Hubkraft an der Ackerschiene

  • Hallo,

    @Tobi.....das mag sein. Aber da handelt es sich, also beim Kabelpflügen, um extra dafür ausgelegte Profigeräte bzw. Maschinen welche auch gewisse UVV Einrichtungen haben..nicht wahr?


    Wenn ich heute über eine Winde einen Wurzelstock herausreißen will dann ist das ganz was anderes. Da läuft die Winde zuerst ohne Zug und dann kommt ein plötzlicher Zugpunkt...an dem die Kraft sehr schnell hoch geht. Entweder der Wurzelstock kommt in dem Moment oder was anders gibt nach...

    Ich hab da nur sehr bescheidne Erfahrungen aber alle meine Versuche z.B. größere Wurzeln aus dem Boden herauszuziehen sind in der Regel gescheitert!

    Meistens ist mir dabei das Zugmittel abgerissen...die Wurzeln selber haben sich nicht viel bewegt. Und ich Rede hier von Wurzeln welche gerade mal 6-7 cm stark waren und unter dem Pflasterboden lagen...;)

    Das Zugmittel war allerdings direkt am Schlepper befestigt...mit unserer 3.5 Tonnen Winde brauch ich da erst gar nicht anfangen.


    Gruß Uli

  • Da läuft die Winde zuerst ohne Zug und dann kommt ein plötzlicher Zugpunkt...an dem die Kraft sehr schnell hoch geht. Entweder der Wurzelstock kommt in dem Moment oder was anders gibt nach...

    Das habe ich auch schon mal probiert. Also mit Schwung ziehen. Ganz schlechte Idee! War auch kein Wurzelteller sonder ein bereits gelöster Betonklotz. Der war wohl zu schwer. Dabei hat es die untere Führungsrolle zerbröselt. Zum Glück nichts passiert, nur die Lager defekt und es konnte für ein paar Euro repariert werden. Wenn es die Winde nicht zieht, bringt Schwung auch nichts. Was etwas helfen kann, ist dann noch mit dem Schlepper zu ziehen, aber wie schon angemerkt dürfen die Anschlagmittel nicht überlastet werden. Ich hatte auch so einen Wurzelteller, der nicht raus wollte und der 610er hat mehr gezogen als die Bremse der Winde hielt. Dann habe ich noch eine zweite Kette am Schild befestigt, da sind extra Anschlagmöglichkeiten für die Ketten und dann schön langsam im kleinsten Gang gezogen und dann kam der Teller.

  • Quote

    Das habe ich auch schon mal probiert. Also mit Schwung ziehen

    Die Seilgeschwindigkeit bei einer Seilwinde ist jetzt nicht phänomenal ... mit "Schwung" ziehen kann man hierbei nicht sagen, daher ist der plötzliche Zugpunkt kein Drama.


    Sollte man mit der Winde mit Schwung per Fahrbewegung arbeiten - versteh ich den Sinn nicht... dass das aufs Material geht dürfte klar sein.


    Die Kettenfallen am Windenschild sind eigentlich zum Rücken gedacht, glaubt man den Anleitungen sollte man nicht unbedingt am Zugseil rücken.

    Weiß nicht ob ich bei einer Umlenkung die Kettenfallen als Gegenhalt verwenden würde ...


    Ein alter 600 SL welcher 10-12 Tonnen im Heck heben soll und einer Winde mit 30 To. Zugkraft oder im Ideal umgelenkt mit 60 To. Zugkraft Paroli bieten soll :thumbsup:^^ ... na klar ...


    Ich halt die Story für nen Fake ... sollte es das nicht sein dann degradiere ich es zum Schwachsinn.

  • Hallo,


    aber wenn ma schon in die Richtung gehen...



  • Hallo Uli, :thumbsup:


    na das nenne ich doch einmal Lehrfilm...:(

    wie es sich keiner in der Praxis wünscht.

    Gutes Schulungsmaterial für Unverbesserliche Alleskönner und Schlaumeier...

    Gleich richtig am Sonntag, so vor dem neuen Arbeitswochen Beginn.


    Schönen Sonntag

  • N Abend,


    wie ich bereits in meinem zweiten Post geschrieben habe existiert die Winde NOCH nicht, ist aber geplant.

    So eine Winde als Dreipunktaufnahme in der Größenordnung zu Kaufen mit Zulassung auch noch gibt es! ABER Sündhaft teuer dann, Der Anschaffungspreis (fünfstellig) wäre für mich zu hoch, Kaufen kann jeder der hat, Eigenbau ist das was ich will.

