Restauration Fendt Dieselross F24LA

  • Hallo liebe Fendt Forum Gemeinde,
    ich bin neu hier und auch neu im Oldtimer Fieber
    sollte ich also dumme Fragen stellen oder schon behandelte Themen erfragen
    bitte um etwas Verständniss.


    Es geht um folgendes:


    Ich hab von meinem Vater einen Fendt Dieselross F24LA Bj. 1955 bekommen.
    Dieser stand die letzten 20 Jahre in einer Scheune und schlief da so vor sich hin.


    Sehr Staubig und unten an dem Motor ist alles recht ölig.
    Ich würde gerne wenn es möglich und sinnvoll ist dieses gute Stück wieder auf die Straße bringen.


    Was muss ich denn als erstes tun um einen Überblick zu bekommen und nicht noch mehr kaputt zu machen?


    erstmal mit dem Hockdruckreiniger von Staub und Schmutz befreien um überhaupt die Teile wieder zu sehen
    oder kann ich mit dem Wasser dann schon etwas kaputt machen?


    wäre echt dankbar wenn ich eine kurze Vorgehensweise von euch lesen könnte wie denn der grobe Ablauf ist
    wenn ein Traktor so lange stand.


    Danke schon mal
    Gruß Tommy

  • Moin


    Hochdruckreiniger ist ja ganz schön, ABER es gibt empfindliche Stellen am Trecker, zb. Kühler, schlecht nachlackierte Stellen, teilweise Gestänge...also vorsicht und nicht zu viel Power dann geht das.
    Dann solltest du dir die Betriebsanleitung, Wartungs/Montagehandbuch und Explosionszeichnung besorgen.
    Da stehen alle Schmierstellen und Ölsorten drin. Alle Öle ablassen und auf Späne und sonstiges durchsuchen, geht am besten wenn du einen Lappen über den Auffangeimer legst. Wenn nichts Verdächtiges drin ist und die Mengen mit der BA übereinstimmen wieder auffüllen.
    Nun versuch ihn bei eingelegtem Gang und getretener Kupplung zu schieben, geht dies nicht klebt die Kupplung.
    Dann versuch den Motor ohne eingelegten Gang von Hand zu drehen, dazu den Dekompressionshebel betätigen und an der Riemenscheibe/Anlasskurbel drehen, dreht er leicht ist gut, dreht er nicht sitzen die kolben fest und müssen auseinander.
    Vorm ersten Startversuch alle Dieselleitungen und Filter los nehmen, sauber machen oder nach bedarf ersetzen.
    Aber am besten ist es du suchst dir in der Nähe beim LaMa oder Treckerverein einen kundigen Schrauber der dir das an deinem Schlepper zeigt.


    Gruß Tim

  • Erstmal hallo und herzlich willkommen. Den Schlepper zu waschen ist das Sinnvollste was man machen kann (am besten mit einem Heißwasser Hochdruckreiniger. Kalt geht aber auch...). Danach sieht man auch wo das Öl genau her kommt...
    Beim Startvorgan würde ich wie folgt vorgehen:
    1. Motoröl samt Filter wechseln
    2. Luftfilter reinigen
    3. Neuer Diesel in den Tank
    4. Glühkerzen heraus schrauben und etwas Öl in die Brennkammern geben
    5. Batterie rein, vorglühen und Startversuch unternehmen. ( Schraubenschlüssel zum Lösen der Einspritzleitung falls der Motor durchgeht griffbereit halten)


    PS: Bilder sind immer gern gesehen...


    MfG Felix

    Der Motor brennt er hat genug der arme Claas vorm Einschaarpflug 8):thumbsup:8o


    Wer gut schmiert der gut fährt. :thumbup:


    Sabbel nich dat geit :thumbsup:

  • Wenn jemand keine Ahnung hat sollte er einen Trecker der 20 Jahre stand nicht zum Laufen bringen...


    Filter und Öle wechseln ist ja gut und schön aber was wenn die Reglerstage in der Einspritzpumpe hängt und der Motor wenn der denn anspringt gleich voll hoch dreht...da fliegen ihm die Teile um die Ohren... und alles ist Schrott...
    Da muss ein Fachmann dran mehr nicht!



