Hubkraft Hydraulik hinten

  • Servus,
    ich lade bei Erdbewegungen immer so ca. 400kg hinten. Dabei versuche ich starke Stöße und lange Fahrten zu vermeiden. Mehr würde ich nicht laden, weil die Gefahr des auseinanderbrechens mir einfach zu groß ist. Wenn du größere Anbaugeräte benutzen willst rate ich dir deinen Fendt GT zu schonen.


    Mit dem Frontlader habe ich schon 600kg gehoben, was schon ziemlich die Grenze ist. ;)


    Mfg


    Sepp123

  • Moin,


    es gibt komplizierte Umrechenformeln für Kp in Kg. Am Ende ist aber fast das gleiche.


    Der Schlepper hebt also um und bei 2 Tonnen an der Ackerschiene. Beachte... je weiter das Arbeitsgerät hinten übersteht, desto leichter als zwei Tonnen muss es entsprechend sein. (wegen Hebelgesetz)


    Gruß



    Rumpel

  • Hallo Martin


    Wir hatten am GT 231 jahrelang den Düngerstreuer. Wenn der voll war waren es ca. 800 kg.
    Auf der Pritsche hatte man dann etwa 150 kg Ballast.
    Bei der Feldspritze war vorne ein 750 l Fass und hinten ein hydr. klappbares 15m Spritzgestänge. Das war aber schon
    fast grenzwertig.
    Schwachpunkt ist nicht nur der Achstricher, sondern auch das Drehgelenk, also nicht übertreiben mit Ballast und
    Heckgewicht.
    Bei 'nem Mulcher wird 1,50-1,80m AB gehen, Pflug nicht größer als 2 scharig.


    Gruß
    Andy

  • Hi Martin,


    wie lang sind bei Deinem Xaver die Hubstreben, 10 - 20 cm machen viel aus?
    Ich verweise hier auf "Rumpel" bzgl. dem Hebelgesetz von Archi (Archimedes von Syrakus).
    Der hatte was drauf, war ein Praktiker und kein Fachidiot, den kann man auch nicht mit unseren Zuwanderern gleichsetzen welche ja so gebildet sein sollen (lt. IM Erika auch Merkel genannt).

  • Hi,


    bei den 30ger GT gab es im Lauf der Zeit wohl ein paar Änderungen an der Hydraulik bzw. zumindest wurde die Hubkraft immer mal wieder angehoben,
    in meinen Unterlagen sind Hubkräfte an der Ackerschiene von 1000kg (1965) über 1400kg (1966) bis 1600kg (1967) gelistet, letzterer dann mit 32PS, lediglich die Zwischenachshydraulik stemmt (je nach Version) grundlegend noch einige KG mehr. Bei den frühen Modellen des 230ger dürfte die Hubkraft sogar noch unter 1000kg im Heck gewesen sein. Ob dann Änderungen an Achsen etc. vorgenommen wurden, kann ich nicht sagen.


    Wohlgemerkt die Hubkraft an der Ackerschiene!


    Anbaugeräte ragen natürlich nach hinten hinaus, bedingt durch die Hebelwirkung wird die Hubkraft dadurch noch reduziert und vermutlich beziehen sich o.g. Angaben auf maximale Hubkräfte, nicht auf durchgehende Hubkräfte - die 2 Tonnen im Heck werden nie drin sein.


    Grundlegend ist das System so eingestellt, dass die Hydraulik soviel stemmt, wie es das Fahrzeug auch verträgt ... natürlich geht es aufs Material wenn immer an der Lastgrenze gearbeitet wurde, Stoß und Schlagbelastungen etc. kommen ja dazu und natürlich wie dann noch mit dem Fahrzeug umgegangen wird. Es gab auch Spezialisten welche den Arbeitsdruck der Hydraulik angehoben haben oder Zusatzhubzylinder verbaut haben ... irgendwann gibt dann schon mal was nach.



    Wenn alles Original ist und man etwas aufpasst würde ich mir keine zu großen Sorgen machen ... ist ja immerhin ein Arbeitsgerät und kein Spielzeug ;)


    Gruß

  • moin. Beim favo kann man gut merken, das er wippt, wenn der Niemeyer RS dran ist. Das hubwerk packt den locker, und durch Feld und Forst Wege eben etwas langsamer. Aber grenzen hab ich mit den noch nie erreicht. Und so wie fendmann sagt, bischen Vorsicht ist nie Verkehrt. Dann hast noch lange was vom Oldtimer. Mfg. Km

  • Also, lt. den technischen Daten vom 230-er (Datenblatt vom Sept. 1964) beträgt die Hubkraft hinten 1400 kp.
    Dies wird sich dann entsprechend reduzieren, halt je nach Länge der Hubstreben.


    Meine letzte Erfahrung was die Heckhydraulik packt.
    Ich hatte mir eine Palettengabel zugelegt (ca. 50 kg), es mussten einige "Brocken" bewegt werden.
    Ein Brocken war das komplette Getriebe incl. den Achstrichtern eines F 230 GT. Leider weiß ich immer noch nicht was das Getriebe eigentlich wiegt ?(
    dazu hatte ich ja schon mal ein Thema hier eingestellt.
    Auf jeden Fall hat es die Hydraulik (kurze Hubstreben) gepackt und ich konnte das Getriebe umsetzen.
    Aber rein vom Gefühl, da war schon die Schmerzgrenze erreicht.


    Wer seinen Xaver liebt, der quält ihn nicht :love:

  • Hallo Peter,
    wenn der ganze GT ca. 1500 kg wiegt, war der hintere "Brocken" leichter und deshalb konntest Du ihn umsetzten.
    Aber Spaß beiseite, wir reden hier von Bulldog und nicht von Spielzeug.
    Fendt GT 250 hat 800 kg in der Heckhydraulik (siehe oben).
    Sepp 123 hat bei 400 kg schon Bedenken (siehe oben).
    Ich fahre mit dem was die Hydraulik hebt, denn wenn`s zu schwer ist hebt sie nicht.
    In den Autokofferraum kommen schnell 100 kg Fliesen und 4 Sack Fliesenkleber und auf die Rückbank zwei kräftige Männer, wer fragt da nach der Radaufhängung?
    Gruß Lore

  • Moin


    So sehe ich das auch, wenn der Trecker vorne hoch geht, ists zu viel und man muss eben wieder etwas runter nehmen und weiß fürs nächste mal bescheid, deshalb bin ich auch nicht so der Freund von Frontgewichten, denn dann fängt man an ihn zu überladen, wenn er es nicht heben will dann lass ichs bleiben und suche ein größeres Gerät :whistling: denn spätestens der 1455xl meines Onkels packt alles was unser Fuhrpark aufzubieten hat ^^
    zum Auto sag ich nur so viel das ich bei leerem Kofferaum mich immer wundere warum es immer Bergab geht ?(


    Gruß Tim

  • Naja,da gehen die Meinungen der Menschen weit auseinander...
    Fest steht,dass der GT durch die Ladepritsche dazu verleitet ihn vorn zu beladen und somit die Fahrbarkeit selbst an der Lastgrenze der Hydraulik zu sichern,dementsprechend führt das auf dauer auch eher zu schäden,im Grunde ja auch logisch...
    Ich sehe es allerdings so wie Lore,die Sicherheitsabschaltung in der Hydraulik ist dazu da,um vor Überlast zu schützen,wenn die Anspricht ist Ende. Alles was er ohne Murren hebt wird dann auch bewegt,esseidenn die Reifen sagen da was anderes... oder der fehlende Frontballast :D denn selbst der Favo 3 wird vor nem 2,10mtr. Mähwerk ohne Gewichte in Transportstellung Vorne sehr leicht... Also Verallgemeinern,was die Belastungen betrifft kann man nur soweit,dass es für jedes Fahrzeug spezifisch ist. Allerdings bin ich auch einer,der sein Auto um die Hinterachsaufhängung zu schonen bei 2 Beifahrern auf der Rückbank den Kofferraum leerräumt und auf Gepäck verzichtet ;)

