Thema Werkzeuge / Drehbank

  • Hi,


    Mann ist ja Jäger und Sammler, besonders wenn es um Werkzeug für die heimische Werkstatt geht ... nichts freut das Schrauberherz mehr, als wirklich gutes Werkzeug welches die Arbeit erleichtert.


    Derzeit spiele ich einmal wieder mit dem Gedanken eine Drehbank anzuschaffen - habe aber mit dem Thema wirklich bisher keine wirkliche Erfahrung, wäre auch eher eine Maschine "Nice to have" den soooviele Aufgaben für eine Drehbank hat man in der Regel nicht - ganz unnütz wird es dennoch nicht sein.


    Hat jemand von euch eine Drehbank und nutzt diese auch immer mal wieder?


    Auf was sollte man achten ? (klar die Drehbank / Spindeln / Schlitten sollte nicht ausgeschlagen sein)


    Welches Zubehör ist für die Heimische Werkstatt ein muss ?


    Oder ist das ganze so komplex das man wirklich die Finger davon lassen sollte?


    Gruß Fendtman

  • Hallo Fendtman


    Kommt ganz darauf an wie professionell du drehen willst.
    Wenn du nur grobe sachen drehen willst, dann darf der drehbank auch ruhig ein "bisschen" spiel haben. Ich habe mir auch einen gekauft mit dem ich eigentlich nicht genauer als 0.5 mm drehe. zum einschweissbuchsen oder 3- punkt wellen usw. zu drehen reicht dieser vollkommen.
    Jedoch kann ich jederzeit im lehrbetrieb auf einen "exakten" drehbank zurückgreifen der auch 2 stellen hinter dem koma noch genau arbeitet.


    Zum werkzeug. ein hartmetall wendeplättchen für aussen, ein innendrehstahl e (auch hartmetallplättchen) und ein abstechstahl zum wellen abtrennen( auch hartmetall). bei den innenausdrehstählen brauchst du vielleicht 2 oder 3 verschiedene.
    Und ein Bohrfutter zum Wellen bohren.
    das sollte fürs grobe reichen.
    Ansonsten wenn es auch exakter werden soll, dann wird der drehbank ein bisschen mehr kosten. ebenso brauchst du dann ein radienstahl um hohe präzision und oberflächengüte zu errreichen. ebenso im innenausdrehbereich brauchst du etwas zum schlichten.


    bei den preisen weiss ich halt nicht was die bei euch wert sind. ich habe meinen damals für umgerechent knapp 600 € gekauft




    Gruss Georg

  • Hallo,


    für die erste Drehmaschine ist die sicher gut. Auf jeden Fall macht die einen soliden Eindruck und der Preis erscheint mir auch realistisch.
    Die Meißel sind allesamt nur für den sporadischen Hausgebrauch zu nutzen, da sollte man im Laufe der Zeit mal auf richtige Träger und Hartmetall umsteigen. Aber das wichtigste wäre ein anderer Stahlhalter, bei dem musst du ja bei jedem Werkzeugwechsel die Spitzenhöhe wieder neu einstellen.


    Ich sag nur: Maschinen gehören in jede Werkstatt, ich kann leider nur auf drei Fräsen und eine Drehmaschine zurückgreifen, zum Glück arbeitet nur eine Fräse konvetionell, die anderen sind CNC betrieben. Ich wüsst nicht wie ich ohne die auskommen sollte.


    Also Achtung: Da besteht sehr starke Suchtgefahr!!!!


    Gruß Norbert

  • Mahlzeit!


    Da ich von Beruf Dreher bin, kann ich dir sagen das die nicht schlecht aussieht. Das Zubehör ist reichlich und reicht vollkommen für den "Hausgebrauch" aus. Der Stahlhalter ist in Ordnung und brauch nicht unbedingt erneuert werden. Diese Vierfach- Stahlhalter sind sehr stabil da sie ganzflächig auf dem Schlitten liegen. Der Preis ist geschenkt! Habe zu hause auch eine große Industriemaschine mit Vierfach- Stahlhalter die mal öfters und mal weniger gebraucht wird. Mit dem Kauf, der Pflege und fernünftiger Unterstellmöglichkeit sehe ich es als reine Freude an so eine Maschine zu besitzen.


    Also nur zu nur zu ;)

  • naja die Weiler ist wohl etwas übertrieben ;) Aber die aus dem Link schaut nicht mal schlecht aus, könnt ich auch brauchen, meine ist so langsam am Ende :( . Problem an einer Drehmaschine ist, das die Maschine alleine wenig hilft, man muss auch damit umgehen können. Wenn man sich mit auskennt kann man auch auf ner alten Maschine auf ein paar 1/100 drehen, andernfalls hilft auch ne neue Maschine nichts.


    Grüße aus Mittelfranken

  • Hi Tobi,


    Quote

    Problem an einer Drehmaschine ist, das die Maschine alleine wenig hilft, man muss auch damit umgehen können


    Das wird das größere Problem sein, ich / wir haben bisher noch nie mit sowas gearbeitet, wird auch sehr viel Zeit brauchen bis man sowas richtig gut (für den Eigenbedarf) kann, aber das wär ja egal ... denke man muss sich halt langsam rantasten.


    Einzige Manko ist das der Werkzeugschlitten lt. Beschreibung etwas Spiel hat - aber angeblich nachstellbar ist ...


    Ist das ein "größerer Akt" ?


    Oder gleich in Kriterium was abschrecken sollte?


