Fendt Favorit 600 oder 800

  • Moin Fridolin,


    nimm einen Wagenheber mit und Bock den vorne auf, wackel an den Räder und gesamter VA. Der hat zwar schon die massive Dana Achse drin, allerdings bei der Stundenzahl und wenn die Wartung zum Schluss nachlässt kann die auch ausschlagen.


    Genau mehrmals prüfen ob Allrad und ZW sauber ein- und aussschalten und im optimal Fall mit Belastung prüfen.


    Fesdtbremsdrehzahl der Turbomatik prüfen (Ist das einer mit E-Turbomatik?)

    Bremsen ,vorallem der Hinterachse genau und kräftig testen, auch Einzelradbremse. Sämtliche Funtkionen der EHR durchspielen.


    Gruß

    Kai

  • Quote

    Das kann ich so nicht bestätigen.

    Der MAN im Favorit 800/900 ist wesentlich haltbarer und zuverlässiger als der MWM TD 226 B6 wie er im 615 LSA ab 84 und im 611-614 ab 88 verbaut wurde und später im 300/500.

    Diese MWM haben ständig Probleme mit Wasserverlust oben an den Kopfdichtungen und Wasser im Öl,abgesackte Laufbuchsen usw.

    Das gibt es beim MAN nicht,klar gibt es da auch mal was zu richten dran aber nicht so häufig wie beim MWM.

    Schade, enttäuschend, so habe ich das noch nicht wahrgenommen. Die hier in der Gegend laufen, die laufen auch weitestgehend Problemlos - sind allerdings auch viele von den älteren mit trockenen Buchsen bei, vielleicht ist das bei den paar jüngeren dann Glück... Aber Du hast die Kisten ja selbst, wirst schon wissen was Du schreibst.



    Fridolin92 : Wenn er Turbomatik E hat auch hier darauf achten, dass die Überbrückungskupplung schaltet... Das wiederum hab ich hier schon öfter gesehen/gehört.



    Beste Grüße

    Beste Grüße
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    Fehlt dem Auspuff seine Klappe,
    war der Ast wohl nicht von Pappe!

  • Okay danke, werde einen mitnehmen und die Achse einmal durchwackeln. Soll top gewartet worden sein, allerdings sieht bzw merkt man das wahrscheinlich nicht so, wenn die Gelenke voll mit fett sind oder?


    Hat keine Turbomatik E, hab mir sagen lassen dass die meistens eh nicht richtig funktioniert und das dann schnell ins Geld gehen kann. Wie prüfe ich die Festbremsdrehzahl?


    Werde den dann ausgiebig Probe fahren, habe gerade bei unserem alten 306 die Hinterachsbreme erneuert. Hat länger gedauert als gedacht :D

  • Turbomatik testen:

    Handbremse fest, 5. oder 6. Gang rein und Gas geben. Drehzahl sollte etwa zwischen 1000 u. 1100 liegen. Wenn geringfügig höher fehlt ggf. bloß Öl. Wenn weit über 1500 fehlt viel Öl und das u.U. schon länger - das ist nicht gut, da dann die Kühlung nicht ausreicht -> kann teuer werden.

    Beste Grüße
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    war der Ast wohl nicht von Pappe!

  • Ja, das mit den undichten Buchsen habe ich leider auch schon öfter gelesen. Ich werde auf jeden Fall Öl und Wasser genau unter die Lupe nehmen.


    Okay, besten Dank. Wieder was gelernt :)

    Das mit den undichten Buchsen betrifft 615 ab bj.84 und 611-614 ab bj.88,es sei denn ältere 600er haben mal einen Austauschmotor bekommen,dann wurde meistens der B-Motor eingebaut.


    Das mit den Undichten Buchsen kommt beim 500er öfter vor als beim 600er, aber es kommt auch bei den 600ern vor.


    Auch bei älteren 600er mit trockenen Büchsen kommt es vor das der büchsenüberstand nicht mehr ausreichend ist,oft ist es so das bei um die 9000std die kopfdichtungen fliegen,dabei wird dann festgestellt das der überstand grenzwertig ist,dann wird meist eine neue kopfdichtung montiert das hält dann wieder eine zeit lang,bis die kopfdichtung wieder fliegt.