    MFG

  • Guten Morgen,


    erstmal Danke für die ganzen Infos. Geht ja echt schnell hier :)


    Ich werde wenn ich dazu komm die nächsten Tage noch Bilder hochladen. Allerdings ist er im Moment schon
    recht schmutzig aber ich denke ihr kennt dass.



    "Reglerstange hängt und mir fliegt alles um die Ohren" genau für sowas bin ich hier damit dass eben nicht passiert.
    aber dann werd ich erstmal das ganze mit Druck aber schonend säubern und mir dann mal fachkundigen rat holen.
    Bin ja handwerklich schon geschickt aber es fehlt bei sowas halt an dem Wissen.


    zu der Aussage
    "Dann solltest du dir die Betriebsanleitung, Wartungs/Montagehandbuch und Explosionszeichnung besorgen."


    kann mir da jemand weiterhelfen wo ich so etwas bekomme oder hat evtl. jemand von euch da was parad?


    Dankeschön
    und einen schönen Tag noch

  • So nachdem hier alle auf "schmutzige" :P Bilder stehen hab ich mal welche gemacht (ohne den guten aus dem Schlaf :sleeping: zu wecken) also noch sehr schmutzig.


    viel Spaß damit und danke für weitere Tipps und angegungen.


    Eine Frage noch vor ab: Sollte man den Motor von Hand drehen können wenn man vorne versucht zu drehen?
    weil da tut sich nichts.


    Schönes Wochenende

    ach ja ich glaub mal dass ich ne neue Batterie brauch :thumbsup:

  • Servus Thomas,


    ja, das ist ein feiner "Findling" und Du hast eine sinnvolle Beschäftigung für die nächste Zeit.


    Und für Deinen Einstieg hier ins Forum möchte ich Dich auch beglückwünschen, Dich herzlich Willkommen heißen.
    "Hier wirst Du geholfen" :D ...., wenn Dir mal was über den Kopf wächst.

    Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volk zum Spott.

    Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann Gnade Euch Gott.

    (Theodor Körner)


  • Schöner Schlepper,nur mächtig verölt und steht definitiv länger,zumal sogar die Originale Bosch Batterie noch verbaut ist.
    Normalerweise sollte man den Motor von Kompression zu Kompression an der Lima druchdrehen können,Notfalls den Keilriemen von Hand nachspannen,indem man diesen mit der anderen Hand nach innen drückt.
    Vorher würde ich den Hebel unterm Tank neben den Armaturenbrett Rechts in die Hand nehmen und diesen nach unten schwenken. Diese Bewegung sollte sich mit leichten Widerstand durchführen lassen (ist nicht gerade ohne an dem Hebel) sonst sitzen die Pumpenelemente fest und die Krafstoffversorgung kann nicht hergestellt werden. Nächste Probe wäre dann,wenn sich der Motor drehen lässt,den Hebel nach unten zu halten,bis dato wirst Du sicherlich auch bemerkt haben,dass der Hebel vorn an der EP sitzt und dort auch direkt Bedient werden kann,unten halten und dann versuchen den Motor durchzudrehen,dadurch wird die Kompression weggenommen indem das Auslassventil dauerhaft leich geöffnet wird. Dann sollte es mit minimalen Widerstand zu drehen sein.
    Ich vermute allerdings,dass Du um eine zerlegung nicht umzukommst,allein da der Motor nach Hitzetot aussieht so Ölversifft wie er ist...

  • Hallo,
    Also ich kann vorne an der Riemenscheibe leider gar nichts drehen auch nicht etwas hin und her bewegen :(


    Ja dass er recht ölig ist hab ich auch bemerkt und dass dies natürlich ein Problem ist ist mir bewusst.


    Was meist du denn mit hitzetod =O ?
    Ist dass dann ein größeres Problem oder lohnt es sich schon noch ihn zu restaurieren?


    Schönen Sonntag! :thumbsup: