Restauration F18 Bj. 1939

  • Hallo Martin,erstmal dir noch Frohe Ostern...ich finde es toll das du die Aufarbeitung des F 18 hier vorstellst,mein Herz schlägt für solche Traktoren,Vorkriegstypen habe ich am liebsten,leider aber schwer auf zutrreiben heute und wenn nur noch für viel Geld...


    Die heutige Jugend hat ja von Oldtimer Treckern andere Vorstellungen,ist ja auch klar die Zeit verändert sich eben...Mich fasziniert ja die Urige und einfache Technik an diesen Traktoren...ich selbst habe auch Vorkriegstraktoren in meiner Sammlung und will die nicht mehr missen :D ...


    Der F 18 ist ja noch in den Anfangsjahren bei Fendt entstanden...war ja bei vielen Firmen so,Kramer,Hagedorn ect...ein einfacher Rahmen aus U-Eisen dann einen verfügbaren Motor(meist Deutz) darauf gesetzt Getriebe hinten dran und der einfache Traktor ist fast fertig ...natürlich war das auch alles eine Preisfrage zu der Zeit ... es gab aber auch Firmen die sich ende der 30er Jahre mehr Mühe beim Traktorenbau gegeben haben ... ich spreche jetzt von einem Trecker der auch nach so einem aussieht und nicht wie ein Eigenbau...mit Beleuchtung,Blechverkleidung,Anlasser,Zapfwelle,Sperre ect... ich finde den Unterschied schon enorm...


    Bild 1 und Bild 2 ... 2 verschiedene Traktoren aber beide von 1938...einmal für damalige Zeit Großhersteller und einmal Dorfschmied...


    MFG

  • Hallo,


    auch die "Großhersteller" haben mal klein angefangen und haben so manche abenteuerliche Konstruktion auf den Markt gebracht. Ich hab eben in einem anderen Beitrag mit dem Lenkhebel was zur Preisentwicklung geschrieben. Diese ist sicher ein Grund, warum die heutige Jugend auf neuere Modelle steht. Bei diesen kommt das dicke Ende aber auch noch - nur eben später! Ich fahre alle diese Traktoren immer noch richtig gern, auf denen ich in meiner Jugendzeit schöne Stunden und Momente erleben durfte und den jungen Leuten geht es genau so. Die wenigsten machen sich aber scheinbar wenig oder keine Gedanken über eine adäquate Wartung und Pflege. Die Folgen sind dann oft so gravierend, dass dann bei anstehenden Reparaturen kein Geld für dieselben da ist oder Teile davon betroffen sind, die es nicht mehr gibt und auch nicht aufgearbeitet werden können. Was dann kommt, wissen wir alle. Ich habe überwiegend Fahrzeuge mit einfacher Technik und überhaupt keiner Elektronik. Wirklich einen Anlasser zum Starten brauchen ganze 3 Fahrzeuge - der Rest geht zur Not auch so und das ist gut so! Bin mal gespannt, wo die Reise noch hin geht.


    Gruß f18h-doc

  • Wie immer sehr Interessant zu verfolgen,gerade weil es,wie beschrieben um Fahrzeuge geht,um die sich fast niemand kümmert und wenn,mit Sicherheit nicht in dem Ausmaße.
    Das stimmt allerdings,das finanzielle ist gerade als junger Vertreter eine schwierige Sache.. Da muss man schon genaue Entscheidungen treffen und am wichtigsten,Prioritäten setzen. Aus dem Grunde habe ich auch nur 2 einfache Fahrzeuge,die dementsprechend Technisch im Neuzustand sind,zumal ich meine Fahrzeuge auch Einsetzen will und dann nicht Öl tanken und Diesel kontrollieren will,oder gar ANgst haben muss,dass mir etwas um die Ohren fliegt. Ebenfalls ist mir ein nahezu Originalzustand sehr wichtig,was in meiner ALtergruppe auch nicht oft vertreten ist,da ich ja eindeutig einer der "Nachfolgegeneration" bin. Bestätigen kann ich allerdings die These,dass man sich auch später noch gern mit den Fahrzeugen beschäftigt,mit denen man groß wurde. denn die Fahrzeuge,womit ich mich auseinandersetze sind genau die,mit denen ich auch groß geworden bin,zum Glück,auch wenn diese Verhältnismäßig sogar schon alt sind. Meiner Meinung nach ist auch oft die Größe eine entscheidene Rolle,es muss wenn schon von den jeweiligen Modellen das jeweils größte sein,dann auch mit der größtmöglichen Ausstattung,da man damit mehr Aufsehen auf den Veranstaltungen erweckt,was sich heutzutage auch im Preis wiederspiegelt.
    Ebenso sind die meisten der Meinung,dass man anstatt in große Reperaturen,besser ein weiteres,oder ein größeres Fahrzeug dazuholt,was die defekte Maschine ersetzt,dazuholen kann und den Schaden,wenn überhaupt notdürftig flickt. Ich vermute fast,dass es ein Indiz des fehlenden Bezuges sein könnte...
    Ich hoffe das in der Szene bald ein Wandel kommt,ansonsten werden wir wirklich irgendwann noch Varios auf den Veranstaltungen sehen können,auch wenn ich überzeugt bin,das spätestens dann der Wandel kommt,da es einfacher und billiger sein wird,einen alten Schlepper instand zu setzen,als den Vario wieder flott zu bekommen.....


