Fendt GT zum Holztransport und Forstarbeit

  • Hallo zusammen,

    ich benötige in absehbarer Zeit auch ein Fahrzeug um Holz aus dem Wald zu transportieren. Hatte mehrere Standardtraktoren ausgeguckt, ich wollte das Holz gerne mit Heckcontainer transportieren, was allerdings bei Schleppern um die 35 PS relativ schwierig ist, zumindest komm ich bei der Zuladung noch nicht einmal auf einen RM. Deswegen ist meine Überlegung mir auch einen GT anzuschaffen (220; 225; 230). Wie sind eure Erfahrungen damit, auf was müsste ich achten? Zuladung der Pritsche liegt ja bei 750kg, so das ich dort ja schonmal einen RM Buche transportieren könnte, ggf. noch einen kleineren Heckcontainer hinten angehangen und ich habe vielleicht 1,5 RM (aber ein RM würde mir schon reichen), vielleicht in den HC auch die Arbeitsgeräte. Würde den GT mit schwarzen Kennzeichen betreiben. Der Weg in den Wald ist auch nicht sehr weit, ca. 5 km, allerdings sind unsere Wege teilweise sehr bescheiden und ich müsste auch mal in den Bestand. Wie sieht das mit der Zuladung aus, die genannten Modelle liegen ja alle so bei 1,5 to, wenn ich die Pritsche voll mache mit holz bin ich schon ca. bei 2,3 to, aber die ZGM liegt ja bei den genannten Modellen nur bei 2,2 to? Habe schon ein paar GTs ins Auge gefasst, allerdings auch ein paar ohne Überrollbügel, sind die ohne Probleme nachrüstbar? Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen, bei meiner Entscheidung. Vielen Dank im Voraus.

    Freundliche Grüße

    Basti

  • Moin.


    Ich beim beim GT nicht so im Thema. Aber Überrollbügel sollte zum nachrüsten kein Problem sein. Was mir zu denken gibt, ist das mit der Zuladung. Ein RM frische Buche kommt gut auf 1,2-1,3 to.

    Gruß
    Sebastian


    Fendt Favorit 610SA Bj.:75

    Fendt Farmer 4SA Bj.: 72
    Fordson Major Bj.: 56

  • Hallo und erstmal ein herzliches willkommen,


    So wie sich das anhört, hast du zu deiner Forstausrüstung eine Motorsäge und evtl. ein paar Handwerkzeuge.


    Ich sage es mal gleich vorweg die GT`s sind schweine teuer egal welche. Da bekommt man teilweise 2 andere Schlepper drum und da steht auch Fendt drauf.


    Ich selber habe auch einen 250 GT aber Holz auf der Pritsche transportiere ich nicht oft, da mir die Höhe des Pritschenboden einfach zu hoch ist, Du musst ja das Holz hochheben, und bei so einer Buche kann das schon mal ein Problem werden.


    Da ich die meiste Zeit im Wald ohne Winde unterwegs bin, habe ich nur einen "Gummiwagen" dabei wo dann das Holz rauf kommt. Der hat eine pritschenhöhe von 70-80cm. Und sogar da wird es problematisch wenn das Holz schwer ist.


    Heckcontainer ist gut aber da geht halt nicht viel rein.


    Ich habe mal ein Bild angehängt.



  • Auch von mir ein Hallo und Willkommen.


    Auf das Du viele Antworten bekommst und wir viele Geschichten, Berichte und Bilder! 8)


    Ich mach das Stammholz immer auf ca. 3m und lade mit dem Frontlader auf mein Kipper. Wozu gibt es denn Maschinen. Das Astholz auf 1m Länge ist dann schön leicht und wird von Hand beladen.

    Am Holzplatz wird dann das ganze einfach abgekippt. Fäddich 8o

    Bei uns im Spessart lass ich nix im Wald auf 1m gestapelt, das Holz bekommt gerne mal Beine! =O => das sind die gemeinen "Laufhölzer" :saint:

    Auf 3m geschnitten ist das was anderes, die nimmt keiner mal eben so mit! 8)

    Viele Grüße aus dem Spessart.


    Thomas



    Lieber ein Fendt in der Scheune, als ein Hänger in der Hose! :D

  • Danke für eure Antworten. Bin bei einem RM Buche frisch von ca. 800kg ausgegangen. Das bescheidene ist, dass ich nur den Führerschein B aktuell besitze, hab auch schonmal drüber nachgedacht BE zu machen, dass würde ja dann langen für den Holztransport mit Anhänger. Allerdings würde ich den Schlepper ja mit schwarzen Kennzeichen betreiben und müsste mir auch noch einen Rückewagen zulegen, den ich zusätzlich auch noch anmelden muss. Da sind die Kosten dann jährlich auch schon hoch. Schwierige Frage, ich überlege auch schon seit längerem was ich mache. Forstwerkzeug ist vorhanden.


