Hebel am Eichermotor

  • Hallo,


    mein Nachbar schraubt gerade an seinem Eicher Geräteträger. Ich stand da gestern mal dabei und sind ins Grübeln gekommen was es wohl mit diesem Hebel am Zylinderkopf aufsich hat.


    Unser Gedanke war das das evtl. ein Dekompressionshebel sein könnte, Ein Funktionstest bei laufenden Motor zeigte jedoch keinerlei Wirkung wenn man an dem Hebel herumstellt!


    Da geht praktisch eine Welle in den Zylinderkopf welche einseitig abgefräst ist. Dreht man den Hebel, also damit die Welle, bewegt sich im Kopf eine Platte etwas nach unten...nicht viel, etwa 2-3 mm.


    Weiß jemand was das mit dem Hebel aufsich hat?


    Danke schon mal


    Gruß Uli


    Eine Betriebsanleitung ist leider nicht mehr vohanden! Hab auch schon im Netz gesucht...da hat jemand schon woanders die gleiche Frage gestellt und dem wurde dann schon mit der dritten Antwort nahegelegt er solle sich doch mal zuerst mit der Funktionsweise eines Dieselmotores beschäftigen..Sinngemäß... auf die eigentliche Frage wurde erst gar nicht eingegangen...

  • Moin

    Das kenn ich nur als Deko Hebel.....

    Früher waren die einstellbar,mal genauer nachschauen würde ich vorschlagen.....

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Moin,

    bei meinem em200 ist dort ein Dekompressionshebel.

    Der hat folgenden Grund.

    Beim Kaltstart mit schon etwas schwacher Batterie soll man bei starten den Dekompressionshebel betätigen damit der Motor leichter auf Touren kommt und somit besser startet.

    Der em200 ist ein Direkteinspritzer bei dem man nicht vorglühen muss/kann.


    Der DeKo_Hebel darf übrigens nicht zum ausmachen des Motors genutzt werden.

    Soll den Auslassventilen schaden.


    Gruß

    Rolf

  • Hallo,


    danke Euch beiden.:)


    Ja, da wird dann ein Dekompressionshebel sein. Jedoch hat der Hebel, in dem Falle, keinerlei Wirkung! D.h. egal wo wir den hindrehen, es ändert sich nichts.


    Unsere hauptsächliche Frage wäre also wie die mechanische Funktion des Hebels ist, also was der beim Drehen betätigt? Ist da ein extra Ventil im Kopf? Oder hält diese Platte, an der diese beiden Stehbolzen mit dem Gewinde dran sind, die beiden Ventile auf? Dann fehlt aber da ein Bauteil..oder?


    Gruß Uli

  • Moin

    Normal öffnet der Hebel ein Ventil...... Mach mal bitte ein genaueres Bild, von dem was im Kopf zu sehen ist.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
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  • Hallo,


    ja, das ist der Dekohebel aber entweder hast Du zu viel Ventilspiel - dann geht da auch nichts oder es fehlt was. Bessere Bilder wären da hilfreich. Eine orginal BA für diesen GT hab ich auch und die kann man evtl. auch käuflich erwerben.


    Gruß f18h-doc

  • Hi,


    es ist der Dekompressionshebel. Ich hatte einen Eicher ED 14 (ja, den gibt es) mit sehr, sehr wenig Betriebsstunden, Bj. 1959, 1360 ccm Hubraum.


    Einen Eicher-Einzylindermotor (es gab auch Einzylinder-Deutz-Motoren) kann man bei einem normalen Eicher-Schlepper ankurbeln. Nach meiner Kenntnis sind die Motoren beim Geräteträger gleich. Die EIcher-Einzylinder-Motoren unterscheiden sich vermutlich nur durch den Hubraum.


    Ob das Ankurbeln auch beim Geräteträger geht, weiß ich nicht. Wie es mit dem Vorbau beim GT klappen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Man braucht nach rechts gut einen Meter platz für einen guten Stand.


    Wenn Du ihn ankurbeln willst, musst Du gut frühstücken, den Kolben kurz hinter den oberen Totpunkt stellen (Kurbel auf 1 Uhr) und dann mit viel, viel Schwung drehen (Kompressionshebel in Ruhestellung ohne Dekompresssion). Wichtig ist der erste Anschub, daher am Besten leicht hüpfen und mit steifen Armen auf die Kurbel fallen lassen. Es klappt bis etwa Null Grad Außentemperatur ganz gut.


    DIE DAUMEN ÜBER Die KURBEL!!!!!! Mit zu wenig Schwung schlägt er zurück, evtl. mit kleiner Zündung. Das ist wie der Tritt eines Ponys. Da kann man sich ansonsten die Daumen brechen. Es gibt großes Aua bei einem Rückschlag


    Als Direkteinspritzer verdichtet der Motor recht hoch. Ohne den Dekompressionshebel dauert es ewig, den Kolben über den OT zu bringen. Es kann auch einer kurbeln und einer auf Kommando den Hebel schließen. Das ist aufgrund des möglichen Rückschlages mE nicht ganz ungefährlich.


    Der Hebel kann auch bei einer schwachen Batterie genutzt werden, steht ja schon oben.


    Grüße

  • Hallo,


    @f18h-doc..Dankeschön, ich werde meinen Kollegen drauf hinweisen wegen der BA. Ja, da fehlt ein Bauteil so wie es aussieht. Anders kann ich mir das sonst nicht erklären. Dieses Beuteil, das sollte eine Art Brücke sein, wird dann, beim Umlegen des Hebels, die Ventile zwangsweise etwas öffnen. Muß mal sehen ob da beim Kollegen etwas rumliegt. So springt der ja eigentlich recht gut an. Der Motor hat allerdings eine relativ heftige Unwucht im Standgas, also den schüttelts ganz schon rum.


    @Zeidler....danke für die Erklärung..:thumbup:Ich kenn das ganze mit diesem Ankurbeln schon von meinem Peugeot 404..der hat auch eine Kurbel zum anwerfen. Das geht im Sommer bei warmen Motor übrigens ganz gut. Wenn es kalt ist dann wird es schwierig. Hilfreich ist die auf jeden Fall zum Ventile einstellen etc..:thumbup:


    Gruß Uli