziges derartiges Projekt. Vor etlichen Jahren, es sind genau 6 Jahre seitdem vergangen (jetzt wo ich die Bilder gefunden habe ist's leicht nachzuvollziehen ... :D), habe ich schon mal eine Bank "gebastelt". Eigentlich ist da nichts gebastelt, waldmännisch aus dem Stamm gesägt trifft es eher. Aber seht selbst.


    Angefangen hat es damit, dass ich eine Linde, 47 Jahre alt, gefällt habe. Die Linde musste leider wegen einer Baumaßnahme weichen, ansonsten stünde sie heute noch. Und für alle, denen das Herz wegen der gefällten Linde genauso blutet wie das meinige, seid getröstet. Die nach dem Bau nachgepflanzte Roteiche hat jetzt schon eine stattliche Höhe von über 7 m erreicht :). Und weil ich mir mit der Linde irgendwie ein Andenken erschaffen wollte, kam ich auf die Idee mit der Bank. Also erst mal den Erdstamm entsprechend drehen und wenden, um eine Ecke für den Anfang herauszusuchen. Und dann ist der entscheidende Schnitt getan


    Zuerst mal das Einfachste machen, die Rinde abheben


    Nun kam das Universalgerät zum Einsatz. Der Fällheber wurde zweckentfremdet und als Brechwerkzeug eingesetzt


    Nun ja, die Sitzfläche ist grob herausgeschnitten


    Dann ging es ans weitere Entrinden - man könnte auch sagen, ich habe sie nackt gemacht :saint:


    Und wenn schon die Motorsäge läuft, gibt's noch ein paar stilechte "Kissen" aus Zwetschenholz dazu


    Die massive Bank bis zum Sitzplatz zu bringen war noch einfach. Aber das Holztrumm auf Klötze zu stellen, da war die Muskelkraft einfach zu schwach ... Also die alten Maurerböcke herauskramen und ein Beispiel an den alten Ägypter nehmen - in der Technik liegt die Kraft ;)


    Und so steht nun die Bank am Sitzplatz auf ein paar passend zurechtgeschnittenen Kirschholzabschnitten


    Natürlich darf man sich dann, nach getaner Arbeit, auch eine Hopfenkaltschale gönnen - oder hat wer was dagegen :?: 8o


    Zu dem Zeitpunkt war das Holz der Linde noch grün. Ich will es nicht verschweigen, es gab noch mächtige Schwundrisse. Aber das gehört dazu, Holz ist nun mal kein Beamter - es arbeitet ;)


    Noch eines am Rande. Natürlich steht die Bank vor der Witterung geschützt unter einem Dach. Linde würde es im Freien nur über kurze Zeit mitmachen, dann wäre sie vermorscht. Und geschliffen habe ich sie erst später - wer mal versucht hat, nasse Linde zu schleifen, der weiß warum :P


    Gruß

    Bobberle

    Auch wenn's nicht so aussieht:

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Du Dich in zehn Jahren zurücksehnen wirst.