    Schöne Grüße

  • Ich mach das Stammholz immer auf ca. 3m und lade mit dem Frontlader auf mein Kipper. Wozu gibt es denn Maschinen. Das Astholz auf 1m Länge ist dann schön leicht und wird von Hand beladen.

    Am Holzplatz wird dann das ganze einfach abgekippt. Fäddich 8o


    Genau so machen wir das auch.

    Würde auch dazu raten für das Geld vom GT einen soliden Schlepper mit Frontlader zu kaufen, nen alten 2 Seitenkipper dazu hängen (günstig) und gut iss. Dann vielleicht lieber noch ne Seilwinde dazu dann verspart man sich den Rückewagen.

    Fendt4ever, wer fendt fährt führt...
    Hubraum ist durch nichts zu ersetzen - außer durch noch mehr Hubraum!

    Gewaltig ist des Schlossers Kraft, wenn er mit einem Hebel schafft.


    Ersatzteile Fendt Farmer 2 und 100er Reihe abzugeben - Email bei Interesse!

  • So schön ein GT für diese Arbeit ist (ständig überladen), aber ohne Landwirtschaft u. schwarzer Nr., da würde ich meine Lösung vorschlagen.

    Für das GT-Geld einen Schlepper mit Frontlader und Auto-Anhänger-Kipper (niedrige Ladehöhe) und der Anhänger ist für Jahrzehnte an Auto oder Schlepper nutzbar für unheimlich viele Arbeiten.

    Wie viele RM Buchenholz brauchst Du jeder Jahr?

    Gruß Lore

  • Wir machen pro Jahr ca. 25 RM holz, also wirklich nicht viel. Das Problem wird teilweise sein, dass ich mit dem Auto-Anhänger nicht alle Waldwege entlang komme und nicht gut in den Bestand. Einen Frontlader würde ich noch nicht einmal unbedingt benötigen, mir ging es beim GT nur um die Pritsche. Hat jemand Erfahrung mit den Kosten für einen Rückewagen/Holzanhänger zulassen mit schwarzen Nummern? Wird das nicht auch nach der zulässigen Gesamtmasse gerechnet (Steuern)?

    Gruß Basti

  • Moin


    Also ein GT ist eine feine Sache, aber alles über den 231 ist zu groß um in den Bestand zu fahren, der 231 ist viel zu teuer, da du eh nicht weit fahren musst würde der 230er ja reichen, und es ist ja ganz schön mit der Ladefläche und dem Heckcontainer sein Scheitholz zu transportieren, aber du bist dann halt überladen und mit lenken ist dann auch nicht mehr so rosig.

    Wenn man sich einen Standarttrecker mit Frontlader kauft kann man da auch gut ein Raummeter in einen Heckcontainer packen und für die Handgeräte kann man sich ne kleine Kiste ins Zugmaul oder an den Mähwerksflansch bauen.

    Mit Frontlader und kleinem Kipper macht da mehr Sinn, denn man bekommt mehr Holz mit und ein Standarttrecker mit Kipper kostet im besten Fall weniger als ein Fendt GT und wenn die Wege so schlecht sind dann sollte man mal eine Waldbesitzerversammlung einberufen und jemanden damit beauftragen die Wege in Stand zu setzen, dann kaufst du dir einen ordentlichen 3,5t Autoanhänger zum Kippen und einen 25-45PS Trecker und alles wird gut.


    Gruß Tim

  • Danke für eure Antworten. Bin bei einem RM Buche frisch von ca. 800kg ausgegangen. Das bescheidene ist, dass ich nur den Führerschein B aktuell besitze, hab auch schonmal drüber nachgedacht BE zu machen, dass würde ja dann langen für den Holztransport mit Anhänger. Allerdings würde ich den Schlepper ja mit schwarzen Kennzeichen betreiben und müsste mir auch noch einen Rückewagen zulegen, den ich zusätzlich auch noch anmelden muss. Da sind die Kosten dann jährlich auch schon hoch. Schwierige Frage, ich überlege auch schon seit längerem was ich mache. Forstwerkzeug ist vorhanden.


    Schöne Grüße

    Du brauchst keinen BE - bis 25km/h darfst du auch mit Hänger fahren... fahre selbst auch mit 1 und 2-Achs-Anhängern, ist erlaubt ??

  • FendtGT225B bist du dir da sicher? Dachte das funktioniert nur mit Grünen Kennzeichen am Schlepper und Grünem Folgekennzeichen am Anhänger, mit schwarzen Nummern am Schlepper und kein Kennzeichen am Rückewagen ist meiner Meinung nach nicht erlaubt, auch nicht nur mit 25km/h Schild? Danke für eure Meinungen und Informationen.

  • Hallo,


    @FendtGT225B...deine Aussage ist so nicht ganz richtig! Ich gehe davon aus das du von der Nutzung des Schleppers und der Anhänger ausserhalb der LOF redest?


