Motorenöl

  • Servus Freunde vom 250 GT,


    ich hätte eine bitte eine Frage zum "richtigen Motorenöl" an Euch:

    Ich wechsle bisher max 1 x , d.h. bei 100 Stunden pro Jahr, mehr läuft er nicht, wobei die Transport- bzw- Zugarbeiten die Zapfwellenarbeiten eindeutig übersteigen.

    Welches Öl von der Viskosität würdet ihr mir empfehlen ?


    Lt. Betriebsanleitung soll man 2 mal im Jahr also zw. Winter- und Sommeröl wechseln. Aber bei nur 100 Std..................................?


    Danke für Eure Tipps.


    Gruß Fritz

  • Wichtig ist halt, dass es mineralischen Öl und kein synthetisches oder teilsynthetisches Öl ist ( die baumarktöle sind oftmals teilsythetisch )

    Da muß man halt drauf achten.

    Mit Baumarktöl habe ich jetzt wahrscheinlich wieder ein empfindliches Thema angerissen. Aber wenn man alle 100 Stunden oder einmal im jahr wechselt, dann ist jedes Baumarktöl besser als jedes Öl, was es vor 30 Jahren zu kaufen gab.


    Viele schimpfen auch immer extrem über zweitraffiniertes Öl. Ich schütte nur Zweitraffinat auf alle meine Fahrzeuge egal welches Baujahr. ich beziehe mein Öl direkt aus der Raffinerie Dollbergen. Und dieses Öl ist besser als jedes Erstraffinat. Da das alte Öl sauberer ausgekocht wird als jedes Rohöl, bevor die entsprechenden Additive hinzu gefügt werden.


    Gruß


    Harry Vorjee

  • Hallo Farmer104,

    ... Synthetische bzw. teilsynthetische Öle enthalten Additive, die beispielsweise Ablagerungen lösen und in Schwebe halten. Bei alten Motoren, die mit Mineralöl betrieben worden sind, kann sich die gelöste Ablagerung dann in den Ölbohrungen oder im Sieb festsetzen oder in die Lager gelangen. Die Folge: Lagerschäden.


    Deshalb kommt für mich nur mineralisches Öl in Frage. Dabei ist das günstigste Öl grad gut genug und allemal besser als die Einbereichsöle von vor 50 Jahren.


    Wichtig aus meiner Sicht: die Viskosität -> keine Leichtlauföle (z.B. 5W oder 0W) verwenden!


    Gruß

    Thomas

    mein Pferd für den Winter: Fendt Dieselross, 24 Stärken
    mein Pferd für den Sommer: Yamaha FJR 1300, 142 Stärken

  • Dispergenzien haben mit der Art des Grundöls (Mineralisch, Teil- oder Vollsynthetisch) nichts zu tun. Heutige Öle (Ausser Classic öle) haben alle schmutz in schwebe haltende additive (dispergenzien). Deshalb ist es ziemlich egal ob synthetisches Grundöl oder mineralisches Grundöl.

    Das hat keine schädlichen Auswirkungen.

    Wenn man gegen Schmutz etwas unternehmen will sollte man die Ölwanne Auswaschen oder häufig das Öl tauschen.

    Was die Viskosität betrifft sind für unsere Traktoren bis in die 80iger Jahre meistens eine Viskosität 20W oder vielleicht 30 empfohlen. Diese Öle sind so Dünnflüssig wie ein 5W30 heutzutage.

    Zieht man hinzu dass die alten Motoren allesamt verschlissener sind als vor 60 Jahren ist eine Viskosität von 15 oder 10 W40 von heute ein guter kompromiss.

    Der Hauptvorteil der Syntheseöle ist die höhere Temperaturstabilität und die damit geeingere Neigung Ablagerungen zu bilden. Dies ist auch heutzutage vorteilhaft gegenüber altmodischerer Grundöle.

    Ich empfehle ein gutes 15 oder 10W40 der Spezifikation ACEA A3B4. Darunter finden sich mineralische und teilsythetische öle. Beim umölen sind häufigere wechsel zu empfehlen.

  • 15w40 oder 10w40. Ich glaube alles was man hier in Werkstätten oder Autozubehör kaufen kann wird den Zweck erfüllen! Wer will kann ja ein paar € mehr ausgeben und eine Marke kaufen. Allerdings ist das Shell 10w40 welches ich im 60l Fass kaufe bei ca. 2€/l auch nicht sehr teuer.

    Ich wechsel alle 2-3 Jahre das Motoröl weil der Schlepper dann die ca. 200-250h voll hat.

    Die heutigen Öle altern nicht so schnell wie früher und 2-3 Jahre machen dem Zeug nix aus.

    Getriebeöle wechsel ich nach ca. 1000h. Das sind bei mir mehr als 10 Jahre. Das Öl sieht dann noch aus wie neu.

    Ölwechsel-JA, aber man braucht das nicht überbewerten oder öfter wechseln als vom Hersteller angegeben. Zeitabhängige Intervalle kann man meiner Meinung nach mindestens verdoppeln ohne negative Auswirkungen.