    Das ganze Leben ist ein Risiko, und mit einer 300KN Eigenbauwinde Arbeiten sehe ich als unproblematisch, wenn damit hantiert wird ist das meine Sache da hat niemand was in der Nähe verloren.
    Schrägzug schält die Winde per Neigungssensor am Schlepper ab, das ist nicht neues.

    Profi ist man NIE, entweder hat man das Verständniss und kann mit einer Winde umgehen oder eben nicht.

    Die Winde muss und wird dementsprechend Massiv ausgelegt sein daher das geschätze Eigengewicht.

    Klar kann leichter gebaut werden nur hab ich keine Simulationssoftware für eine solche Konstruktion daher wird halt alles in die extreme laufen (Materialquerschnitte)

    Es haldelt sich um eine klassische Hydrostatische-Trommelwinde und um keine Treibscheibenwinde was ich vorhabe, das Seilfenster wird Hydraulisch verstellbar sein.

    Drahtseildurchmesser 26mm, die 300KN werden auf der untersten Seillage möglich.

    Ich gebe zu dass das Seil bei einer gewissen auslängung allein durch sein Eigengewicht unhandlich wird, das wird ein Nachteil sein, aber durch den Ausstoß wird es gehen damit zu Arbeiten per Funk...

    Anschlagmittel sind geprüfte und zugelassene RUD Produkte, bestimmt hantiere ich dort nicht mit Kälberstricken oder rostigen Ketten von 1950 aus dem Rübenkeller, bei derartigen Belastungen.

    Die rodung der Wurzeln gehören zum Programm einer künstlichen Renaturierung/ Landschaftspflege, hat aber mit meinem eigentlichen Thema hier nichts zu tun, bin sowiso schon weit ausgeschweift...


    Hier noch Bilder einer 300KN Winde (Die hauptwinde) an einem Schlepper der Größenordung Fendt 6xx,- für alle die das immernoch alles für ein Fake halten





    Noch was fürs Augen, wurde hier bereits erwähnt ein Kabelpflug.





    ROTZLER 300KN Eigenbauwinde





    Beste Grüße Marc.

  • Hallo,


    geben tut es solche Winden schon, die werden allerdings für die Holzbergung in steilen Geländen und als Seilkran benutzt.


    Für das ausreißen von Wurzelstöcken sind die nicht optimal. Bevor du dir da was zusammenbastelst was dann doch nicht funktioniert, lass jemanden mit Forstmulcher oder Bagger anrücken.


    Auf 6to wirst du mit deinem eigenbau wohl nicht kommen, wenn der 2-3to wiegt, ist das schon viel.

    Berücksichtige auch was Anschlagmaterial in der Größe kostet.


    Grüße aus Mittelfranken

  • Hallo,


    @Marc....du kannst über eine einfache Berechnung herausfinden bei welcher Zugkraft dein Fendt "abheben" würde!


    Wie Tobi schon gesagt hat sind solche Winden eher ungeeignet um Wurzelstöcke herauszuziehen, weil die in der Regel nicht sofort kommen sondern immer wieder angezogen werden müssen um die dann zu lösen. D.h. da kiegst dann jedesmal diesen Kraftpunkt drauf und wennst dann nicht Obacht gibst dann steigt der Schlepper hoch oder kippt um. aber evtl. hast ja da bessere Erfahrungen als ich. Die größte "Schwachstelle" dürfte die Krafteinleitung über den Oberlenker in den Schlepper sein.

    Ich weiß nur wie es meinen Fendt rumbeutelt wenn dann mal wieder ein Stamm, beim Rücken, an einem Wurzelstock hängenbleibt. Und da geht es nur um eine 3.5 Tonnen Winde. Haben wir die am kleinen Deutz dran ist das nicht mehr lustig.


    Gruß Uli

  • Hi,

    es geht anscheinend um Renaturierungsarbeiten. Da wird meist auch Erde und Steine bewegt, also wird ein Bagger oder Raupe vor Ort sein um sich das Problem annehmen, oder seh ich das Falsch.

    Ich weis nicht was das Anschlagmaterial kostet, kann mir aber vorstellen, dass für das Geld auch einen Bagger einen Tag gemietet bekommst.


    Gruß


    Andreas

    1.) Ein Fendt ist zwar nicht alles, aber ohne Fendt ist alles nichts!
    2.) Ein Leben ohne Fendt ist möglich - aber sinnlos...
    3.) Nur wer einen Fendt besitzt, weiß, was allen anderen fehlt

  • Hallo,


    schaut euch mal das Video an:




    Dieser Wurzelstock bewegt sich keinen Millimeter wenn der da mit seinem Werkzeug rangeht. Es dürfte auch kein Video geben wo jemand versucht sowas herauszuziehen...