    @akadiele: Du hast Recht! Schlepper mit schwarzem Kennzeichen werden wir ganz normale Fahrzeuge betrachtet! Hat mit LOF nichts zu tun! Ein Anhänger ist bei der Nutzung ohne LOF grundsätzlich immer zulassungspflichtig! Siehe Bereich TÜV.


    Was genau mit dem B gefahren werden darf hängt von den Gewichten der Fahrzeuge ab! Da muß dann jeder Fall einzeln betrachtet werden!


    Was das Gewicht von 1 Raummeter Buche betrifft so liegt das normalerweise nicht bei 1,2 bis 1.3 Tonnen! Wenn die Rede von einem Festmeter wäre könnte das, bei sehr feuchtem Holz, hinkommen. In meiner Gegend liegt der Raummeter frische Buche bei ca. 700 bis 800 Kg..


    Gruß Uli


    ....GTs sind teuer aber trotzdem praktisch. Wenn man einen Schlepper mit Ladefläche will aber keinen Anhänger bleibt ja fast nichts anderes übrig. Es gibt ja auch die Möglichkeit einen Spalter mitzunehmen und dann das Holz gleich im Wald zu spalten. Dann läst sich das relativ leicht auch auf einen GT laden..oder?


    Kosten für einen Anhänger: Mein Einachser mit 3.2 Tonnnen zul. Gesamtgewicht kostet 89 Euro Steuern und ca. 25 Euro Versicherung im Jahr und alle 2 jahre ca. 40 Euro TÜV...

  • Danke Uli, ich war auch der Meinung das es nur möglich ist für LOF-Zwecke. Dein Gewicht eines RM Buche habe ich so auch schon gehört, dann wäre das für einen GT mit 750kg Zuladung auf der Pritsche ja noch im Rahmen, genauso ein Standardtraktor mit Heckcontainer. Das schöne für mich wäre bei dieser Überlegung, das ich besser in den Bestand und Wald komme. Aus dem Bestand hole ich in der Regel max. 15 RM jährlich, wären dann halt ein paar mehr Fahrten, allerdings habe ich dan wahrscheinlich weniger Probleme mit dem Rangieren.


    Gruß Basti

  • schwierig, das ist ja dann schon wieder das Problem mit dem ZGG von 3,5 to :/;(. Irgendwas muss ich mir überlegen, wahrscheinlich wird es am wirtschaftlichsten sein, wenn ich mir einen kleiner Traktor zulege, sage mal so 30-40 PS und ca. 2 to Leergewicht, denn ich dann natürlich mir schwarzen Nummern anmelde und mir noch einen Rückewagen für Meterstücke besorge (so für 2-3RM) und den natürlich aus zulasse. Müsste ich noch den BE nach machen, aber das ist ja nicht das Problem. So wäre ich wahrscheinlich auf der sichersten Seite? Natürlich sind dann die Kosten vor allem die Steuern für Schlepper und Anhänger relativ hoch (Steuern zusammen ca. 350 € bei 7 to ZGG)?


    Schöne Grüße

  • Hallo,


    Basti : Ein gängiger Schlepper ist da z.B. ein Farmer 3S! Die haben in der Regel ein zul. Gesamtgewicht von 3.5 Tonnen also kein Problem mit dem B. Daraus ergibt sich dann eine Nutzlast von ca. 1 Tonne.


    Ein Farmer 3s kostet 210 Euro Steuern. Ja, das sind dann mit Anhänger durchaus Kosten. Bei den Wägen must halt Obacht geben das du einen mit Betriebserlaubnis bekommst sonst kannst nicht zulassen. Die meisten dieser angeboten Wägen sind Eigenbauwägen ohne Papiere!


    Gruß Uli

  • Moin


    Also als Erfahrungsbericht, mein Farmer 1z hat in Grundausstattung 1,6 Tonnen Einsatzgewicht, und kommt mit 500kg in der Heckhydraulik grad so zurecht, mein zweiter 1z hat die Original Baas Frontlader, Achsverstärkung und Mähbalken samt Antrieb dran wiegt damit ca. 2,2 Tonnen, wenn man jetzt die Forke oder Schaufel dran hat kann der 1000kg im Heck bewerkstelligen. Was für 25 PS schon eine Stolze Leistung ist. Ich würde dir daher einem Trecker mit Frontlader wärmstens empfehlen, denn du wirst schnell merken das man den ständig gebrauchen kann, fast wie ein Schweizer Taschenmesser.


    Gruß Tim

  • Hallo,


    @Basti...ja, das must in etwa rechnen..ohne Sprit! :) Jedoch kann ich für mich Gegenrechnen das jedes Jahr
    einige Liter Heizöl nicht gekauft werden müssen! :)

    Dann kommt noch der "Spaßfaktor" Schlepperfahrn 8) dazu und eine schöne Zeit im Wald und und und..


    Gruß Uli


    @Tim...ein 1Z hat normalerweise 2.3 Tonnen zul Gesamtgewicht...:/ ist deiner da aufgelastet?