  • moin... also die diskuionen zum thema öl sind soooo alt.. aber immer noch akuell

    aber ein 10 w -40 gehört nicht in einen alten schlepper und schon gar nicht in einen luftgekühlten... das 10 w ist viel zu dünn und meines wissen immer teilsytetisch.

    das greift die simmerringe an. oldtimeröl in hd qualität hält auch die teichen in schwebe und wird seit den 50gern bei fast allen herstellern empfohlen. unlegierte öle braucht man nicht... der wechsel kommt daher her das hd 20 dick wie sirup wird im winter...

    vorgeschreiben war für denn sommer ein HD 20 und winter HD 10. also wenn dann ölwechsel für ein ganzes jahr dann bitte

    ein MINERALISCHES 20 w-50 , gibts im 20 l kanister fur ca 1,80 € der liter. das 50 ist die heis viskosität und bei nem lüftgekühlten immer gut... bei nem wasser gekühlten kannst du 15w 40 gerne benutzen

    die mehrbereichsöle altern genauso schnell wie früher auch... nur verliert ein öl nie den ersten wert, das heist 20 als kalt viskosität bleibt immer. der heiss wert nähert sich durch das altern immer mehr an den ersten wert an... das heist die 50 singt in richtung 20.... wenn du das öl 2oder 3 jahre dinnen hättest, dann hast du unter umständen ein öl mit den werten 20w20 also eigentlich genau das was reingehört... 15w 15 wäre dann gerade bei so sommern wie 2018 viel zu dünn. dann merkste dann am stärkeren qualmen aus der entlüftung

  • Hallo,

    so alt aber immer wieder falsch verstanden.

    Leider haben nicht viele Leute wirklich Ahnung von Ölen und es kommt immer wieder zu Missverständnissen.

    Die SAE-Viskositäten sind sehr missverständlich, zumindest was die Kaltviskosität betrifft. Die Heißviskosität (bei 100°C) ist recht genau definiert.

    So zum Beispiel stimmt die Aussage nicht, dass ein 10W40 kalt dünflüssiger als ein 20W20 ist. Das 20W20 ist nur heiß deutlich dünnflüssiger.

    Habe mir mal die Mühe gemacht und ein paar Diagramme geschnitzt um das zu verdeutlichen:


    Die Viskosität ist in mm2/s und die Temperatur in °C angegeben.


    In den Diagrammen sieht man recht gut, dass ein 20W20 und ein 10W40 unterhalb 40° im Verlauf sehr ähnlich sind. Bei noch niedrigeren Temperaturen bleibt das 10W40 dünflüssiger als das 20W20. Der Vorteil des 10W40 liegt hier eindeutig bei der höheren Viskosität bei hohen Temperaturen bei denen das 20W20 wirklich dünn wie Wasser ist.

    Ob ein 20W50 wirklich zu empfehlen ist ist fragwürdig. Bei 10° ist dies so zäh wie ein 10W40 oder (20W20) bei 0 grad mit den entsprechenden Nachteilen der Durchölung im Kaltstart. Die Viskositätslage beim 20W50 ist vergleichbar mit einem 80W90er Getriebeöl. So ein Öl würde ich nur empfehlen wenn ausschließlich im Sommer gefahren wird. Hier hat es einen sehr belastbaren Schmierfilm. Auch bei recht verschlissenen Motoren mit entsprechend großen Lagerspielen ist es eventuell empfehlenswert.

    Was die Alterung und den Abfall des Viskositäsindex betrifft: Dies tritt bei einigermaßen zeitgemäßen Ölen erst nach weit über 500 Betriebsstunden auf, was wohl bei den alten Traktoren niemand hinbekommt.

    Nochmal zum thema Syntheseöl: Die Dichtungen werden weder durch PAO oder HC-Synthesöle angegriffen. Der Hauptvorteil dieser Öle ist der natürlich hohe Viskositätsindex ohne Additivierung bei gleichzeit deutlich verbesserter Temperturstabilität. Mit Schmutztragevermögen hat die Art des Grundöls nichts zu tun.

    Synthesöle schaden einem alten Motor keineswegs. Er benötigt jedoch die Vorteile auch nicht.


    Fazit:

    - Die Viskosität eines 10W40 kommt der des 20W20 bei niedigen Temperaturen sehr nahe. Es ist nicht zu dünn wie vielleicht das 10W vermuten lässt.

    - Bei hohen Temperaturen trägt der Schmierfilm eines 10W40 oder 15W40 deutlich besser

    - SAE-Kaltviskositäten sind nicht mit den Viskositätsangaben von Einbereichsölen zu vergleichen.

    - Die SAE-Heißviskositätsangabe ist der genaue Vergleich mit der Viskositätsangabe eines Einbereichsöls

    - ein 15W40 ist auch ein guter Kompromiss im Sommerbetrieb


    Viele Grüße