    P.S. ich vermute mal,dass es sich bei 2 der 3 Schlepper um GT´s handelt,oder?


    Gruß F10

  • Hallo,


    die 3 Schlepper, die immer mit Anlasser gestartet werden, sind Farmer S Typen. Wenn man sich ein bisschen anstrengt, dann kann man für die kleinen GTs eine Vorrichtung zum Ankurbeln bauen. Ich bau sowas auch erst, wenn das wirklich gebraucht wird - ich muss ja auch nicht überall dabei gewesen sein!


    Gruß f18h-doc

  • Hallo,


    ja, ich weiß ..... heuer bin ich nicht so wirklich dazu gekommen um weiter zu machen. Hab halt auch noch sonst viel um die Ohren. Dafür läuft mein F20H6 jetzt 25 km/h ohne Reifen- bzw Motortuning. Im Betrieb mach ich gerade auch einen F18 von 1939 mit ein paar Extras. Ich stell von ihm demnächst mal ein paar Bilder rein, damit Ihr schon mal einen Vorgeschmack kriegt, wie ich mir so was vorstelle.


    Gruß f18h-doc

    Hallo f18h-doc,

    ich habe ein Problem mit meinem Fendt F18. Das Problem ist, die einspritzpumpe pumpt keinen Diesel mehr durch die Leitung. Er war vor kurzem in der baywa Werkstatt, die haben dort nur die Bohrung vom Hebel versetzt.

    Wie auf dem Bild zusehen ist.

    Vielleicht weist du was das Problem ist.


    Gruß

    Weick

    P.S von euch hat niemand zufällig einen messerbalken für den Fendt f18 zu verkaufen?


  • Hallo,


    so, wie das Teil jetzt steht, kannst Du weder Vorpumpen, noch abstellen. Denn hierzu muss der Hebel jetzt um 90 grad Richtung Tank geschwenkt werden und der ist da definitiv im Weg. Mach den Spannstift wieder in das alte Loch und dann geht es wieder! Voraussetzung ist natürlich eine einwandfrei entlüftete ESP - das geht beim alten 716er Motor zu erst über den Druckknopf auf der Pumpe und dann MUSS der Stutzen raus, an dem die Einspritzleitung an die Pumpe geschraubt wird.


    Gruß f18h-doc

  • Hallo,


    wenn Du die Einspritzleitung von der Pumpe abschraubst, dann kommst Du an diesen Stutzen mehr schlecht als recht hin, denn der steckt ja immer noch in der Pumpe und wenn Du den raus schraubst, dann kann das Luftpolster entweichen, welches das Entlüften verhindert.


    Gruß f18h-doc

  • Hallo,


    hab jetzt alle Teile, die zum Strahlen müssen, fertig. Wenn die wieder da sind, dann gibt es teilweise schon Decklack auf den meissten Teilen. Der Rumpf braucht noch etwas länger, denn da muss die Vorderachse und die Bremsen noch gemacht werden.


    Gruß f18h-doc

  • Hallo,


    jetzt bin ich wieder ein Stück weiter. Der Auspuff ist fertig, die Bremsbeläge auf den Trägerbändern und die abgebrochene linke Konsole für die Bremswelle ist aus Stahl neu entstanden. Die Achsschenkel haben bei der Fa. Winkler in Ludwigsburg ihre Sollbruchstelle verloren und zur Vermeidung einer neuen jeweils einen Speedy drauf gekriegt. Wenn das jetzt mit den Radnaben wieder montiert ist, wird noch die Lagerung des Achskörpers in Augenschein genommen bzw. hergerichtet und dann kann er für die Lackierung sauber gemacht werden. Kann gut sein, dass auch an der Vorderachslagerung noch was gemacht werden muss, denn auch bei den Achsschenkeln hat nichts gewackelt aber dann sind halt doch die Achsstummel Sch....e, 2 Radlager hin und die Simmerringe sowieso! Warum also sollte am Rest nichts mehr rauskommen.


    Gruß f18h-doc

  • Hallo,


    mal eben noch die Achsverstrebung teilweise erneuert (Bolzen in der Achse bzw dem vorderachsbock war samt Büchsen noch I.O.) und jetzt ist er fertig zum nadeln.


    Gruß f18h-doc