  • So,
    nun muss ich doch noch was dazu abgeben.
    Eigentlich haben alle mit ihren hier eingestellten Kommentaren ihre Erfahrungen bekundet, so war es ja auch bei mir.
    An meinem Xaver hängt auch ein Frontgewicht (ca. 80 kg dran), ohne dieses wäre er vorn sicher aufgestiegen, auf jeden Fall wenn es bergauf gegangen wäre.
    Wenn die Schmerzgrenze mal erreicht ist, dann sollte man mit dem Gewicht nicht noch "Polterwege" fahren.
    Jeder Buckel und jede Delle staucht die Hinterachse und das Gewicht, die Masse "erhöht" sich.
    Bewegungen mit solchen ÜBER- Lasten auf betonierter oder glatter Fläche sind kurzzeitig sicher möglich, ich wäre mit dem Getriebe keinen Feld-/ Flurweg gefahren.


    Ich sage jetzt mal einfach, mehr wie 500 kg würde auch ich dem 230-er nicht auf die Hinterbacke stellen, schon gar nicht wenn's mit Arbeitsgeräten ins Gelände geht.
    Nicht nur der Mensch kann sich bei Überlastung mal 'nen Leistenbruch zuziehen, das geht dann über die Krankenkasse, beim Fendty gehts über den Geldbeutel.


    Allen ein schönes Wochenende,
    gleich was unsere Wetterberichte mal wieder für ein sau gut bezahlten Müll verbreiten.

  • Hallo,
    Ich will dann auch mal meinen Senf dazu geben zum Thema Frontgewichte. Ich finde die "Dosierung" machts z.B. wenn ich mit dem Farmer 2 Schwader lege ich auch immer noch 30 kg in die Kiste, um die Hangsicherheit zu steigern. Aber wenn der Schlepper von vorne herein zu leicht ist für das Gerät, dann sollte man nicht noch versuchen noch was zu richten indem man noch 150kg auf die Vorderachse packt, und dann über einen Feldweg "heizt".


    MfG Felix

    Der Motor brennt er hat genug der arme Claas vorm Einschaarpflug 8):thumbsup:8o


    Wer gut schmiert der gut fährt. :thumbup:


    Sabbel nich dat geit :thumbsup:

    The post was edited 1 time, last by Fendt Farmer 2/ 4s ().

  • Stimmt,im Eifer des Gefechtes vergessen zu erwähnen,dass es bei mir dann natürlich bei schlechten Strecken dann ebenfalls gemächlich zugeht,zusätzlich könnte man auch erwähnen,da ich hier ja schon nachtrage,dass ich für keines meiner Fahrzeuge Frontgewichte besitze :D
    Und auch von mir an allen ein schönes Wochenende

  • Hallo,
    bei meinem F231GT steht in den Papieren 3400kg zul. Gesamtgewicht bei aufgesattelten Lasten bzw. mit Anhängerstützlast (oder so ähnlich).
    Bei 1800kg Leergewicht muß ja irgendwie der Rest geschultert werden. 750kg gehen auf die Pritsche, Fahrer und Diesel wiegen noch was(z.B.100kg),
    dann bleiben etwa 750 kg für die Lasten an der Heckhydraulik.
    Natürlich sollte man bei maximaler Beladung entsprechend vorsichtig fahren.
    VG H

  • Hallo,


    da ich mit unseren 231 GTS sehr oft auf "Waagen" unterwegs bin.
    "Leergewicht" steht 1950 kg in den Papieren.
    Auf der Waage bin ich vollgetankt und mit Fahrer bei ziemlich knapp unter 2000 kg (1,96 - 1,98 t).


    Zulässiges Gesamtgewicht sind 3400 kg. (max. Achslast vorne 1.050 kg, max. hinten 2.800 kg, maximale Stützlast an der Anhängerkupplung 1000 kg)


    Die Pritsche vorne ist nach den Unterlagen für 750 kg vorgesehen.


