Krümmer für MWM/Fendt Motoren, besteht Interesse?

  • Hallo,


    bin gerade dabei für meinen Favo 3S einen Krümmer zusammen zu bauen. Will meinen Auspuff nach oben verlegen und mach dann gleich alles neu. Bin mir noch nicht sicher ob aus V2A oder aus S235 bzw. einem anderen niedrig legiertem Stahl. Vermutlich werde ich beide Versionen bauen und testen :). Zu kaufen gibt es die Krümmer für meinen MWM 225.4 leider nicht mehr.


    Nun zu meinen Fragen:

    1. Falls ich zufriedenstellende Ergebnisse erziehle, besteht hier im Forum interesse an Krümmern? Würde dann gleich ein paar mehr produzieren. Sind natürlich nicht original gepresstes Blech sondern etwas solieder und halten dann bestimmt nochmal 50 Jahre.

    2. Welches Material würdet ihr verwenden? Eher V2A oder Stahl? Wenn Stahl: welche Legierung?


    Preislich müsste ich mal schauen was die gelaserten Flanschflächen kosten. Das Rohr und die Vierkantprofile sind eher Preiswert. Könnte mir auf vorstellen einen Bausatz zu versenden, wo man sich dann die Teile selber zusammen schweißen kann, für einen dementsprechend kleinen Euro. Versteht mich nicht falsch, ich will mich hier nicht bereichern.


    Freue mich auf rege Diskussionen und Anregungen.


    Beste Grüße

  • Tolle Idee Fabian, ich hoffe es melden sich ein paar "Bedarfs- Mitglieder".
    Das mit den gepressten Blechen dürfte mit der Wärmeausdehnung zusammenhängen, der Krümmer kann da mehr in sich arbeiten.
    Bei massiven Material wird es eventuell auch kritisch, da kommen schnell ein paar Millimeter zusammen.
    Ich hatte das ja auch für meinen 230 GT vor, bin mir aber doch unsicher geworden und habe erst mal die Finger davon gelassen.
    Mir schwebte das was in Richtung Rohr in Rohr vor, d.h. irgendwie was, was sich ineinander verschieben kann, das wird aber wieder klappern.
    Nun, ich bin mal gespannt was bei Dir dann im Betrieb des Krümmers herauskommt.


    Edelstahl, wenn zur Rostvermeidung gedacht, dann nur hochlegiert verwenden, sonst ist dieser "Nutzeffekt" auch nicht da.

    Von welcher Güte bzw. Legierung der Stahl sein sollte, da müsste ich mich auch erst wieder einarbeiten.
    Die alten Bezeichnungen werden ja kaum noch geführt, mal sehen, vielleicht finde ich eine Vergleichstabelle.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
    Ist die Regierung des Volkes Untertan, dann geht's dem Volk gut, es geht voran.
    Ist das Volk Untertan der Regierung nur, dann spricht man von einer Diktatur.


  • Hey,


    danke für deinen Beitrag!

    Zum Glück fahren wir ja Diesel, da sind die Temperaturen am Krümmer nicht ganz so hoch. Schätze mal der Krümmer wird so um die 500 °C bei Volllast (wer da Erfahrungswerte hat gerne her damit!). Beim KFZ sind die Krümmer ja meistens aus Guss.

    Ich probiere es erstmal mit S235JR aus. Hab zum Glück einen Bekannten der mir die gelaserten Teile besorgen kann. Die Rohre und Profile sind ja nicht so teuer und die kann ich zur Not auch noch andersweitig verwursten (wollte mir schon immer mal einen Schweißtisch bauen :D)


    Meinst du bezüglich der Wärmeausdehnung wäre es besser von 2 mm Wandstärke auf 1 mm Wandstärke runter zu gehen oder wie meinst du das?

    Physikalisch gesehen kann ja mehr Material auch mehr Hitze speichern aber dehnt es sich deswegen auch mehr aus?

  • Also ich geb da mal mein gfährliches Halbwissen zum besten.

    Soweit ich das noch weiss dehnt sich das Material in Längsrichtung (Walzrichtung) mehr aus als in der Breite. Beim Zuschnitt und Zusammenbau beachten.

    Das Material nimmt innen Wärme auf und gibt sie aussen ab. Je dicker es also ist desto grösser der Unterschied der Ausdehnung.

    Aber das alles ist Halbwissen und somit nur Gedankenansatz.

    Könnte auf die Haltbarkeit Einfluss nehmen.

    Lg

    uli

    Grüße aus dem schönsten Bundesland der Welt 8)


    Nun denn, die Hand ans Werk,

    die Herzen himmelan,

    denn im Zaudern liegt die Gefahr.

  • Hab nun das Rohr und die Rechteckprofile eine Wandstärke von 2 mm gewählt. Die Flanschplatte für den Zylinderkopf ist 6 mm stark und an das Rohr kommt dann auch noch ein Verbindungsstrück welches 6 mm stark ist. Der Krümmer für einen Auspuff nach oben wäre damit fertig.


    Für die Version "Auspuff unten" kommt dann auch noch eine Variante die auf dem Original beruht.

