Verzweifelt auf der Suche nach EINKREISTHERMOSTAT

  • Hallo,
    bei der aktuellen Restauration meines F28 H wollte ich einst nur ein paar Kühlerschläuche die porös waren austauschen, dann bemerkte ich aber, dass das Thermostat weitestgehend verrostet ist und überhaupt nicht funktioniert.
    (wie auch am Fernthermometer zu sehen)
    Auch nach langer suche im Internet (Ebay, Granit...) hab ich immer noch kein Einkreisthermostat gefunden. (Also eins nur mit zwei Anschlüssen, kein Bypass)


    Es wäre ein Segen für mich wenn jemand von euch einen Händler kennt und mir einen Link schicken könnte.


    MfG Lukas Kempf

  • Moin
    Musst vielleicht mal ein bisschen Querdenken....Ich meine,das für andere Fabrikate solche Aufgelegt wurden...Ich meinte Unimog..... Musst mal schauen...

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Hallo,


    ich bin kein Freund von den Thermostaten! Ich habe schon etliche Motorschäden durch hängen gebliebene Thermostaten gesehen. Es ist ja wirklich eine feine Sache, wenn man sich um nichts kümmern muss und der Motor seine Temperatur von selber regelt. ich bin trotz dem der Meinung, dass hier eine Jalousie bzw.ein teilweises Abdecken des Kühlers (je nach Belastung) der bessere Weg ist! Keiner, von unseren alten Motoren braucht 80 Grad Betriebstemperatur - es gibt sogar welche, da ist bei spätestens 80 Grad Gefahr im Verzug (HELA mit eigenem Motor oder Schlüter S 50, bei dem bei 90 Grad dann wenigstens die Kopfdichtung durch ist). Wenn ihr mal die richtig alten Betriebsanleitungen für Motoren, die mit Wasserdurchlaufkühlung oder als Bootsmotoren betrieben werden, lest dann stehen dort überall 60 Grad als mindeste Betriebstemperatur drin. Bei unseren luftgekühlten schaut man auch öfter mal auf die Temperaturanzeige. Wenn ich, wie hier im konkreten Fall einen ganzen Kopf auf einem KDW 415 Z mein eigen nennen kann, dann würde ich auch darauf achten, dass das auch so bleibt und die Sache keinem billig gebauten und teuer verkauften Nachbauteil überlassen!


    Gruß f18h-doc

  • Moin,
    Da bin ich nicht ganz Deiner Meinung.
    Grundsätzlich sollte der gute Fahrer immer ein Auge auf das Thermometer haben.
    Ein Motor der immer auf 80 oder90 Grad gelaufen ist sollte nicht plötzlich nur noch mit 60° gefahren werden, sonst sind Motorschäden genauso programmiert wie wenn ein ewig 60° Motor plötzlich auf 90Grad gefahren wird - die altersschwache Kopfpackung wird sich den anderen Ausdehnungen bei der höheren Temperatur kaum noch anpassen können. Soweit bin ich Deiner Meinung.
    Der wahre Grund dafür, dass alte Motoren nur mit 60° gefahren wurden liegt aber ganz wo anders - nämlich beim Kühlwasser. Ohne die heute üblichen Frost- und Korrosionsschutzzusätze würde es bei Kühlwassertemperaturen über 65-70° zu einer Verkalkung der Kühlkanäle kommen, was zu einer geringeren Kühlleistung führt. Dies ist ganz extrem bei Seewassergekühlten (Salzwasser! ) Bootsmotoren zu beobachten, deshalb öffnet hier der Thermostat bei etwa 65°.
    Trotzdem ist solch eine niedrige Betriebstemperatur eigentlich für keinen Motor gut, da erstens etwaiges im Öl befindliches Kondenswasser nicht mehr ausreichend Verdunstet, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Schmierfähigkeit des Öls und zweitens die Temperaturdifferenz zwischen Zylinder und Motorblock noch größer wird, was wiederum durch die unterschiedliche Ausdehnung der Teile höhere Verspannungen und Verschleiß im Motor bedeutet (zB Kolbentemperatur vs. Laufbuchsentemperatur usw.)
    VG

    Freundliche Grüße

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    Suche technisch (und optisch) gepflegten Fendt Favorit 612 LS aus der zweiten Generation (Bj. etwa 80~82, Merkmal: zwei vorne angeschlagene Türen, altes Armaturenbrett), 40km/h für Hobby und Gelegenheitseinsatz. Das ganze eilt nicht, soll ja wohlüberlegt und ein Hobby sein.
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    Fehlt dem Auspuff seine Klappe,
    war der Ast wohl nicht von Pappe!

  • Hallo,


    im Fall KDW 415 macht man über 60 Grad bestimmt noch nichts falsch, sonst wären die Dinger, die ich seit guten 35 Jahren fahre und teilweise noch arbeiten schon längst über den Jordan! Auch die Verkalkung hat klare Grenzen, wenn entweder Regenwasser, sogenanntes destilliertes Wasser und das Ganze am besten noch mit Frostschutz bis -35 Grad versetzt verwendet, und drin gelassen wird. Den ganzen Rest an Undichtigkeiten durch verhärtete Dichtungen muß man halt einmal mit dem Erneuern der selben begegnen und die schlechtere Schmierfähigkeit des Motoröls kann man sicherlich durch einen rechtzeitigen Ölwechsel wieder wett machen.


    Gruß f18h-doc