ZF APL 3052 3054 Vorderachse Fendt 600 möglichkeiten der Spureinstellungen ?!

  • Servus,


    Der rechte Vorderreifen (540/65R28) meines Schleppers (614 LS) ist aussen deutlich mehr Abgefahren als innen, Linkes Rad dasselbe nur nicht so arg.
    Reifendruck 1,0bar.
    Schlepper Lenkt aber dennoch direkt und hält sich auch gut in der Spur.
    Beim betrachten des Schleppers von vorne sieht es so aus als wäre das rechte rad unten nach innen gebogen, Planschlag hat es keinen.
    Kann man die Spur/Sturz selber einstellen, gibt es möglichkeiten an den Achsschenkeln was zu verstellen oder ist dort einfach eine Gleitbuchse die ausgeschlagen sein könnte ?
    Hängt es evtl. sogar mit der Koppelstange zusammen die die beiden Räder verbindet oder mit den zwei Lenkzylindern ?


    Nette Grüße Marc.

  • Hallo,


    die Spur wird ausschliesslich an der Spurstange (Koppelstange) eingestellt. Sturz und evtl. Nachlauf kannst Du nicht einstellen. Aber Du kannst, wenn der Schlepper vorne an den richtigen Stellen hochgebockt wird Spielfreiheit der beiden Achsschenkel und der Mittelachslagerung prüfen. Das sollte auch gemacht werden. Wenn sich, wie Du schreibst ein Rad deutlich schneller abnutzt als das andere und alle Spiele und Einstelungen passen, Dann kann es sein, dass Du in den Kurven sehr zügig unterwegs bist und dann helfen wieder nur zwei Dinge: Fuß vom Gas oder öfter mal die Reifen von links nach rechts tauschen, dass die profilmässig bessere Seite dann aussen ist.


    Gruß f18h-doc

  • super Danke.



    Werde das kontrollieren, falls es die Buchsen sind, wie siehts aus mit Ersatzetilen?
    Nur was mich etwas verwundert ist dass das Rad vorne unten nach innen steht, rein von der Physik müsste es doch bei Spiel in den Buchsen automatisch oben nach innen stehen, und dass am Achsschenkel etwas plastisch kaltverformt ist denk ich weniger bei Grauguss.



    Gruß Oelmotor


  • Das kann auch an den guten alten Straßen in Deutschland liegen...die sind meistens nach außen zum Fahrbahnrand abgerundet und an der Stelle nutzen sich die Reifen natürlich schneller ab als auf einer geraden Fläche...bei meinem Cousin seinen Jonnys sieht man das auch sehr gut er hat sogar schon mit Michelin darüber verhandelt zwecks Garantie...


    Trotzdem würde ich den Schlepper vorne mal anheben und schauen ob irgendwas ausgeschlagen ist...das und die schlechten Straßen und schon sind die Reifen hin...


    MFG

  • Moin
    Der Sturz ist durch die Konstruktion vorgegeben,sowie der Vorredner schrieb.
    Der Verschleis Außen also normal.Verstärkt wird der Verschleis Außen allerdings stark durch die falsche Einpresstiefe und die zu schmale Felge.....

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Moin,


    wie meine Vorredner schon schrieben, kontrolliere erstmal die gesamte Vorderachse auf Spiel, Teile kann man alle noch kriegen. Prüfe regelmäßig den Luftdruck auf Gleichmäßigkeit und lasse die Achse vermessen und gegebenenfalls die Spurstange einstellen. Dabei lass die Spur so einstellen, dass die Reifen in Fahrtrichtung nahezu parallel zueinander stehen und nicht wie häufig ab Werk, dass beide Räder deutlich nach "innen" Lenken. Wurde früher bei Traktoren (vorallem bei den HA-Schleppern) so gemacht, da die ganze Fertigungsqualität nie so ganz 1000% war und konstruktionsbedingt (Lenkung und Achse) recht "beweglich" waren. Dadurch, dass die Räder dann zwangsläufig immer auf Spannung liefen, ließ sich besser Spur halten und die VA war durch kaum vorhandenes "Schlackern" vor hohem Verschleiß geschützt. Mit Einführung der massivem schweren Allradachsen eigentlich Vergangenheit, aber viele Hersteller machen es immer noch so. Oftmals werden die Achsen nicht mal vernünftig ausgemessen, selbst bei den "Premiumherstellern". Und zu guter letzt kann es auch sein, dass dein Trecker einfach krumm zusammengebaut ist, durch Maßabweichungen der einzelnen Bauteile, tritt selbst heutzutage immer wieder auf. Heißt also, dass Vorder- und Hinterachse nicht parallel zueinander sind und der Trecker immer einige Millimeter außer Flucht fährt. Die angeführte Straßenbeschaffenheit wird häufig erzählt, ist aber in den seltensten Fälle der Grund.
    Wenn bei einem Schlepper die Achsen nicht parallel sind, kannst du noch so viel Messen, Einstellen, Reifenhersteller wechseln ..., dir bleibt nichts, als mit dem Verschleiß zu leben und immer mal die Reifen untereinander zu drehen und tauschen.
    Und genau, die Räder selbst können natürlich auch, wie F12 schrieb, das Problem sein.


    Gruß
    Kai