  • Ich hatte versucht noch was in anderen Foren dazu zu finden,

    aber überall gehen die Meinungen bzgl. Material und Stärke auseinander.


    Aber Deine Ausführung / Fertigung sollte schon soweit passen, ich hätte es sicher nicht viel anders praktiziert.


    Fabian, schön dass Du dieses Thema hier eingestellt hast:thumbsup:.

    Mit diesen Problemen werden wir "Altteilbesitzer" sicher alle noch konfrontiert.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
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  • Servus,


    tolle Idee!

    Ich bräuchte zwar keinen Krümmer, hätte aber vielleicht einen Verbesserungsvorschlag...


    Bei den 4 Zylinder MWM Motoren von den 300ern Fendt ohne Turbolader wurde ja ein Krümmer mit Blinddeckel genutzt, um diesen entweder für oben

    oder unten zu nutzen.

    Wäre ja vielleicht bei deinem Krümmer auch praktisch, weil dann könnte man falls man es nicht mehr haben möchte, diesen mit weniger Aufwand umbauen

    und man hätte einen Krümmer für beide Möglichkeiten.


    Gruß

    Hubert

  • Hallo Hubert,


    hast du da mal ein Foto von?

    Theoretisch könnte man meinen einfach abflexen und zuschweißen und am anderen Ende einen neuen Flansch anbauen. Dann wäre mit minimalem Aufwand der selbe Effekt erzielt. Aber vielleicht kann man das ja noch vereinfachen :)


    Beste Grüße

  • Kann ich leider erst sagen, wenn ich davon einen gebaut habe. Die Laserteile sind vermutlich das teuerste. Vielleicht kann ich das aber noch etwas günstiger machen, wenn ich die Flanschplatten selber baue. Wollte mir sowieso immer schon eine Bandsäge kaufen, damit wäre das möglich :)

  • Die Frage ist dann natürlich in welchem Verfahren die Kontur ausgeschnitten wird. Ich glaube mit Plasma werden die Kanten zu unscharf. Wichtig ist eigentlich nur, dass der innere Teil sauber ausgeschnitten wird, damit die Abgase sich nicht zu sehr verwirbeln.


    Als Verfahren kommen ja eigentlich nur Wasserstrahl und Lasern in Frage. Oder eben mit dem Drehmel. Optimal für lange Winterabende :D

  • Geht da nicht was mit einer Fräsmaschine (Metall) zumachen:?:,

    man müsste halt alles an Maschinen haben :), aber wer hat das schon;(.

    Selbst ein eingefleischter Ignorant wird eines Tages von der Wahrheit überrannt.
    Ist die Regierung des Volkes Untertan, dann geht's dem Volk gut, es geht voran.
    Ist das Volk Untertan der Regierung nur, dann spricht man von einer Diktatur.


  • Wenn du alle Maße hast und ne Zeichnung mitbringst dürfte das bei einem Werkzeugbauer nicht allzu teuer werden. Mit der CNC Maschine geht das ruckzuck. Eine halbe Stunde für´s Programm und nochmal soviel für die Fertigung. Wenn die Maschine mal eingerichtet ist machen die dir soviel du willst. Nimm halt 10 oder 20 und vertick den Rest. Dann werden deine auch nicht so teuer.

    Grüße aus dem schönsten Bundesland der Welt 8)


    Nun denn, die Hand ans Werk,

    die Herzen himmelan,

    denn im Zaudern liegt die Gefahr.

  • Die Frage ist dann natürlich in welchem Verfahren die Kontur ausgeschnitten wird. Ich glaube mit Plasma werden die Kanten zu unscharf. Wichtig ist eigentlich nur, dass der innere Teil sauber ausgeschnitten wird, damit die Abgase sich nicht zu sehr verwirbeln.


    Als Verfahren kommen ja eigentlich nur Wasserstrahl und Lasern in Frage. Oder eben mit dem Drehmel. Optimal für lange Winterabende :D

    Ich würde das mit einem Laser machen lassen. Der kann das bei Stahl bis 25mm Stärke. Alsi sollte das kein Problem sein.


    Geht da nicht was mit einer Fräsmaschine (Metall) zumachen:?:,

    man müsste halt alles an Maschinen haben :), aber wer hat das schon;(.

    geht natütlich auch und ist auch die saubetste Art. Aber auch die aufwendigste und teuerste. Original ist das glaub ich auch nur gelasert.


    Wenn du alle Maße hast und ne Zeichnung mitbringst dürfte das bei einem Werkzeugbauer nicht allzu teuer werden. Mit der CNC Maschine geht das ruckzuck. Eine halbe Stunde für´s Programm und nochmal soviel für die Fertigung. Wenn die Maschine mal eingerichtet ist machen die dir soviel du willst. Nimm halt 10 oder 20 und vertick den Rest. Dann werden deine auch nicht so teuer.

    das teurste ist immer das Programieren. Aber das mach ich selber. Bzw. Bei uns im Büro machen das die Kollegen immer für mich. Also brauch ich mit dem USB Stick immer nur zum Laser gehen.