Benötige Rat

  • Hallo in die Runde!


    Wir benutzen einen Fendt Farmer 3S, Bj. 1968, 8500 BS auf unserem Hof und im Gelände für den Holztransport im Heckcontainer (Eigenbau), für den ZW-Betrieb des mechanischen Holzspalters, zum Mulchen der Wiesen, beim Wintereinsatz mit Schneepflug und zum Steine ausbuddeln und weg ziehen.


    In den 13 Jahren in denen er bei uns arbeitet, gab es keinerlei Probleme. Das Starten war auch im Winter nie ein Problem.
    Vor ein paar Wochen hat dann ein Hinterreifen den Dienst versagt und wir mussten mit dem luftleeren Reifen vom Gelände noch ca. 200 m in unsere Garage fahren.


    Reifen besorgt, Schlauch repariert, aufgezogen und Rad wieder montiert. Beim Neustart zur Arbeit lässt sich nun bei getretener Kupplung kein Gang mehr einlegen. Der Effekt/die Geräusche ist/sind die gleichen, als würde man versuchen, bei zu hoher Drehzahl in einen niederen Gang zu schalten. Die gleichen "Geräusche" treten auch auf, wenn versucht wird, den Wandlerhebel zu schalten.


    Da ich den Bolzen nicht lösen konnte, der das Kupplungsgestänge sichert, um das Kupplungsspiel als erste Massnahme zu verändern, habe ich die Trittplatte entfernt, um so mit dem Kupplungspedal einen tieferen Weg beschreiben zu können. Dies hat leider nichts gebracht.


    Da wir in Frankreich leben, wo Fendt-Traktoren eher selten sind, ist auch nicht mit entsprechender Hilfe zu rechnen.


    Ziemlich ratlos, um Hilfe bittet


    Pierre

  • Hallo,


    hast du ein Handbuch? Wenn nicht dann mach mal folgendes:


    Vor dem Schalthebel sitzt ein kleiner Blechdeckel mittig auf dem Getriebegehäuse. Nimm den mal ab dann kannst du direkt auf das Ausrücklager schauen.
    Betätige dann die Kupplung und leuchte zugleich in die Öffnung. Dann kannst du sehen ob sich das Ausrücklager bewegt.


    Wenn sich das Ausrücklager sauber bewegt wird wahrscheinlich die Kupplung "kleben"..wie lange stand der Schlepper?


    Gruß Uli

  • Danke für deine Antwort, Uli.


    Ich habe eine original A3 Broschüre (HB ist etwas übertrieben) für den Farmer 3S und ein A4 Heft für die Typen Farmer 3S, 4S, 5S und 6S.
    Diese Hefte haben mich nicht wirklich weiter gebracht.


    Ich werde gleich morgen deinem Hinweis nachgehen und die Sicht auf das Ausrücklager freilegen. Der Schlepper hat seit seinem letzten Einsatz höchstens 4 Wochen gestanden. Auch nach längerer Standzeit in der Winterpause gab es das Problem noch nie.

  • Beim Betätigen des Kupplungspedals bewegt sich dieses Ausrücklager sichtbar nach vorne.


    Mit Hilfe der Anfahrautomatik, bei zuvor eingelegtem Gang, bin ich so etwa 50 m rückwärts und vorwärts gefahren, um den Fendt für evtl. grössere Reparaturen besser zu positionieren. Schalten von Rück- auf Vorwärtsgang ging natürlich nur bei jeweils ausgeschaltetem Motor.


    Beheben konnte ich das Problem damit aber leider nicht.

  • Moin
    Bevor da was gemacht wird,trennen oder so,erstmal die Grundeinstellung der Hebelei zur Kupplung kontrollieren, steht in der BA,welche Maße.
    Es kann auch gut sein,das die Scheibe angerostet ist am Automat.

    Viele Grüsse aus fast Ostfriesland! Heiko & Sascha
    Es geht nichts über einen 12er GT!!!!!!!!!!!
    Doch, ein 12er GT als `Lenkhilfe` am F12HL!!!!!!!:thumbsup::thumbsup:

    Oder man nimmt gleich den Großen ;):thumbsup:

  • Hallo,


    natürlich muss da erst die Kupplungseinstellung geprüft werden das ist klar. Jedoch wenn so was "plötzlich" auftritt ist das eher ein Defekt.


