Deutzmotor läuft Vollgas

  • Hallo,


    ich habe einen Linde H 25 Stapler mit Deutz 3 Zylinder Dieselmotor ca. 30 Jahre alt in meinem Fuhrpark, dieser lief letztes Jahr normal (etwas Ölverlust, etwas Qualm [,,normal" ]). Heute der erste Start in dem Jahr, sofort angesprungen aber er läuft auf Vollgas und hat sich nicht abstellen lassen, nur durch Zufall abgewürgt bekommen. ?( Haben mit einem KFZ Mechaniker einen 2 Versuch unternommen das selbe wieder. Gasgestänge lassen sich bewegen, Handgas auch, Abstellhebel lässt sich bewegen, hat keine Wirkung. Wer hat eine Ahnung was da faul ist?


    Mfg. Fabian

  • Moin
    Da wird die Regelung in der Einspritzpumpe fest sein,da mal schauen.....

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Wie von F12 und 275S bereits angeführt, nach der ESP schauen, dürfte wirklich der Regler sein.
    Das müsste aber ein Kfz-ler erkennen können ?( .

  • Da kann ich nur viel Spaß beim schrauben wünschen,da man dort sehr "bequem" dran arbeiten kann ;) Kann mich aber was den Schaden betrifft nur anschließen ;)
    Durfte bei unserem in der Firma schon eingie male die Kraftstoffanlage entlüften und den Filter der Vorförderpumpe reinigen :/ Diesel wird aber vermutlich eher weniger kommen,da die Pumpe mit Motorenöl versorgt wird,dann sollte dort eigentlich auch dieses anzutreffen sein ;)

  • Hallo,


    in den meisten Fälle ist hier ein oder mehrere Pumpenelemente fest.
    Wenn du den Seitendeckel mit den 6er Schrauben abschraubst den Motor
    mit der Hand durchdrehen. Hierbei die Federn der Pumpenelemente beobachten.
    Wenn eine Feder oben stecken bleibt, ist dieses Pumpenelement schwergängig.
    Um es wieder gangbar zu machen kann man den entsprechenden Druckstutzen mit
    Rückschlagventil ausbauen und von oben mit einem weichen Gegenstand den Pumpen-
    Plunger noch unten treiben. Das so oft wiederholen bis die Feder den Pumpenelement
    wieder mit nach unten nimmt. Danach wie schon oben beschrieben die Regelstange auf
    Leichtgängigkeit prüfen.


    Grüße aus Hessen


  • Wie F10 schon schreibt wird das eine richtige sch... Fummelarbeit :pinch: , man kommt teilweise schlecht hin und sehen tut man auch nicht viel. Mein KFZ Mechaniker hat mir heute gesagt was ich alles zerlegen und wegbauen soll, mal schauen. ;)

  • Einspritzpumpe ist wieder in Ordnung, ging besser als gedacht. Dieselfilter und Vorfilter wurden getauscht bzw. gereinigt. Nun ist das nächste Problem der Motor springt nicht mehr an, Anlasser dreht aber der Motor zündet nicht (auch mit Startspray nicht), Diesel wird eingespritzt. Am Montag will mein KFZler mal den Kompressionsdruck messen, bin gespannt was da rauskommt.

    Vielleicht habt ihr Vorschläge.


    Mfg.

  • nur weil der mal beim Start Vollgas läuft sind nicht gleich die Kolbenringe alle hinüber.

    Klar kann es immer Schäden geben, aber normal kann so ein Deutz das mal ab...

    Vorher hat der ja auch gelaufen...

    Und nach Filterwechsel läuft der nicht mehr-dann wird's auch an dem Filterwechsel liegen.

    Nochmal schauen dass der keine Luft zieht...nochmal den Filter raus und schauen (Dichtung etc.).

    Dann den Filter voll Diesel kippen und wieder einbauen. Sprithahn zugedreht?

    Dann Kraftstoffanlage entlüften. Auch die Einspritzleitungen lösen und schauen ob Sprit Blasenfrei rausblubbert. Wenn alles fertig wieder alles fest drehen. Dann starten. Lange orgeln kann normal sein. Öfter mal Pause machen damit der Anlasser nicht heiss wird. Startpilot kann man zur Hilfe nehmen.

    Aber Luftfilter ab und direkt ins Ansaugrohr sonst ist Mist.