    Gruß Fendtman

  • Moin, die drehmaschine ist das eine, die bedienung das andere, man braucht schon viele werkzeuge für die verschidenen arbeiten und materialien. dann braucht man noch material das zum verwendungszweck past und nicht unnötig zu stark ist im duchmesser. und wie hat mein alter meister immer gesagt, " ein 10tel kanst du nicht sehen, aber ich kann auf ein 100stel messen!" man brauch auch die messwerkzeuge für innen und aussen, also ich habe mal als zerspanner gearbeitet ( per hand und cnc ) und muss sagen das das doch sehr umfangreich ist, mein kumpel ist gelernter dreher und hat eine eigene bank in seiner geheitzten werkstat und kann damit auch supper um und kennt neue und sehr alte verfahren und findet dadurch immer eine optimale lösung und kostet nicht viel da er auch lust an alten scheis hat und gern hilft. dann für andere sachen habe ich den laden in den ich mal gearbeitet habe noch, aber da mus du natürlich genau sagen was du willst, und für die ganz grossen sachen haben wir noch ein maschinen bau firma und eine werft um die ecke. eine drehbank sollte schon trocken stehen und sauber ausgerichtet sein, das bett muß gut sein und messgeräte und teile an dennen die masse abgenommen werden solten gern in der warme werkstatt neben der bank liegen können, denn wenn du buchsen dehen möchtest arbeitest du min in 10tel bereich und da können zu hohe temperatur unterschiede schon je nach duchmesser auch schon ein paar 10tel sein. mein tip ist höhr dich in oldtimer und motorrad kreisen nach einen guten dreher um und gebe im ein paar teuros für seine arbeit und erspare dir den stress mit dem ganzen drum her rum. ist meine persönliche ansicht

  • Hey Peter,


    danke für deinen Beitrag.


    Keine Sorge, ich erwarte nicht die Sache von jetzt auf gleich zu lernen und stelle mir es auch nicht zu einfach vor.


    Ich hab auch ein paar Anlaufstellen wo ich Teile bzw. Hilfe bekommen könnte - mich interessiert es aber selbst damit zu arbeiten.


    Stellplatz wäre kein Thema.


    Auch erwarte ich nicht jetzt Teile auf 10tel genau hin zu kriegen, man muss wohl erst viele Versuche machen bis man die Grundzüge überhaupt "beherrscht" - nicht umsonst ist Dreher ein Ausbildungsberuf ...


    Das ganze soll wie gesagt nur Hobby sein und ich denke wenn man sich etwas damit auseinandersetzt, ein paar gute Tipps hier und da kriegt etc. dann kann man doch auch ein klein wenig damit Arbeiten - auch wenn der Weg lange ist.


    Falls jemand noch irgendwelche Anregungen, Meinungen, Infos etc. zur gezeigten Maschine hat, würde ich mich sehr drüber freuen.

  • Hallo,


    so eine Drehbank ist eine feine Sache. Diese hat sogar Zug und Leitspindel. Die Zugspindel braucht man für den normalen Vorschub und mit der Leitspindel lassen sich z.B. Gewinde drehen. Was manchmal bei älteren Maschinen der Fall ist ist die Tatsache das das Bett im vorderen Bereich eingelaufen ist, dort wo halt im Lauf der Jahre die meisten Bewegungen stattgefunden haben. Der Bettschlitten, also das "Hauptteil" bekommt dann in diesen Bereich etwas Luft das sich aber nur bedingt nachstellen läßt da der Schlitten sonst im hintern Bereich zwangläufig klemmen würde. Um so einen Schaden zu beheben müßte das komplette Bett überarbeitet werden. Bei guten Maschinen wird das dann zudem neu "Eingeschabt".


    Ein gutes Buch, in dem viele Sachen drinstehen, ist u.a. das "Tabellenbuch Metall" Verlag Europa Lehrmittel.


    Gruß Uli

  • Wenn das nicht so weit weg wäre, dann hätte ich Sie Dir schon vor der Nase weg gekauft.


    Mach dir keine Gedanken zum Drehen, mein Bruder ist Koch und kann auch drehen, ich hab Ihm halt die wichtigsten Sachen gezeigt.
    Kann ich für Dich auch gern tun, dann musst du aber nach HI kommen.


    Gruß Norbert

  • Hi,


    heute das gute Stück mal angesehen ...


    Das Spiel im Schlitten wäre nicht durch nachstellen zu beseitigen gewesen, eher durch unterlegen oder besser überarbeiten, Vortrieb hat nicht funktioniert vermutlich wegen eines verbogenen Hebels (auch reparierbar) und die Spindeln etc. haben gut Spiel - gut ist eben nix neues - wenn man am "Anschlag war" hat man sauber weiterdrehen können, dafür waren die Skalen ganz schlecht zu lesen etc. - Baujahr unbekannt aber sicher über 50 eher 60 Jahre alt.


    Vermutlich darf man bei dem Preis nicht zuviel erwarten ... die Fischer ist dennoch aus dem Rennen.


    Im übrigen wäre was "neueres" mit besserer Verstellung für den Drehstahl wohl besser.


    Gruß Fendtman und danke für die Tipps !

  • Also die Drehmaschine wo du gezeigt hast macht nen guten Eindruck!!!


    Muss öfters Bolzen drehen für unsere eigenen Maschinen und für Nachbarn!


    Übung braucht man halt ;)


    Mir hat es mein Opa beigebracht wo er noch Fit war!


    Musste da immer nen art Stab mit mehreren Absätzen drehen :D