    @Pierre, spürt man denn noch, so wie vorher, einen Widerstand am Kupplungspedal beim durchtreten?
    Wenn man von oben auf Ausrücklager schaut müßte man eigentlich auch die 3 Betätigungshebel sehen die durch das Ausrücklager betätigt werden, evtl. mit
    einem kleinen Spiegel. Bewegen die sich auch?


    Gruß Uli


    ..ich hatte mal einen Kupplungsdefekt (Deutz) wo ein so ein Betätigungshebel bzw. dessen Lager herausgebrochen war und da ging dann auch nichts mehr, am Kupplungspedalwiderstand
    war das aber nicht zu spüren..

  • Hallo,


    ich würde zudem noch folgenden Test machen:
    (geht nur wenn Turbomatik einwndfrei funktioniert!!! )


    -Motor etwas warmlaufen lassen
    -Abstellen
    -Handbremse fest anziehen
    -Schnellgang oder 6. Gang, je nachdem, einlegen
    -Motor starten
    -Fußbremse treten
    -Drehzahl erhöhen
    -jetzt Fahrkupplung treten


    Ändert sich nun die Motordrehzahl nach oben oder bleibt die gleich?


    Beachten: Test nur für kurze Zeit machen...so prüft man normalerweise die Turbokupplung allerdings ohne dabei die Fahrkupplung zu treten...



    Gruß Uli

  • Ich war gestern Nachmittag mit dem Fendt einige hundert Meter auf unserem Gelände unterwegs. Zunächst war das Schalten (vor und zurück fahren) nur jeweils nach Neustart des Motors möglich.
    Im Wechsel mit der Anfahrautomatik und ohne, gefahren mit getretener Fuss- oder gezogener Handbremse, rollen bei eingelegtem Gang mit laufendem Motor bergab usw. hat sich die Kupplung "irgendwann" wieder gelöst und normales Schalten war wieder möglich. Bei welcher Aktion genau, kann ich nicht sagen.


    Wäre es sinnvoll, profylaktisch, bei absehbar längerer Standzeit das Kupplungspedal in der getretenen Position zu fixieren?


    Allen, die sich um die Lösung des Problems Gedanken gemacht haben, gilt mein Dank.

  • Hallo,


    bitteschön.


    Das Kupplungspedal könnte man schon fixieren, die Druckfedern sollten dadurch eigentlich keinen Schaden nehmen denke ich.


    Aber das die Kupplung schon nach so relativ kurzer Zeit klebt ist schon etwas "komisch" kann aber sein.


    Es könnte auch sein das die Kupplungscheibe auf der Welle, da wo die Verzahnung ist, nicht mehr richtig geschmiert ist und sich damit
    dort nicht mehr sauber schieben läßt oder sogar verkantet. (siehe Bild)


    Gruß Uli

  • Danke Uli, gut gemeint. So gerne ich da irgend etwas "schmieren" würde, wenn mir diese Blockaden zukünftig erspart blieben (sofern man da überhaupt ohne Auseinandernehmen ran kommt), aber leider schaue ich auf deine Zeichnung "wie die Sau in's Uhrwerk".


    Was Arbeiten angeht, die über denen der allgemeinen Wartung notwendig sind, fehlen mir leider die Kenntnisse und die geeignete Literatur. Aus dem gleichen Grund habe ich mich auch noch nicht an's Restaurieren getraut und bin froh, wenn der Trecker ohne Probleme läuft.


    Gruss,


    Pierre


    PS: Gerade vor 2 Wochen musste ich einen Hinterradreifen wechseln lassen,weil der originale Reifen nach 48 Jahren porös und der Schlauch durch einen 15 cm Riss durchgeplatzt war. Weil der Schlauch noch wirklich sehr gut ausgesehen hat, haben wir in kalt flicken lassen - bis jetzt hält er die Luft.

  • hat der ´n seitlichen deckel an der kupplungsglocke? wie der 300er farmer?
    oder kann man von oben durch den deckel ans ausrücklager?


    beim 300er ist am ausrücklager ein Schmiernippel.
    auch kann man durch der deckel die Mechanik schmieren. dabei darf aber keine schmiere/öl auf den Kupplungsbelag oder die schwungscheibe... dann rutscht die kupplung...