Frage zu Werkstattleistungen

  • Guten Tag zusammen,


    Ich habe mal eine Frage zu einer für uns durchgeführten Reparatur in unserer örtlichen Werkstatt.

    Bei unserem Farmer 3s Eckhauber ist und irgendwann aufgefallen, dass er zwischen Turbokupplung und Zwischengetriebe
    Öl verliert. Das speziell wenn er warm gefahren war.
    Da wir selber durch einen aktuellen Hausbau weder Zeit noch den Platz hatten das Ganze selber zu reparieren, gaben wir den Farmer
    in die örtliche Werkstatt mit dem Auftrag die Leckagen zu beseitigen. Dass das Ganze nicht günstig würde war uns dabei durchaus klar.

    Zwei Wochen später rief dann auch die Werkstatt und meldete, dass nun alles erledigt sei.
    Eine Rechnung im Bereich von ~1500,- kam dann auch bald ins Haus. Soweit alles kein Problem und für uns völlig in Ordnung.


    Nun stellten wir danach aber fest, dass der Schlepper zwar kein dunkles (Motor)-Öl mehr liegen ließ, sehr wohl aber noch nach Nutzung
    Helles Öl am Deckel herunterlief.


    Ich habe mir dann mal mein Handbuch genommen und das Ganze mit der Hilfe mal selber untersucht.
    Nachdem ich eine Inspektionskamera zur Hand hatte konnte ich sehen, dass der Simmering an der Antriebswelle
    zum Zwischengetriebe wohl nicht mehr dicht ist.

    Auf die Frage ob dieser innerhalb der Reparatur gewechselt worden sei, sagte man mir man hätte den Ring begutachtet und
    nachdem dieser zum Zeitpunkt der Reparatur augenscheinlich trocken war auf einen Wechsel verzichtet.


    Nun möchte ich wirklich keinen Stress mit der Werkstatt, frage mich aber ob man bei einer solchen Reparatur, die ohnehin ordentlich Geld

    kostet, nicht jede Möglichkeit bzw. jedes Risiko ausschließen und dann auch alles tauschen muss wo man in dem Zuge ran kommt.


    Ich weiß durch viele Forenbeiträge hier wie aufwändig das sein kann (Hitzebehandlung, lösen der großen Kronenmutter etc.) aber so wie
    es jetzt ist muss nicht nur das gemacht werden, sondern der Schlepper muss eben erneut getrennt werden mit Ablassen der Öle und allem was dazugehört.


    Wie gesagt ich will mich da mit niemandem anlegen aber ich würde gerne wissen ob meine Ansicht da so falsch ist.


    Am Ende wird man ja doch die Reparatur in Anspruch nehmen müssen damit man keinen Schaden im Zwischengetriebe riskiert.

    Außerdem ist so eine ewige Ölerei ja auch keine Lösung :(


    Vielleicht hat der eine oder andere ja eine Meinung dazu.



    Danke und Gruß!

  • Hi Dagget,

    ich würde sagen, alles an Dichtungen tauschen, was möglich ist, da ja der Schlepper getrennt werden muss. Klar, wenn der Simmerring OK war musste er nicht getauscht werden. Die Werkstatt hätte jedoch beim Auftraggeber nachfragen können, ob das eine oder andere noch gemacht werden solle, da der Schlepper getrennt ist.

    Also, eine Rückfrage hätte sein müssen.


    Meine Meinung.

    Viele Grüße aus dem Spessart.


    Thomas



    Lieber ein Fendt in der Scheune, als ein Hänger in der Hose! :D

  • Na ja, sein "müssen " hatte eine Nachfrage nicht. Denn es gab ja wohl den klaren Auftrag die Dichtung zum Motor hin zu wechseln. Und wo will man Anfangen, wenn man schon einmal dabei ist und wo will man aufhören ?

    Dann hätte man in diesem Zuge auch gleich die Kupplung machen können ujd was weiß ich noch, wenn der Trecker schon einmal getrennt ist. Und in Summe von Arbeitsstunden wäre da ja schon noch etwas zu gekommen.

    Wenn man dann als Werkstatt sagt, dass doch gleich noch dies und das mitgemacht werden sollte, und statt 1500,- dann dann 2500,- draus werden, gibt es genug Kunden, die dann schlecht über die Werkstatt reden, weil sie viel zu viel machen wollten um möglichst viel Geld zu verdienen.

    Im Grunde hätte man als Kunde sagen können, dass sich die Werkstatt bitte melden soll, wenn ihnen etwas auffällt. Wobei bei der Rep. ja scheinbar noch alles dicht war.


    das ist jetzt für beide Seiten doof gelaufen.


    Der Werkstatt kann man da wenig Vorwürfe machen, man könnte höchsten nachfragen, ob man sich da beim Preis der neuen Rep etwas entgegen kommen kann.


    Harry Vorjee

  • Moin

    Ich würde sagen, normaler Werkstattdienst.... Augenscheinlich ok, wieder zusammen... Privat hätte man den mit getauscht, ganz klar.

    Man hätte es eben abklären können, aber auch ermessens Spielraum.....

    Haben dasselbe vor ca 15 Jahren mit VAG erlebt, nie wieder Auto in die Werkstatt gegeben...

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Guten Morgen!


    Ich sehe schon da gibt es verschiedene Meinungen aber das ist ja auch gut so:)


    Allerdings muss ich eine Sache noch erwähnen:

    @Harry Vorjee

    Der Auftrag lautete eben nicht wie du schreibst die Dichtungen zum Motor hin zu wechseln sondern die Leckagen zu beseitigen.
    Wenn ich den Auftrag tatsächlich wie von Dir beschrieben gegeben hätte, bräuchte ich mich nicht beschweren und hätte es dann
    sicher nicht getan.
    So allerdings ging es um die Leckagen generell und damit eben auch um alle möglichen Quellen in dem Bereich;)


    Dass das so jetzt für beide blöd gelaufen ist kann ich aber ohne Einschränkung bestätigen.:thumbup:

  • Meine Meinung.

    Ich habe selbst in einer Werkstatt für Kommunalfahrzeuge gearbeitet. Bei uns wurde in einem solchen Fall immer schon bei der Auftragsannahme darauf hingewiesen, das man nur das nötigste machen kann. Bei einem solch großen Arbeitsaufwand sollte man aber gleich alle Simmeringe tauschen. Würde natürlich deutlich teurer, aber man läuft nicht in Gefahr kurze Zeit später wieder vor dem gleichen Problem zu stehen.


    Aber man kann in deinem Fall der Werkstatt keinen Vorwurf machen. Du kannst höchsten mit dem Inhaber versuchen einen Sonderpreis auszuhandeln. Der wird auch Interessiert sein einen Ruf zu wahren.

    Grüße vom Teutoburger Wald


    Fendt Farmer 108LSA

    Renault 551-4

    Porsche Diesel Super F309

    Zettelmeyer ZL500

    Potratz Dumper 600, 1000, 1001

    und viel Kleinkram