    @Marc....hast du schon mal versucht den Wurzelstock eines 20 oder 25 cm Baumes herauszuziehen?


    Alleine die Plagerei bis du den wurzelstock soweit freigelegt hast bis du da ein Zugmittel vernünftig herumlegen kannst wäre mir schon zuviel und auch die Zeit dafür wäre mir zu schade..


    Gruß Uli

  • Hallo,


    @Tobi...schon klar. Das ist dann eine ganz andere Hausnummer! :)


    Soll ja alles nur zeigen das man da mit "herausziehen" , falls es überhaupt geht, nicht mithalten kann, weder mit dem kleinen 5 Tonnen Bagger und schon gar nicht mit dem Profigerät..


    Gruß Uli

  • Danke für die zahlreichen Tipps, gut gemeint von euch aber ich sehe die Begeisterung bleibt aus was die Winde betrifft.
    Die Winde ist für mich unabdingbar allein schon da öfters festgefahrene schwere Lastzüge geborgen werden müssen...

    Das mit dem Bagger ist schon eine sehr feine Sache keine Frage. Den Stundensatz von solch einer Maschine im Einsatz wäre Interresant zu wissen.


    Hier noch was rein zu Informativen Zwecken, vielleicht Interessiert es euch >


    Habe eine Messung vorgenommen was mein Schlepper Zugkraft auf dem Asphalt aufbringt, nur aus Neugierde.

    Versuchsaufbau : Gewicht der Maschine 6350KG (HA3790KG VA2560KG) Reifendruck HA VA 0,8Bar Drahtseil paralell zum Zugpendel Angeschlagen (also kein Abtrieb auf die Hinterräder),dann ruckfrei Zug bis Räder der HA Losbrechen, Ergebniss auf der Dynafor Waage 6480KG.

    Finde das ein beachtlichen Wert für die alte Maschine, Logisch im Acker oder auf losem Untergrund wird man solche Werte nicht erreiche...

    Und auch für das ZF-3550 kein Problem.


    Gruß.

  • Hallo,


    ja, diese 6480 Kg (6.5 Tonnen) entsprechen in etwa dem Gewicht des Schleppers bei einem Reibwert von 1 oder minimal mehr. Mehr wird auch unter normalen Bedingungen nicht gehen.


    Noch ein kleiner Hinweis zum eigentlichen Thema: Diese mögliche Hubkraft an der Ackerschiene bedeutet nicht das man dieses Gewicht dann auch hinbauen darf!


    Was du an Zuladung an deinen Fendt dranbauen darfts ergiebt aus zul. Gesamtgewicht minus tatsächlichem! Leergewicht. Da hast dann wahrscheinlich so was um 2 Tonnen..oder? ;)


    Gruß Uli

  • Moin

    Mit sowas musste da nicht rechnen.....Das wird belastet bis kurz vorm durch brechen des armen Favorits, oder darüber hinaus und dann als schrottiges Fahrzeug von mangelhafter Fertigung in Deutschland verschrien, der nichts ab kann.... Der Dicke tut mir leid,ganz ehrlich. Hat sein Leben lang geschuftet, bekommt durch solch eine Aktion den Rest....Meine Meinung dazu.

    Da sollte man sich echt einen Tausender mieten,und damit roden,der kann zumindest Hubkrafttechnisch da hin,was gewünscht wird....

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Hallo,


    @F12...selbst ein Tausender Fendt , mit einer Nutzlast von 10 Tonnen( wenn der das überhaupt hat..) , in Verbindung mit so einer Riesenwinde, ändert immer noch nichts an der Tatsache das so was nur bedingt geeignet ist Wurzelstöcke zu ziehen! (Ist meine Ansicht).

    Es ist immer noch nicht klar im welchem Umfange da gerodet werden soll! Danach sollte sich das auzwählende Gerät, hier am sinnvollsten Bagger, richten..oder?


    Gruß Uli


    ..ich glaube auch nicht das unser Marc solche Sachen wie zul. Gesamtgewicht etc. komplett ignoriert...;)

  • Der Dicke tut mir leid,ganz ehrlich. Hat sein Leben lang geschuftet, bekommt durch solch eine Aktion den Rest....

    Lasst uns sammeln und den Favo befreien:thumbsup::thumbsup::thumbsup:.

    Ich glaube, wir haben ausreichend gewarnt. DIe Thematik des zulässigen Gesamtgewicht wurde schon angesprochen. Durch die Hebelwirkung stelle ich auch mal in Frage, ob man ihn auf der Straße noch sicher lenken kann. Wenn das 12 Tonnengeschoß mit 20 km/h in der Kurve über die Vorderräder schiebt wird es unangenehm.