    Das Spiel kann man wenn man Schrauben will paar mal wiederholen aber dann kommt man meistens nicht um eine komplettüberholung mit neuen kolben und buchen drumm herum.


    Bei Schleppern wo zum Verkauf angeboten werden und dabei steht "kopfdichtung vor kurzem gemacht" wäre ich da sehr vorsichtig,das muss aber jeder selbst entscheiden.


    Beim B-Motor mit nassen Buchsen sind oft die oberen O-Ringe der Buchsen undicht,was dann Wasserverlust nach außen unter den Köpfen zur Folge hat,viele wissen das nicht, demontieren die Köpfe reinigen alles und setzen neue kopfdichtungen drauf( obwohl an den alten nichts zu sehen war) das hält dann vielleicht durch Zufall auch wieder paar Stunden,aber auch da kommt man nicht um eine totalsanierung drum herum,zumal dabei dann auch oft die buchsensitze bachgefräst werden müssen und dann Buchsen mit erhöhtem Bund eingesetzt werden müssen.


    Ich möchte damit niemanden abschrecken so eine Maschine zu kaufen,aber es ist besser mal davon gehört zu haben damit man mal im Hinterkopf hat auf was man sich im schlimmsten Fall einstellen kann/muss.Zumal in unserem Fall(Hobby,Liebhaberei) ja der schlepper dann nicht verkauft werden soll wie es bei Landwirten dann oft der Fall ist,sondern repariert und erhalten bleiben soll.


    Kurz zur Turbomatik-E:

    Mir sind mehrere solcher Schlepper bekannt,da gibt es eigentlich wenig Probleme,mal bleibt der Down Schalter hängen und die Überbrückung geht deshalb nicht,weil schmutz von den Schuhen den Schalter verklemmt,oder es ist mal ein Drehzahlschalter(Platine) oder ein Indiktivgeber(Dtehtahlsensor) kaputt,ansonsten macht Die Turbomatik E wenig Probleme.


    Gruß

    Timo

  • Okay, sehr interessant, danke ??

    Also ist der 614 den ich mir anschaue nicht unbedingt so anfällig.

    Falls der da doch ein Problem hat, hoffe ich dass ich es sehe. Dann kann ich den Preis weiter drücken und baue neue Buchsen ein, ich schraube gerne und fürs Hobby muss das ja nicht von heute auf morgen fertig.


    Das klingt ja echt nach Kleinkram mit der Turbomatik E... Ich brauche nicht unbedingt eine Lastschaltung. Die Modelle mit Turbomatik E werden nur deutlich teurer gehandelt und ich denke die werden in Zukunft auch immer mehr wert sein als einer ohne.

  • Quote

    Das klingt ja echt nach Kleinkram mit der Turbomatik E... Ich brauche nicht unbedingt eine Lastschaltung. Die Modelle mit Turbomatik E werden nur deutlich teurer gehandelt und ich denke die werden in Zukunft auch immer mehr wert sein als einer ohne.

    Turbomatik E ist keine Lastschaltung - sondern ein Drehmomentwandler. Im Gegensatz zur normalen Turbomatik (Strömungskupplung) kann diese im unteren Ausgangswellendrehzahlbereich bei erhöhter Eingangswellendrehzahl unter Schlupf sehr hohe Drehmomente erzeugen. Zum anfahren schöner als Lastschaltung, aber nicht als Drehmomentquelle für's dauerhafte Ackern, dafür hat er die Überbrückungskupplung - sonst wird das Ding irgendwann heiß.

    Beste Grüße
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    war der Ast wohl nicht von Pappe!

  • Okay, danke für die Aufklärung :

    Ist ja aber trotzdem nicht ein riesen Vorteil denke ich.

    Ich habe mir den Schlepper nun angeguckt, sieht soweit nicht schlecht aus. Ein paar Kleinigkeiten sind zu machen. Aber ich denke bei dem Preis kann man nichts falsch machen.