    Wenn das nicht hilft kannst immer noch die Düsen rausnehmen, schauen ob´s spritzt (Vorsicht).

    Wenn ja, dann sind die entsprechenden Löcher ja offen zur Kompressionsmessung.

  • Hallo sexzylinder, was du alles geschrieben hast wurde schon mehrmals überprüft und versucht, an der Dieselversorgung liegts nicht, mit Startpilot macht er auch keinen Muks.


    Kompression wurde gemessen: 11 , 7 , 12 bar ist auf jedenfall zu wenig, ich glaube er sollte so 25-30bar haben.

    Nun werden die Zylinderköpfe abgemacht um mal die Buchsen zu begutachten.

  • Mmh. wenn ich die Werte so höre,habe ich fast die Vermutung,dass der Fehler vlt. schon vorher da war?

    Wobei er mit Startpilot normal zumindest irgendwas sagen müsste...

    Kompression ist aber wie du schon sagtest definitiv zu wenig,die liegen tatsächlich im Neuzustand zwischen 25 und 30bar.

  • Guten Abend zusammen,

    Zylinderköpfe sind ab, und man kann erkennen das er zwischen Zylinderkopf und Laufbuchse rausgeblasen hat. Es sind keine Zylinderkopfdichtungen vorhanden; ich denke es wird nur durch Planflächen abdichten?

    Motor: Deutz F3L912

    Hat jemand eine Ahnung wie das mit der Abdichtung so ist?


    Grüße Fabian

  • Moin

    Doch,die Köpfe und Zylinder notfalls planschleifen,oder schleifen lassen....Wenn noch möglich.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Ja genau,bei Deutz sind die Köpfe durch die Planflächen abgedichtet. Früher wurden diese auch gerne Eingeschliffen... Ich würde aber auch zum Planschleifen tendieren,sofern das ganze das auch hergibt...

  • Mach die Druckleitung von den Düsen ab und schau, ob da was rauskommt.


    Wenn Luft im System ist, springt er Dich nicht an!


    Bei Startpilot sei ganz vorsichtig und sei froh, dass der Motor nicht kam, da kommen ganz schnell die Pleuel durch den Motorblock geschossen und wollen an die frische Luft!!


    Sollten also die Düsen sprühen, ist die Kraftstoffversorgung o.k.


    Jetzt prüfe die Batterie. Läuft nämlich der Anlasser zu langsam, wird die im Zylinder kompremierte Luft nicht heiß genug und kann nicht zünden!

    Täglich verliert eine Bleibatterie bis zu 1% ihrer Kapazität, bei Frost pauschal 30-40% je nach Alter.


    Nach langer Standzeit setzen sich Kristalle an den Bleiplatten an und das Aas hat keine Kraft mehr. In diesem Fall ja nicht mit hohem Strom laden, denn jetzt bildet sich Knallgas und die Batterie wird heiß!


    Abhilfe: 6 Wochen lang mit 0,5A Erhaltungsladung, dann werden die Bleiplatten wieder weich.


    Funktioniert die Vorglühanlage?? Ohne die nix Dieselstart im Winter! Sommerdiesel oder Heizöl getankt? Dann isser Filter zu.


    Vorglühen geht nicht? Dann mach den Luftfilter ab und gib dem Motor beim Starten brennende Wollfäden (Lunte) zu fressen, hammer früher immer so gemacht.


    Ist das überprüft, kann es noch - wie oben beschrieben - an der Kompression liegen. Dazu bitte erst messen, dann zerlegen und nicht umgekehrt. Dabei bitte auch schau'n, ob nicht jemand das Ventilspiel "weggeschraubt" hat und die Ventile nicht schließen.


    Bei älteren Motoren sind auch häufig aufgrund geizigem Ölwechsel die Kolbenringe in den Nuten (nicht Nutten!) festgegammelt, dann is au nix mit Kompression und solche Motoren werden dann gerne in iiBäh entsorgt und mit Neulack als "generalüberholt" angeboten.


    Klingt blöd, war aber alles schon da!


    Frage lieber, bevor ein Nachbar mit Bierflasche & Zigarette rüberkommt und alles verschlimmbessert!!


    Bei Lokmotoren halfen wir uns übrigens mit heißem Wasser. So kann uns mal die def. Vorglühanlage mal kreuzweise....