    In der "Praxis" (z.B. Sand / Kies holen) sind jedoch 1000 kg auf der Pritsche kein Problem.


    Frontlader ist für 600 kg, mehr würde ich da aus dem Bauch raus auch in der Praxis nicht machen.


    Heckhydraulik gibt es verschiedene Ausführungen. Die bei unserem 231 GTS der Baujahre 1979 und 1982 sind
    um einiges massiver als die des 231 GTS von Anfang 1970er.


    1000 kg an der Heckhydraulik sollten jedoch kein Thema sein. Die 400 - 500 kg wären mir deutlich zu zaghaft.


    In den Daten steht Hubkraft an der Ackerschiene 17,6 kN = 17.600 N = 1.794,7 kg


    --> 1.500 kg wären so meine gefühlte Grenze um was mal kurzfristig mit der Heckhydraulik anzuheben.


    Zum "Rumfahren" würde ich es bei max. 1.000 kg bewenden lassen, das passt ja dann ungefähr mit der maximalen Achslast von 2.800 kg hinten.
    Dann aber die Pritsche vorne nicht zu schwer.


    Oder halt der "Daumenwert" wie oben 750 kg vorne, 750 kg hinten ist man gut verteilt
    beim maximalen zulässigem Gesamtgewicht und hat beide Achslasten eingehalten.

  • Quote


    Zum "Rumfahren" würde ich es bei max. 1.000 kg bewenden lassen, das
    passt ja dann ungefähr mit der maximalen Achslast von 2.800 kg hinten.
    Dann aber die Pritsche vorne nicht zu schwer.

    Bei 1.000 kg im Heck eines Geräteträgers musst Du auf der Pritsche aber schon ordentlich gegenballastieren. Bei unserem 104S ist es mit einem Gewicht von 850 kg mit Schwerpunkt 50 cm hinter den Unterlenkerkugeln mit der Manövrierfähigkeit vorbei, Kurven gehen dann nur noch mit Einzelradbremse und an der kleinsten Steigung ist definitiv Schluss. Das ganze ohne jegliche Art von Frontgewicht.

    Quote

    Fendt fahren ist mehr als nur Trecker fahren. Es ist das Erleben von Leichtigkeit, sogar bei Schwerstarbeit.

  • Hallo,


    man muss vorne schon deutlich belasten bei so einer Hecklast.


    Aber 300-400 kg Last vorne sind ja nach meiner Rechnung möglich.


    Meine Rechnung:
    Leergewicht getankt und mit Fahrer rund 2000 kg
    Meine theoreitsche Hecklast am Kraftheber 1000 kg
    Sind rechnerisch 3000 kg


    Ich gehe davon aus, dass Vorderbau, Vorderräder, Vorderachse, leere Pritsche usw. in Summe mal 200 kg haben.


    Ich halte somit die hintere Achslast von max. 2800 kg denke ich noch ein.


    Habe ich für vorne noch max. 400 kg "Luft" bis zum zulässigen Gesamtgewicht.


    Ich würde also mal 300 kg an Gewichten ganz vorne in die Pritsche verrutschsicher rein.


    Bin dann in Summe bei 3.300 kg und habe beide Achslasten sowie das Gesamtgewicht eingehalten.


    Oder?

  • Hallo,
    also ich versuche vorne möglichst genausoviel zu laden wie hinten.
    Dann ist das Fahrverhalten am besten.
    Nur vorne geladen lässt es sich vie schwerer lenken.
    Nur hinten geladen ist das Fahrverhalten deutlich schlechter,
    auch wenn er noch nicht vorne hoch geht, schiebt es in den Kurven geradeaus.
    Wenn es um die maximale Belastbarkeit der hinteren Dreipunktaufhängung geht,
    sollte man bedenken, das die größten Kräfte dynamisch beim fahren auftreten.
    Deshalb immer so einstellen, dass es nicht seitlich pendeln kann,
    und bei unebener Straße langsam fahren.
    Ich glaube es ist noch kein Traktor im Stand "auseinandergefallen".
    VG H